Hoffmann-Kurve: Ein easyJet-Pilot packt aus

26. August 2021
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Die Mitteilung der britischen Fluggesellschaft easyJet, vorerst die sogenannte Hoffmann-Kurve nicht mehr zu fliegen, hat unter Bürgern und Lokalpolitikern der Region ein Beben von Protesten ausgelöst.

(Symbolbild)
(Symbolbild)

Jetzt hat sich ein anonymer Verkehrspilot von easyJet an den Schulzendorfer gewandt. Für den Kurven-Boykott gab er Probleme beim Flight Management Systeme (FMS), das ist ein elektronisches Hilfsmittel für die Flugsteuerung und –navigation, an.

Der Pilot wörtlich: „easyJet hat die Kurve ausgesetzt, weil das FMS bei sehr hohem Abfluggewicht zu früh den 180 Grad Turn einleitet.“

Also scheinen die Maschinen von easyJet doch nicht so “State of the Art”, auf gut Deutsch, auf dem neusten technischen Stand, zu sein. Ein Experte dazu: Entweder harmonieren Soft-und Hardware nicht miteinander oder es liegt ein Problem bei der Programmierung vor.

Bleibt die Frage, wie es die Briten von November 2020 bis vor wenigen Wochen schafften, die Kurve zu fliegen.

Der Pilot wirft anderen Airlines indirekt vor, das Leben der Passagiere aufs Spiel zu setzen:  „Wenn easyJet die Hoffmann-Kurve nicht fliegt und andere Gesellschaften dies tun, wird die Sicherheit kompromittiert.“ – Ein Affront gegen alle Fluggesellschaften.

Eigentlich hatte sich zum heutigen Krisengipfel easyJet-Chef Erler angesagt, kurzfristig jedoch abgesagt. Viele unbequeme Fragen werden also unbeantwortet bleiben.

9 Responses to Hoffmann-Kurve: Ein easyJet-Pilot packt aus

  1. Berthold
    13. Oktober 2022 at 10:42

    Easyjet hat Intersection-Starts (verkürzte Starts) durchgeführt. Für solche Intersection-Starts, die, da vermeidbarer Lärm entsteht, sowieso ordnungswidrig sind, ist die Hoffmann-Kurve nicht berechnet worden. Es gibt allerdings immer noch Fluggesellschaften, die Intersection-Starts auch auf der Südbahn durchführen und dann die Hoffmann-Kurve weit östlicher als gedacht fliegen.

  2. Gerdi-Bär
    29. August 2021 at 13:33

    Als regelmäßiger Nutzer von Flügen von easyJet bin ich der Fluggesellschaft sehr dankbar, das mann Probleme beim Start noch rechtzeitig erkannt hat
    und dadurch die Sicherheit der Passagiere vorrangig bewertet hat.

  3. Galle
    28. August 2021 at 08:48

    @ Ralph Seit gestern Mittag bis jetzt haben wir überwiegend Winde zwischen 340 ° zbnd 160 ° bei 4 KT. Die Flugsicherung kann bei der Winstärke variabel festlegen, wie geflogen wird. Es ist aber nicht der FAll, dass eine Lastverteilung auf die Betroffene westlich und östlich des FH erfolgt. Eine Diskussion bringt bei diesen Politikern, Bürgern und Verantwortlichen überhaupt nichts. Wir sind hier nacht unter Wölfen- man kann auch von Willkür schreiben und einige klatschen noch demokratischen Beifall.

    Eigetntlich muß man Easy- Yet dankbar sein- sonst würde über das Thema Fluglärm überhaupt nicht mehr gesprochen.

  4. Galle
    28. August 2021 at 08:20

    Airbus Flug PLM 359p am 27.8.22 um 17.44 Xq 662 um 18.16 Uhr sind aber weder h Kurve noch 15 Grad geflogen. Sie gerade aus geflogen, so wie ok ntu, TC fbo oo-ssq am 22.8. und nun ? am

  5. Hans Martin
    27. August 2021 at 23:41

    Ein paar Anmerkungen zu den Kommentaren hier:
    1) Geradeaus starten wie hier gefordert wird, geht nicht, da im geplanten parallel Betrieb der Sicherheitsabstand (seperation) nicht gewahrt werden kann. Daher der 15 Grad Knick.

    2) easyJet fliegt nicht irgendwie sondern eine der beiden zuvor festgelegten Abflugrouten. Die haben sie sich nicht ausgesucht, die wurden so festgelegt.

    3) Warum konnte easyJet das vorher und jetzt nicht mehr? Wir haben Corona. Die Flieger waren vorher fast leer. Das Problem trat erst mit zunehmender Auslastung auf. Jetzt wo die Maschinen wieder voll mit Urlaubern sind, wird das Problem erst deutlich.

    Ich bin ehrlich gesagt froh, das Easyjet ehr den sicheren Weg wählt, bis das Problem gelöst ist, anstatt das vielleicht irgendwas passiert und dann ist das Gebrüll plötzlich groß.

  6. Airbus
    27. August 2021 at 22:40

    @Oliver weil es keine Geradeausroute gibt.

  7. Ralph
    27. August 2021 at 17:38

    Jetzt wird wieder diskutiert, dass Eichwalde und Zeuthen stärker von Fluglärm betroffen wird. Es wird aber vergessen, dass auch unter der Hoffmannkurve viele Anwohner unter Fluglärm leiden müssen. Das Problem ist und bleibt der Standort und den kann man leider nicht mehr ändern. Wir sollten mehr über die Verteilung des Fluglärmes reden oder noch besser die wechselseitige Start bzw. Landebahn, wie sie jetzt proktoziert wird auch bei Volllastbetrieb beibehalten. So hat fast jeder Lärmpausen, ob mit monatlichen oder wöchentlichen Wechsel, das sollte jetzt besprochen werden.
    In London wird dieser Wechsel seit Jahren erfolgreich praktiziert.

  8. Oliver
    27. August 2021 at 14:42

    Wenn Easyjet mit seiner Technik keine Kurven fliegen kann, dann frage ich mich warum nicht einfach geradeaus gestartet wird…
    Habe gestern im TV erfahren, daß diese 15° Kurve bedeutet, daß ca. 30.000 Menschen mehr verlärmt werden…
    Dachte nicht, daß es so viele sind, also die Kurve über die Orte ist wirklich unsinnig und unnötig !

  9. KARO
    27. August 2021 at 08:11

    wann wird der fluggesellschaft vom land die starterlaunis entzogen? geht geld vor gesundheit? ein nicht ordentlich funktionierendes System zu nutzen ist eine Frechheit.

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