Warum wir easyJet und die DFS loben sollten!

6. Oktober 2021
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Erstmals im Oktober stateten gestern Flieger von der BER-Südbahn in Richtung Osten. Tausende Eichwalder, Schulzendorfer und Zeuthener dürften mit Argusaugen dem Flugverlauf der easyJet-Maschinen verfolgt haben. Die Airline bog seit August falsch ab, versprach ab Oktober Besserung.

Wird sich easyJet wirklich wieder an Verkehrsregeln halten und die Hoffmann-Kurve nehmen? Ja, easyJet-Piloten haben sich vorbildlich an sie gehalten. Bei Zielen in Richtung Westen flogen sie die Kurve sogar recht eng.

In der Zeit von 6 Uhr bis 9.55 Uhr hat es gestern fünf zu weit in Richtung Osten gekurvte Abflüge gegeben: Vier von Ryanair und einer von FedEx.

Auch die Deutsche Flugsicherung (DFS) hat ihr Versprechen eingelöst. Ein Insider gegenüber dem Schulzendorfer: „Durch die volle Ausnutzung der Startbahn kommen die in Richtung Königs Wusterhausen abschwenkenden Flugzeuge dort rund 500 bis 600 Meter höher an als bisher.“

Dass es Briten-Airlines mit Regeln offenbar nicht allzu ernst nehmen, bewies der Pilot einer Maschine von British Airways. Obwohl der Jet schon nach der Hälfte der Startbahn eine Rechtskurve begonnen hatte, flog er 7:19 Uhr mitten über Schulzendorf, Eichwalde und Zeuthen. (sr)

easyJet

16 Responses to Warum wir easyJet und die DFS loben sollten!

  1. Galle
    18. Oktober 2021 at 12:52

    Hab Flugzeug im Garten ! https://www.maz-online.de/Lokales/Teltow-Flaeming/Schoenhagen-Flugzeug-muss-im-Wald-bei-Trebbin-notlanden

    Ist ja ganz weit weg! Schönhagen liegt ja im Landkreis TF und die Bebauung drumherum ist ja auch so blöde. So ein Ergebnis in Schulzendorf wäre viel schöner, da würde man dann das Versagen der Katastrophenschutz von MM und LDS mal so richtig ausleben können. Un d dann noch mit tonnenschweren richtigen Benzinbomben – Geil.

    Panikmache ? Am 17.6.1989 habe ichs erlebt am Flughafen in Waßmannsdorf. Live- für jeden ein unvergessenes Erlebnis. Aber es reicht schon der TK Absurz am 25.2.2009 in Amsterdam.

  2. Marcel A. Hoffmann
    16. Oktober 2021 at 13:15

    @siegfried paul
    Guten Tag Herr Paul,
    Klarheit im Sachverhalt ist Grundvoraussetzung für eine gute Diskussion. Und es ist wichtig, auf dem selben Level zu diskutieren. (Ich hoffe, das klingt nicht zu oberlehrerhaft:-))

    Deshalb (wegen dem selben Level) möchte ich anregen, weil Sie sich am Sportplatz in Miersdorf wohnend für „schwerstbetroffen“ einschätzen -am besten gleich heute nachmittag – mal nach Schulzendorf auf den Eichberg fahren und dort mal durch die Karl-Marx-Strasse und den Kastanienweg spazieren gehen. Und zu Ihren akustischen Erfahrung vor Ort in Schulzendorf darf ich sachlich ergänzen, dass Sie zuhause an durchschnittlich 5 Tagen im Monat Flugverkehr auf der Ostabkurvung haben, der vom Sportplatz etwa 1,7km entfernt ist. Diese Entfernung wird auch grundsätzlich nicht unterschritten. Soviel zur Sachverhaltsfeststellung.
    =>Die Präzision bei der Einschätzung des Problems und bei dem Lösungsvorschlag sind m.E. ausschlaggebend für einen Erfolg.

    Für künftige Diskussionen erlaube ich mir anzuraten, konsequent auf den derzeitigen Stand aufzubauen und nicht auf Berichte aus der Vergangenheit oder Mutmassungen zum künftigen Verhalten irgendeiner Fluggesellschaft.

    Zu einem möglichen weiteren Vorgehen habe ich mich hier bereits schriftlich geäussert und auch ein Mengengerüst gegeben.

    Zum praktischen Prozedere:
    Zuständig ist die Fluglärmkommission (FLK), in der die Umlandgemeinden vertreten sind. Als Bürger von Zeuthen? Wildau? können Sie die Gemeinde anschreiben und Ihre Vorschläge einbringen mit dem Ziel, das der Ortsvertreter bei der Geschäftsführung der FLK beantragt, das Thema auf die Tagesordnung der FLK zu setzen.
    Dabei wäre es zielführend, wenn der Vorschlag im Detail schriftlich ausgearbeitet, überzeugend begründet und natürlich mit Schaubildern versehen würde.

    Ich hoffe, dass ich hiermit etwas weitergeholfen habe, wünsche Ihnen, dass Sie für diese Arbeiten einige Betroffene finden, die bereit sind, sich zu engagieren.

    PS Weil Sie den Geradeaus-Anflug erwähnen: Aufgrund der technischen Weiterentwicklung (Verfeinerung der Anflugpräzision) ist inzwischen auch ein gekurvter Landeanflug möglich. Interessant wäre diese Option z.B. für Grünheide, wo der Ort und der See beim Einkurven aus Süden in Richtung Erker regelmässig überflogen werden.

  3. siegfried paul
    15. Oktober 2021 at 22:02

    Freuscher Versprecher (Vertipper): Herrn Hoffmann zu repektieren (!!!9 gehört zum Dialog. Das “nicht” ist dort irrtümlich und missverständlich. Ich suche den DIALOG mit Herrn Hoffmann, denn er kann es durch seine Vernetzung besser vortragen, als wir ! Eine gemeinsame Lösung wird gesucht ! Es wurde ja auch immer absurder, dass sich in 2011 auf einmal Menschen beschwerten, die in Schulzendorf leben und genau in der Anflugbahn (also, die wussten nun wirklich seit 1994 was irgendwann mal kommen wird). Ein Flugzeug kann halt nur gerade anfliegen. Bei den Abflugverfahren wußte das nicht JEDER ! Man hat sich das Planfeststellungsverfahren aushändigen lassen um eine damals “richtige” Entscheidung zu treffen (so wie wir, die aus Eichwalde weg sind und nunmehr Neubetroffene sind). Aber wie gesagt, es gibt Optimierungsmöglichkeiten und Corona hat uns in die Lage versetzt, dass diese noch rechtzeitig vor einem Parallelbetrieb umgesetzt werden können.

  4. siegfried paul
    15. Oktober 2021 at 21:48

    Wie kommen Sie denn darauf ? Ich wohne am Sportplatz Miersdorf !
    Also wenn ich nicht BETROFFENER bin, wer denn dann ?????

    Ich möchte nur, dass Herr Hoffmann nochmal antwortet, ob der Lärm sich etwas reduzieren lässt !!!

    Sicher wohnen Sie auch z.B. am Mühlenschlag und Rand-Schulzendorf, also sitzen wir fast im selben Boot. Aber soll ich mich auf meine ALTEN TAGE noch Erhängen oder wie meinen Sie das?

    Ich versuche hier mit sachlichen Argumenten zu arbeiten und dazu sind auch Fachzbegriffe nötig. Das der BER (Willy Brandt würde sich im Grabe umdrehen) an der falschen Stelle gebaut wurde, wissen wir alle. Nur das z.B. Leute aus Eichwalde extra hierher gezogen sind um nicht in der “Schneise” zu leben; und nunmehr “Schwerstbetroffene” sidn, das konnten sie auch nicht wissen.

    Daher ja auch die gezielten Fragen. Die Hoffmannkurve ist da und wird auch bleiben, da machen wir uns kein x für ein U !!! Aber die GORIG 1B Route muss nochmal hinterfragt werden, da sich seit 2012 ja etwas geändert hat und zwar TXL wird nun nicht mehr angeflogen.

    Ich hoffe, dasss sich Herr Hoffmann hier auch nochmal zu Wort meldet, denn er hat ja gesagt (geschrieben) dass man diesen Punkt nochmal überprüfen muss und kann. Und was ist bitte schön verkehrt daran nicht auch an die Bürger von Wildau und KWh zu DENKEN ? Das nennt man Verständnis. Mit über 77 Jahren ziehe ich jedenfalls nicht nochmal um. Dass die FBB den Schallschutz herauszögert ist schon skandalös und dass das Volksbegehren 22 bis 6 Uhr absolute Nachtruhe nicht umgesetzt wird ist noch skandalöser … aber nur JAMMERN hilft auch nicht. Auch Herrn Hoffmann nicht zu respektieren gehört zum Dialog, denn er hat ja auch Sachen damals eingefordert, die sich NOCH ändern lassen (also das Bahnmanagement und auch dass GORIG 1B (der “Fleischerhaken”) nicht geflogen werden muss würde uns hier helfen, zumal es möglich ist.

    Fazit alle Nord und Nord-Ost-Flieger von der Nordbahn (immer !!!) und alle nach S und SW immer korrekt die Hoffmannkurve LULUL 1B ! Lediglich die SO-Flieger sind strittig, könnten aber auch die Hoffmannkurve fliegen anstelle in Richtung A10 geschickt zu werden.

    Ich hoffe Sie haben das verstanden ? Und; an Herrn Hoffmann … “sind Sie gewillt sich nochmal aktiv an der Optimierung der Routenführung der 07R (also Südbahn) zu beteiligen und auch Ihre Mitstreiter diesbezüglich nochmal kontaktieren ? Danke an Sie beide (einmal für das “Verstehen” und einmal für “Aktionismus”, der hiermit nochmal eingefordert wird). Beste Gesundheit an Sie beide, die hier noch mitlesen.

  5. Genervt
    15. Oktober 2021 at 14:40

    @ siegfried paul Herr Boschan aus Diepemsee hatte im RBB auch seinen großen Auftritt – vielleicht suchen Sie da auch Ihr Glück. Ihr Lösungsansatz ist immer der, den Dreck auf die Schwerstbetroffene wegzuschieben – die seit über 25 Jahre darauf hingeweisen und geklagt haben, dass der BER der falschen Standort ist. Nach Aufassung der Flugsicherung und andere sind ihre Aussage zum Überflug z.B. Vom Krankenhaus KW nur Blödsinn – da nur die Grundlinie der Flugzeug fast immer die A 10 ist. Ergo Boschan hat gesagt, Flugzeuglärm macht aggressiv wenn, Überflüge aller Minuten passieren ! Über Diepensee ist nach Auswertung FBB nicht ein einziges Flugzeug geflogen und über die DO/- 1 Q Ost 586 zzgl. 23 in der Nacht. Über Schulzendorf sind alle in der Nacht nach dieser Auswertung 582 Flugzeuge in der Nacht gefolgen- So geht man mit Mitmenschen, einfach Klasse von Ihnen.

  6. siegfried paul
    15. Oktober 2021 at 03:24

    “Andererseits, da die Flugzeuge aus der Hoffmannkurve jetzt deutlich höher als bisher am Schönefelder Kreuz ankommen und außerdem der Flugverkehr nach Tegel entfallen ist, könnte die Risikosituation der Route über die Rieselfelder überprüft werden.” !!!!

    Vielleicht sollten wir uns mal auf diesen Absatz Ihrer Antwort konzentrieren?

    Wie Sie schon sagten, scheinen oder werden “einige Piloten” den Wodka noch vor Moskau, Kopenhagen, Kiew oder Budapest “konsumieren” …. “BEDENKLICH” … aber irgendwann bei Vollbetrieb auch “nüchtern” eher die Regel bei veralteten, aber flugtechnisch abgenommenen Maschinen ( also meist die Boeings). Eine wizz-Air hat jedoch letztens nur 2000m “Anlauf” genommen um dann noch im Rahmen der “Tolerenz” von +/- 1,5 km fast direkt über unser Haus zu fliegen. Das finden wir dann gar nicht mehr lustig und “akzeptabel”. Aber wie o.g. braucht sie ja ggf. nicht mehr durch das Nadelöhr “Autohaus Wernecke; Shell-Tankstelle” !!! Die Austrian Airlines zieht regelmäßig direkt noch davor voll über die Bergsiedlung in Wildau (Mehrmals bereits beobachtet). Wissen Sie ggf. wann es nochmal eine “Runde” der “Sachkundigen” geben soll? Man wollte ha eine Referenzperiode abwarten um ggf. bessere Ergebnisse zu bekommen. Das wurde un durch Corona natürlich aufgehalten. Aber gerade jetzt hat man noch die Zeit sich anpassen zu können. Die FBB und die DFS/BAF ! Das sollte man nutzen, denn das Bahnmanagement liegt beim BER, wie Sie zutreffend schrieben. Nach “Nichtberührung der Bahn durch den Gummi” übernimmt die DFS ! Jetzt hat ,man die Möglichkeit Anpassungen vorzunehmen und nicht erst in 6 bis 12 Monaten, wenn alles im Flugplan steht. Wird Easyjet nun bei Parallelbetrieb tasächlich nur noch die Nordbahn nehmen? Die gute “HOFFMANNKURVE” sollte ausschließlicj für die Südbahn genutzt werden und die Maschinen, selbst mit “Übershiessern” brauchen dann nicht mehr über Zeuthen, Wildau und KWh ! Da kommt auch noch etwas aus den Rathäusern in Wildau und KWh; da waren sich die Damen ja einig. Sie sind ja gut “vernetzt” und müssten wissen, wann wieder eine Tagung mit Beratungseinfluss an die FBB und DFS erfolgt. In Zeuthen, ist mir bekannte, dass man sich besonders in der nächsten GVT dem OT Falkenhorst zuwenden will. Die Errichtung eine stationören Messeinrichtung reicht da nicht aus. Es muss daran gearbeitet werden, dass der (ich sage einfach immer nach Fleischerhaken) nicht mehr oder nur ganz selten gebraucht wird; und zwar mit der “Rieselfeldroute” … da wohnt wirklich niemand und man kann das favorisierte Noise Abatement Level 1 (also schneller Anstieg) entlang der BAB nutzen. Fragen Sie Herrn Dirk Schulz, ob er daran auch noch arbeitet? Das wäre mehr als nur ehrenwert; nein es ist sogar seine Aufgabe (auch wenn er es ehrenamtlich macht für “Zeuthen”) für ALLE Zeuthener Bürger da zu sein. Dabei würde er support aus Wildau und eben auch Königs Wusterhausen bekommen. Danke vorab, Herr Hoffmann !

  7. Marcel A. Hoffmann
    14. Oktober 2021 at 15:07

    @siegfried paul
    Die von Ihnen erwähnte Lufthansa nach München durfte von KW (Wildau war nicht betroffen) nach Süden weiterfliegen, weil sie die Mindesthöhe von 5.000ft erreicht hatte, bei der ein Pilot eine Freigabe zum Verlassen der Route anfragen kann. Dies steht jedem Piloten frei.

    Vielleicht sollten wir uns in diesem Zusammenhang auch vor Augen führen, über welche Dimensionen wir reden bei der Erörterung eines Geradeausflugs nach Süden. Wenn Sie mit 30% der Flüge der KW-Route rechnen, entspricht das etwa 2,5% des BER-Flugverkehrs. Eine „fast vollkommene Entlastung von Wildau und KW“ kann ich nicht nachvollziehen, lerne aber gern dazu.

  8. siegfried paul
    13. Oktober 2021 at 00:19

    Ja genau, jetzt wo TXL “tot” ist, könnte man oder besser gesagt müsste man das sogar nochmal prüfen. Am Sonntag gab es einen Lufthansa-Irrflieger, der die Kurve super exakt geflogen ist, dann aber (er flog nach München) abdrehte und genau über Wildau, Königs Wusterhausen, Zeesen und Pätz … also entlang der Bahnlinie flog ! Warum ist er nicht gleich die Hoffmannkurve geflogen (geschafft hätte er es). Es liegt bestimmt am Radarleitsystem. Man denkt München liegt ja SW, aber komischerweise fliegt man den “Fleischerhaken” (bzw. auch nicht wie man hier sieht) und dann muss man tatsächlich fragen warum alle die Richtung SW fliegen auch noch die Lücke zwischen Wildau und KW nutzen um dann später abzuknicken. Die könnten doch gleich die Hoffmannkurve fliegen (es sei denn, sie sind an ein Leitsystem gebunden, dass ihne erst mal vorgibt diese Grundleitroute zu fliegen) … da fragt man sich nur, warum muss man das ? könne die nicht wie der “leider” misslungene Flug der LH-Maschine nicht später an diesen Routenverlauf angedockt werden? Sicher ist jedoch auch eines, wenn das Aufkommen wieder zunimmt, dann nutzt kaum noch jemand die vollen 4000 m der Südbahn und gerade bei Ryanair sehe ich da schwarz ;-(( ! Die Abflugrichtung Nord und NO sollte eigentlich immer von der Nordbahn erfolgen, aber dies ist wahrscheinlich bei hohem Aufkommen nicht realisierbar. Da wird dann vogelwild alles geflogen um den Zeitplan einzuhalten und eine Startfenster zu finden (in Stoßzeiten). Zu Ihrer Aussage, dass KW damals keine Einwände hatte muss man sagen “Ja” es hat sich niemand richtig gekümmert und Zeuthener Bürgern wurde sogar im KaWe-Kurier als Leserbrief empfohlen an den Sentenberger See zu ziehen (da hätte man die Ruhe, die man sich wünsche). Wildau war damals soweit mir bekannt gar nicht in der FLK vertreten “weil nicht betroffen”. Diese Positionen haben sich nunmehr geändert, wie die beiden Bürgermeisterrinnen bei dem Treffen in Zeuthen zu Protokoll gaben. Wie gesagt, es muss doch noch “Optimierungspotential” für die Südflieger geben, die den Fleischerhaken nutzen. Die FBB nutzt (bzw. empfiehlt) auch das Noise Abatement (level 1) also den steilen Anstieg um Höhe zu gewinnen, weil es wie Sie schrieben zu einer deutlichen Entlastung kommt, wenn Höher geflogen wird. Eine Abkurvung auf der Hoffmankurve anstelle der Nutzung des Fleischerhakens sollte bei 30% der Flüge möglich sein, was eine deutliche Minderung des Dauerschalls in den Randgebieten von Schulzendorf und Zeuthen bedeutet und eine fast vollkommene Entlastung von Wildau und KW. Danke nochmal für die Infos verbunden mit der Frage, ob nochmal “nachjustiert” wird oder nun alles in Stein gemeisselt ist. MfG S. Paul

  9. Marcel A. Hoffmann
    12. Oktober 2021 at 12:18

    @ siegfried paul

    Guten Morgen Herr Paul,
    hier gern einige Informationen aus der Vergangenheit und als Basis für das Nachdenken über die Zukunft.

    Die sogenannte Hoffmannkurve ist ja die Rechtskurve, die auf der Piste 07R bei Ostwind entlang der Autobahn Richtung Schönefelder Kreuz und dann weiter zu westlichen Zielorten geflogen wird. Meine seinerzeitige Vorlage an die Fluglärmkommission (FLK) beinhaltete die Anregung zu prüfen, ob für Destinationen im Süden nicht auch geradeaus nach Süden eine lärmarme Route über die Rieselfelder geflogen werden könnte. Dieser Aspekt wurde, wenn ich mit recht erinnere, von den Behördenvertretern DFS/BAF in der FLK abgelehnt mit Hinweis auf ein Sicherheitsrisiko einer potentiellen Kollision mit dem Anflugverkehr auf den BER und auf Tegel. Hierzu ist auch ein Prozess vor dem OVG in Berlin geführt worden, bei dem die Richter die Auffassung von DFS/BAF unterstützt haben.

    Die Linkskurve Richtung Osten, von Ihnen Fleischerhaken genannt, ist seinerzeit von den Behörden vorgeschlagen und ohne Gegenstimmen der Vertreter von Königs Wusterhausen in der FLK genehmigt worden.

    Aus heutiger Sicht sind mehrere Aspekte zu berücksichtigen.

    Zum Einen leiten nach diversen Gesprächen mit der DFS die hiesigen Fluglotsen jetzt die startenden Flugzeuge grundsätzlich bis ans Ende der Piste, so dass die volle Bahnlänge von 4.000m für den Start zur Verfügung steht. Diese Praxis führt dazu, dass die Flugzeuge zum Beispiel über dem Achenbachkrankenhaus 500 bis 600m höher fliegen als bisher, ich habe dort am Sonntag 1.200 bis 1.800m Flughöhe gemessen. Das ist gehört und gemessen merklich weniger laut als bisher. Ihre Beobachtung, dass die Kurve nicht eingehalten wird, kann ich ganz aktuell jedenfalls nicht mehr bestätigen, die Flugaufzeichnungen belegen dies – allerdingsgibt es immer wieder mal einen Piloten, der den Wodka vor dem Start zu trinken scheint und nicht erst in Moskau.

    Andererseits, da die Flugzeuge aus der Hoffmannkurve jetzt deutlich höher als bisher am Schönefelder Kreuz ankommen und ausserdem der Flugverkehr nach Tegel entfallen ist, könnte die Risikosituation der Route über die Rieselfelder überprüft werden.

    Ihren Gedanken, die Startbahnen in Orientierung an die Zielorte zu nutzen, haben wir 2012 im Detail in die FLK eingebracht. Das Ergebnis ist eine Frage der Zuständigkeit und recht einfach zu beschreiben: Ab dem Zeitpunkt, wo das Gummi der Flugzeugreifen den Asphalt berührt und bis zu dem Zeitpunkt, wo der Reifen nicht mehr auf dem Asphalt ist, ist die Flughafengesellschaft (FBB) zuständig, also auch für das sogenannte „Bahnmanagement“. Wichtig: damit entfällt auch die Zuständigkeit der FLK für diese Frage, sie könnte allenfalls noch Anregungen geben.

    Ich hoffe, dass meine Zeilen etwas weiter geholfen haben.

  10. siegfried paul
    11. Oktober 2021 at 21:05

    Guten Tag Herr HOFFMANN (Vater der Kurve),

    mit welcher Begründung hat man eigentlich damals Ihren Vorschlag abgelehnt nach dem 90 Grad Knick nicht weiter entland der Autobahn über die ehemaligen Rieselfelder entlang der BAB zu Fliegen ? Waren es “Kostengründe” ? Diese fallen ja nunmehr im neuen Fahrwasser des Klima- und Menschenschutzes weg (nach der letzten Wahl). Die Hoffmannkurve an sich ist ein sehr guter Vorschlag gewesen, aber der s.g. “Fleischerhaken” erschließt sich vielen Menschen noch nicht. Der ist das größte ÜBEL, weil am über weite Teile Schulzendorfs, Zeuthens , Wildaus und vor allem Königs Wusterhausen fliegt und hier sogar noch über das Achenbach KKH ! Auch dort gibt es Kitas, das Seniorenheim und vor allem die Stadt Königs Wusterhausen. Der Irrsinn ist, wenn bei Ostwind der “Fleischerhaken” geflogen wird und danach gen Süden oder Süd-Ost abgebogen wird, dann zerschneidet man tatsächlich den Bereich Wildau- Königs Wusterhausen, wo mittlerweile genauso viele Menschen leben wie beim 15 Grad Knick. Sehen Sie nicht eine Möglichkeit, dass die Hoffmannkurve bei Ostwind mit Destination West, Süd-West und Süd geflogen wird und bei Destination Nord oder Nord-Ost erst einmal ein Anstieg des Flugzeuges entlang der Autobahn erfolgt und dann erst eine Richtungsänderung ? Was spricht gegen dieses Argument? Warum kann man nach Osten (also Destination Nord und Ost) die Flugzeuge nicht einfach auf die Nordbahn leiten? Gem. Presse soll dies ja für große Maschinen irgendwann der Fall seon. Warum nicht für ALLE ? Hat Easyjet eine Kuhhandel mit der FBB betrieben ? Ihre Ansätze sind sehr gut, aber gerade RYANAIR und WIZZAIR zeigen, dass man die Kurven fast regelmäßig nicht halten wird oder kann oder will ! Irgendwann sind die alten Boeings ja weg, wir dann aber auch leider schon (auf dem Friedhof). Keine Ahnung wie lange der verrückte Ire seien alten Maschinen nutzen will. Die A320 etc. sind alle in der Lage korrekt zu fliegen, aber Ryanair ist ja noch schlimmer als Easyjet, die wahrscheinlich durch die Augustaktion ein “Taxientgelt” sparen werden (bei Vollbetrieb …. soll heißen, sie wollen immer von der Nordbahn starten). Also nochmal die Frage, warum nicht über die Rieselfelder ???? Danke vorab für eine Info!

  11. TRM
    11. Oktober 2021 at 20:59

    Moin zusammen,

    ich muss auch sagen, dass ich froh über das Ergebnis mit Easyjet bin, denn es ging ja hier nicht darum, die falsch Positionierung des Flughafen oder den mangelnden Schallschutz zu erörtern (über beide Punkte ärgere ich mich auch!), sondern ein spezifisches Problem zu lösen: Easyjet soll die Hoffmann Kurve nutzen. Das hat bis auf einen ausgelasteten Flieger auch sehr gut geklappt und diese wurde sauber geflogen. Daher danke ich ebenfalls allen, die konstruktiv und aktiv mitgewirkt haben und dem Schulzendorfer, der hier den Druck durch Präsenz erhöht hat (weiter so!).
    Trotzdem sollten wir alle stets dran bleiben und auch British Airways und TAP auf die Finger klopfen, denn beide halten sich aktuell nur bedingt dran, auch wenn es aufgrund der wenigen Abflüge weniger auffällt. Lassen Sie uns wachsam sein!
    Eine Frage die sich dem anschließt: Was war denn nun eigentlich genau die Lösung, welche die DFS mit Easyjet erarbeitet hat? Was wurde geändert damit die Maschinen es schaffen: etwas technisches oder nur die Einstellung von Easyjet?

  12. Bürger zweiter Klasse
    7. Oktober 2021 at 20:18

    Nix ist, kaum ist Ostwind, fliegen sie wieder. u.a. Turkish Airlines, mittlere Propeller-Dinger, Kleinflugzeuge. Klasse

  13. Marcel A.Hoffmann
    7. Oktober 2021 at 18:35

    Bravo, Schulzendorfer.de! So sieht sachlicher kompetenter Journalismus aus. Man muss eben auch anerkennen können, wenn Zusagen eingehalten worden sind.
    Erinnern wir uns an die Schreckensmeldungen im August, die diversen Veranstaltungen und die kritischen Artikel, nicht nur im Schulzendorfer.de? Und an die vielen Kommentare voller Angst und Zorn, was auf uns zukommt?
    Jetzt sind wir wohl aus dem dunklen Tunnel raus und in dem Artikel werden die wesentlichen Ergebnisse zutreffend aufgelistet.
    Schulzendorfer.de hat uns weit über unsere Ortsgrenzen hinaus unterstützt. Dafür sage ich an dieser Stelle gern danke!
    Wäre es nicht schön, wenn auch die zahlreichen Kommentatoren sich an dieser Stelle anschließen würden?
    Beste Grüße, Marcel A. Hoffmann

  14. galle
    7. Oktober 2021 at 12:21

    Nachgetreten : Die DFS macht gar nichts für die Schwerstbetroffen, obwohl sie könnte. Darüber sollte man der Schulzendorfer berichten !- anstatt hier Blumen zu verteilen.

  15. Galle
    6. Oktober 2021 at 17:05

    Augenwischerei!!!!!

  16. Nobse
    6. Oktober 2021 at 16:31

    Hat Ihnen Frau Jana Schimke eigentlich zugestimmt, dass Sie Ihre Facebookbilder ohne Quellenangabe verwenden dürfen?

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