Nachlese: Was stimmt denn nun wirklich, Herr ERLER?

8. September 2021
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Eichwalde, Schulzendorf, Zeuthen. Eigentlich sollte es eine Runde werden, in der Politiker und Bewohner Antwort auf die Frage bekommen, warum der britische Billigflieger seit Wochen bei Starts vom BER in Richtung Osten falsch abbiegt und dadurch für mehr Lärm in Eichwalde, Schulzendorf und Zeuthen sorgt. Die Rede ist vom Krisen-Gipfel am 26. August in Zeuthen.

Am Ende scheiterte  das Treffen, an das die Öffentlichkeit hohe Erwartungen geknüpft hatte. Es blieb eine Debatte, in der sich Bürgermeister und Politiker Luft machten.

Flughafen Berlin Brandenburg BER

Grund: Der Hauptakteur, easyJet Chef Stefan Erler, cancelte 24 Stunden vor dem Krisen-Gipfel  seine Teilnahme. In seinem Absage Schreiben, das dem Schulzendorfer vorliegt, teilt Erler mit, dass er aus „terminlichen Gründen“ nicht an der Gesprächsrunde teilnehmen wird.

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Jana Schimke erklärte, Erler sei der Auffassung gewesen, dass die Deutsche Flugsicherung (DFS) mit am Tisch sitzen müsste. Doch die hatte von Anfang an ihre Teilnahme nicht erklärt.

Schimke wörtlich: „easyJet, und ich kann das persönlich nachvollziehen, hat sich dann auch davon zurückgezogen, hier heute Rede und Antwort zu stehen.“

Und was stimmt nun wirklich, waren es wichtige Termine oder die Tatsache, dass die DFS nicht mit dabei war?

10 Responses to Nachlese: Was stimmt denn nun wirklich, Herr ERLER?

  1. Erdbewohner
    17. September 2021 at 13:26

    Ich bin sprachlos; habe es gerade in der Wiederholung gesehen.
    Sorry Herr Verwalter aber sie sind echt das letzte; scheren sie sich zum Teufel :( :(

  2. Olli
    17. September 2021 at 10:20

    Der gesamte rbb Beitrag berichtet über Altbekanntes. Dass Herr Mücke Easyjet zur Seite springt, anstatt knallharte Forderungen im Sinne der Bewohner von ZES zu erheben, sagt alles über seine Denkweise und Qualität. Er hat den Namen Bürgermeister nicht verdient.

  3. Galle
    16. September 2021 at 22:09

    Zur Rbb Sendung heute : Der Bürgermeister von Schulzendorf, stellt sich ins Bild und erklärt und rechtfertig die Flugweise von den Österreichern ! Was ist das für eine Peinlichkeit, hat er nicht Schulzendorfer Interessen zu vertreten oder hofft er nur auf Freiflüge mit diesem Fluglinienen? Der Kerl gehört abgeschafft !

    Einzig richtige Aussage im Bereich- Schulzendorfer haben keine Schallschutz

  4. besorgter Vater
    16. September 2021 at 16:26

    Ich sage es geht auch so weiter…

    Gestern mal wieder ne Antwort von Herrn Strogies;

    vielen Dank für Ihre Beschwerden. Entschuldigen Sie die abwesenheitsbedingte sehr lange Bearbeitungszeit. Zwischenzeitlich gab es zusätzliche Irritationen um die Abflüge der EasyJet von der Südbahn, die einen erheblichen Teil meiner Arbeitszeit in Anspruch nehmen. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

    Ihre Beobachtung hat auch mit der zunehmenden Auslastung und Beladung der Luftfahrzeuge zu tun. Durch das höhere Gewicht steigen diese langsamer als bspw. noch im Frühjahr. Ein längerer Startlauf führt aber nicht automatisch zu einer engeren Kurve unmittelbar nach dem Start.

    Der Pilot ermittelt anhand seiner Parameter die benötigte Startlaufstrecke. Grundsätzlich weist die Deutsche Flugsicherung die volle Start- und Landebahn zu. Der Pilot kann aber beantragen, einen früheren (weiter östlich gelegenen) Aufrollweg zu nutzen, wenn er nicht die gesamte Start- und Landebahn benötigt. Bei den Mittelstreckenflugzeugen ist dies regelmäßig der Fall. Dies ist zulässig und die Gespräche mit den Fluggesellschaften hier eine Änderung zu erreichen waren leider nicht immer erfolgreich. Nach meinem Kenntnisstand nutzen RyanAir und easyJet derzeitig grundsätzlich die gesamte südliche Start- und Landebahn in Richtung Osten.

    Mit freundlichen Grüßen

    P. Strogies

  5. Galle
    16. September 2021 at 15:30

    @ Marcel A. Hoffmann Sehr witzig, bei der Bombenentschärfung in Spandau Oktober 2017 gab es keine Landgenehmigung. Außerdem sind die Flugzeuge heute gen Westen auch von der Südbahn gestartet- dafür gibts dann auch wieder Ausreden . Wir sind hier Freiwild, so einfach ist das zu erklären.

  6. Marcel A. Hoffmann
    16. September 2021 at 15:08

    @galle:
    Hat schon was mit Krieg zu tun, da war doch heute die Bombenentschärfung in Rahnsdorf. Deshalb wurde kurzfristig die Südbahn genutzt. Also kein neuer Kriegsschauplattz.

  7. Galle
    16. September 2021 at 13:02

    An liebe Schlafgemeinde – Der Krieg auf der Südbahn ist seit 12.oo Uhr wieder zurück . Ergo ! Soviel sind Zusagen wert !

  8. KIDS007
    9. September 2021 at 14:37

    Schmimke, Lehmann , Erler gehören angeklagt : Duldung von vorsätzlicher Körperverletzung- Punkt

    In Saudi Arabien wäre das Strafmaß klar : Zwangseinweisung in eine Wohnung mit nur angedachten Schallschtznivau made FBB in Waltersdorf – ohne Bewährung – lebenslänglich

  9. Oliver
    9. September 2021 at 12:36

    Die Politiker der großen Parteien werden immer vor der Flughafenlobby kriechen, da es ja auch ihre Schuld ist, daß hier ein Schaden auf Kosten der Steuerzahler entstanden ist der den Wirecardskandal noch übertrifft.
    Und die FBB ist so Pleite die muß sich von Easyjet alles gefallen lassen…
    Ich habe wenig Hoffnung was die Überprüfung durch das Verkehrsministerium bringt, weil dort eben auch Koryphäen wie Herr Scheuer tätig sind.
    Ich hoffe ja, daß die verfassungsfeindliche SPD-Regierung verschwindet, daß dann wenigstens der Volksentscheid zum Thema Nachtflug umgesetzt wird.

  10. BingeLaden
    BingeLaden
    9. September 2021 at 11:50

    Die Sicht von Frau Schimke kann ich nicht verstehen. Warum kann Herr Erler, ohne dass die DFS mit am Tisch sitzt, der Öffentlichkeit nicht erklären, warum seine Gesellschaft sich plötzlich nicht mehr an die Routen vom BAF hält. Dass Frau Schimke für ihn Partei ergreift, stimmt mich nachdenklich.

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