“Ich möchte, dass es meinem Kind gut geht.” - Simone Schmidt (*) kämpft gemeinsam mit anderen Müttern gegen die Abschiebung ihrer Tochter aus der Kita Löwenzahn.

3. September 2010 um 06:29 Uhr

Saskia(*), ein sehr sensibles und schüchternes Mädchen, ist fünf Jahre alt und fühlt sich in der Kita Löwenzahn sehr wohl. Vor Kurzem trennten sich die Wege ihrer Eltern. Mit ihrer Mutti zog sie nach Zeuthen. Dieser Umstand setzte die Verwaltungsmaschinerie in Gang. Schließlich kann nur ein Schulzendorfer Einwohner einen Kitaplatz im Ort beanspruchen. Die Verwaltung kündigte deshalb den Platz von Saskia in der Kita Löwenzahn auf.

“Saskia hat geweint als sie hörte, dass sie die Kita verlassen soll. Dabei hat sie sich in der Gruppe so glücklich gefühlt. Ich habe Angst, dass ihr der Kita - Wechsel auf die Psyche geht.”, befürchtet Simone Schmidt.

Gegen die Absichten der Gemeinde formierte sich der lautstarke Widerstand der Mütter. “Es ist unglaublich was hier in Schulzendorf in Sachen Saskia geschehen soll.”, bekannte Ramona Brühl, eine der Initiatorinnen des Protestes gegen die  Vorgehensweise der Schulzendorfer Verwaltung. Das Kind habe in der Kita feste Freundinnen und ist anerkannt. Nach Ansicht von Brühl kann Saskia gerade dort die Wirkungen der Elterntrennung meistern. Auch die Leitung der Kita Löwenzahn soll sich wegen psychologischer und pädagogischer Bedenken gegen einen Wechsel von Saskia in eine andere Einrichtung ausgesprochen haben.

In der Kita Löwenzahn hingen gestern Protestplakate: “Saskia, Wir kämpfen für Dich!!!!!!!!!!!! Deine Kinder und unsere Eltern!!!!!!”

Bürgermeister Markus Mücke äußerte sich in der brisanten Angelegenheit noch am späten Donnerstag Abend. “Die Gemeinde Schulzendorf bietet Schulzendorfer Kindern einen Kitaplatz entsprechend des Rechtsanspruchs nach dem Kitagesetz. Kinder, die sich vorwiegend in anderen Gemeinden aufhalten und dort ihren Lebensmittelpunkt haben, können in Schulzendorf einen Kitaplatz bekommen, wenn in Schulzendorf ein Platz frei ist und die Heimatgemeinde die Kosten übernimmt.”, so das Gemeindeoberhaupt.

Mückes Position sollte den Protestlerinnen Rückenwind geben. Denn in der Kita Löwenzahn sind nach noch Plätze frei. Saskia kann optimistisch sein! Hoffentlich hat Schulzendorfs Verwaltung noch ein HERZ für KINDER!

(*) Name geändert

Katastrophenbaustelle Butze: Für die Beseitigung der Wasserschäden muss die Verwaltung Geld in die Hand nehmen. Wer trägt dafür die Verantwortung - Niemand?

2. September 2010 um 10:07 Uhr

Im Zusammenhang mit den Schäden in der Butze wurden viele Fragen laut. Wofür muss eine Baufirma bei schlechten Witterungsverhältnissen sorgen? Welche Verantwortung trägt der Auftraggeber für Leistungen, die in einer Schlechtwetterperiode ausgeführt werden. Die Redaktion nahm das zum Anlass und sprach mit dem Baurechtsexperten, Rechtsanwalt Heribert Hennig aus Berlin. Seit vielen Jahren steht er privaten und gewerblichen Bauherren erfolgreich zur Seite, wenn es um das Bauen geht.

Herr Hennig, wenn ein ganz erheblicher Wasserschaden an einem Gebäude eintritt, weil offensichtlich bei einer Dachsanierung unzureichende Schutzmaßnahmen getroffen worden sind, dann muss doch jemand dafür einstehen, oder?

Man denkt da natürlich zuerst an den Bauunternehmer. Grundsätzlich ist es aber so, dass der Bauunternehmer nur die Arbeiten schuldet, zu denen er sich durch Vertrag verpflichtet hat. Bei der Sanierung eines Daches, sind das zunächst nur die Arbeiten, die unmittelbar für die Errichtung des neuen Dachs erforderlich sind, also u.a. die Abnahme des alten und die Errichtung des neuen Dachs in der vereinbarten Bauzeit und mit den vereinbarten Materialien. Allenfalls Nebenpflichten können den vereinbarten Leistungskatalog erweitern.

Wie ist es denn nun genau? Wenn ein Dach saniert wird, die Ziegel abgenommen sind, wer ist eigentlich für den ausreichenden Schutz des Bauwerks vor Regenwasser verantwortlich?

Sie erwarten jetzt eine einfache Antwort. Aber die gibt es in rechtlichen Dingen oft nicht. Um das Problem zu verstehen, braucht man zumindest ein grobes Verständnis von einem Bauvertrag. Dort wird vereinbart, welche Arbeiten der Bauunternehmer, wo und mit welchen Materialien auszuführen hat. Daneben finden sich noch u.a. Angaben zur Bauzeit, zu Sicherheiten, Vertragsstrafen und Abschlagszahlungen. Schutzmaßnahmen gegen Witterungseinflüsse werden allerdings leider eher selten vereinbart. In aller Regel werden aber die VOB Teil B und mit ihr auch die VOB Teil C in den Bauvertrag einbezogen.

Und was sagen die VOB Teil B u. C über Schutzmaßnahmen bei Dachsanierungen aus?

Die VOB Teil B selbst nicht viel, aber die VOB Teil C, also die sog. Allgemeinen Technischen Vertragsbedingungen für Bauleistungen (ATV), macht präzise Vorgaben. So schreibt die ATV Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten - DIN 18338 vor, dass Maßnahmen zum Schutz vor ungeeigneten klimatischen Bedingungen eine besondere Leistung ist. Auch die Errichtung eines Notdaches ist eine besondere Leistung.

Und was bedeutet hier “Besondere Leistung”?

Der Bauunternehmer muss besondere Leistungen zum vereinbarten Preis nur dann erbringen, wenn sie in dem Leistungsverzeichnis des Bauvertrages bereits besonders erwähnt wurde. Andernfalls kann er nur gegen Gewährung einer Mehrvergütung verpflichtet werden, die besondere Leistung zu erbringen. Man spricht dann von einem Nachtrag.

Ist denn wirklich jeder Witterungsschutz gleich eine “Besondere Leistung”?

Nein, das Sichern der Arbeiten gegen Niederschlagswasser, mit dem normalerweise gerechnet werden muss, und seine etwa erforderliche Beseitigung, gehört zu den Nebenleistungen. Diese sind dann auch ohne gesonderte Erwähnung im Bauvertrag zu erbringen und lösen keinen Mehrvergütungsanspruch aus.

Es kommt also maßgeblich darauf an, in welcher Jahreszeit die Dachsanierung stattfinden soll?

Richtig, wenn in Zeiten mit schlechtem Wetter, also bei dauernder Feuchtigkeit und Nässe oder gar bei Eis und Schnee die Dachsanierung stattfinden soll, dann ist klar, dass besondere Leistungen anfallen werden. Bei gutem Bauwetter muss jedoch der Dachdecker auf eigene Kosten, eine Sicherung der Baustelle gegen Niederschlagwasser vorhalten.

Welche Verantwortung für angemessene Wetterschutzmaßnahmen tragen der Auftraggeber bzw. der Bauleiter?

Der Auftraggeber muss in erster Linie die finanziellen Mittel bereitstellen, um die Wetterschutzmaßnahme, die ihm sein Bauleiter oder der Bauunternehmer zu empfehlen haben, beauftragen zu können. Der Architekt bzw. der Bauleiter wiederum schulden dem Auftraggeber einen rechtzeitigen Hinweis, dass die bauseits vorhandenen Sicherungsmaßnahmen nicht oder nicht mehr ausreichen.

Wie verhält es sich mit der Haftung, wenn es bereits zu einem Schaden gekommen ist?

Sie hängt von der eigentlichen Schadensursache ab. War die Sicherung gegen Niederschlagswasser bereits durch den Architekten schlecht geplant, kann er sich neben dem Bauunternehmer gegenüber dem Bauherren schadenersatzpflichtig gemacht haben. Allerdings muss sich der Bauherr bei der Inanspruchnahme des Bauunternehmers wegen Planungsfehler seines Architekten, ein Mitverschulden anrechnen lassen. Sind hingegen die ordnungsgemäßen Pläne des Architekten lediglich fehlerhaft umgesetzt worden, dann haften der Bauleiter und der Bauunternehmer dem Bauherren grundsätzlich gesamtschuldnerisch für den eingetretenen Schaden.

Wenn starker Wind die Planen wegreißt und es dann zu Wasserschäden durch starke Regenfälle kommt, zählt das zu höherer Gewalt?

Höhere Gewalt kann also nur ein unabwendbares Ereignis sein. Es scheiden alle Witterungseinflüsse während der Ausführungszeit als höhere Gewalt aus, mit denen der Bauunternehmer bei Abgabe seines Angebots normalerweise rechnen musste. Es kommt also entscheidend darauf an, zu welcher Jahreszeit das Bauvorhaben durchgeführt wird. Nicht jeder starke Wind ist also gleichzusetzen mit höherer Gewalt.

Das Interview führte Gerlinde Sauer

Leser fragten nach!

31. August 2010 um 05:00 Uhr

Die Redaktion Schulzendorfer.de erhielt zum Artikel ” Straßenausbau kostet über 9 Millionen Euro!” zahlreiche Anfragen. Leser wollten wissen wie es sein kann, dass Zahlen einer Submission veröffentlicht werden, von denen Schulzendorfs Bürgermeister Markus Mücke behauptet, dass die Angebote erst ausgewertet werden müssen.

Es gibt in Deutschland Firmen, die bundesweit zu allen öffentlichen Ausschreibungen intensiv recherchieren. Eine von Ihnen ist das Unternehmen InfoBau-Münster. Im Regelfall liegen ihr die Ergebnisse von Submissionen bereits wenige Stunden nach Angebotseröffnung vor. Die erhalten sie von den Baufirmen, die oft für öffentliche Auftraggeber arbeiten und zum Kundenstamm des Unternehmens zählen.

Laut der Verdingungsordnung für Bauleistungen (VOB) sind offizielle Stellen und Ämter angehalten, Daten von Submissionen keinen Dritten zugänglich zu machen, sondern nur Bietern und ihren Bevollmächtigten. Nicht einmal Gemeindevertreter dürfen sie erfahren.

Die recherchierenden Unternehmen, wie InfoBau Münster können dagegen alles veröffentlichen, was von Amts wegen nicht veröffentlicht werden darf. Sie unterliegen dem Presserecht und nicht  den strengen Regeln der VOB. Das diese Praxis auf Kritik der öffentlichen Auftraggeber stieß ist durchaus verständlich. Sie wurde in der Vergangenheit mehrfach höchst richterlich überprüft und für rechtens befunden.

“Das Bundeskartellamt freut sich sogar über solche Veröffentlichungen, weil damit ein bisschen mehr Transparenz erzeugt wird. Denn schließlich sind es Steuergelder um die es geht. Und wie die verwendet werden ist im allgemeinen Interesse.” sagte der Geschäftsführer von InfoBau Münster, Dirk Siemers.

Im Genießertempo auf Entdeckungstour!

30. August 2010 um 05:59 Uhr

Traditionell lädt der Verein zur Wiederherstellung der Patronatskirche jährlich im August zur Landpartie per Pedale ein. Zum siebenten Mal trafen sich am letzten Samstag knapp 30 Rad - und Kulturfreunde um Sehenswertes in den Nachbargemeinden zu erkunden, einige weniger als im Jahr zuvor.

Aber nicht nur die nassen Witterungsverhältnisse waren ein Grund dafür, dass die Pilgergruppe etwas kleiner war. “Es ist in diesem Jahr auch kein Wahlkampf, da fehlen der eine oder andere Rad- und Tandemfahrer!” merkte Dr. Herbert Burmeister, Mitglied im Patronatskirchenverein, mit einem verschmitzten Lächeln an.

In der Vergangenheit besuchten die Freunde der Landpartie viele Kirchen in den Nachbargemeinden. Niederlehme, Wernsdorf, Ragow, Wilau, Mittenwalde, jede hatte etwas Besonderes zu erzählen. Am Samstag nahmen die Radler die Gotteshäuser in Bohnsdorf und Schönefeld in das Visier.

Hans Behrendt, von der Bohnsdorfer Kirche berichtete von einem spektakulären Ereignis, welches das Gotteshaus ereilte. 1956 stürzte ein zweimotoriges Transportflugzeug auf die Kirche. Ihr Turm und eine große Scheune waren zerstört. Später wurde sie liebevoll restauriert. Behrendt berichtete über ein Wortbanner an der Kanzel der Kirche. Dort stand geschrieben: „Seid Täter des Worts und nicht Hörer allein, wodurch ihr euch selbst betrügt.” Zu Zeiten der DDR hielt man so etwas für anstößig, es wurde überstrichen. Heute sind die Worte in Goldschrift wieder hergestellt.

Ebenso spannend verlief die Erkundung in der Schönefelder Dorfkirche. Manfred Mikoleit war fast ein Vierteljahrhundert im Gemeindekirchenrat, er berichtete über die Glockengeschichte und über das Geschlecht der Adelsfamilie von Wrede. Sie ist die in der der Gruft der Kirche beigesetzt, die, geht es nach dem Wunsch von Mikoleit, möglichst bald restauriert werden soll.

Eines haben Kirchen, ob in Schönefeld oder Schulzendorf gemeinsam. Sie leiden unter Finanzproblemen. Denn Erhaltung und Restaurierung sind nun mal nicht für wenige Euro zu bekommen. Davon kann Heidi Burmeister vom Schulzendorfer Patronatskirchenverein ein Lied singen. Die Wiederherstellung der Malerei an der Triumphbogenwand der Kirche kostet allein rund 10.000 Euro. “Um solche Restaurierungen zu realisieren sind wir permanent auf Spenden angewiesen. Ohne sie geht nichts. “, so Burmeister.

Nach knapp 6 Stunden neigte sich die 28 Kilometer lange Landpartie dem Ende zu. Bei der Zielankunft an der heimatlichen Patronatskirche waren die Tische festlich gedeckt. Frisch gebrühter Kaffee und hausgebackener Kuchen luden die Radler der Erlebnistour zum Resümieren und zum Gedankenaustausch ein. “Es war wieder ein Erlebnis die Kirchen in Bohnsdorf und Schönefeld zu erobern. Die Regenschauer haben uns dabei nicht abgeschreckt.”, berichtete Bärbel Becker.

Am 12. September lädt übrigends der Patronatskirchenverein Schulzendorfer und Kulturinteressierte zum Tag des offenen Denkmals ein. ” Wir planen eine Ausstellung über den bekannte Kirchenmaler Robert Sandfort und über die Taufengel.”, verriet Heidi Burmeister schon einmal vorab. (IRRO)

Rita Koppe sagte Ade!

29. August 2010 um 20:34 Uhr

Schulzendorfs stellvertretende Bürgermeisterin Rita Koppe geht in den Ruhestand. Viele Jahre nahm die Berlinerin an der Entwicklung der Gemeinde teil. Am Freitag verabschiedete sie sich in der Patronatskirche. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Amt, Freunde, Bekannte und ausgewählte Gemeindevertreter waren auf Einladung erschienen und zollten der Beigeordneten Anerkennung für ihre Arbeit.

Hurra, ich bin ein Schulkind…

28. August 2010 um 09:44 Uhr

….so erklang es letzten Samstag für die neuen 46 Erstklässler der Grundschule Schulzendorf. Festlich gekleidet betraten sie aufgeregt, unter dem Blitzlichtgewitter ihrer Familien, die Mehrzweckhalle. Schulleiter Frank Freese begrüßte die Jüngsten.

Die ABC-Schützen lauschten mit ihren Eltern, Geschwistern, Omas und Opas dem wunderschönen Programm, das ihnen die Schüler der 2. und 4. Klassen boten. Nicole Regin und Theresa Kapias hatten diese mitreißende Inszenierung bereits Wochen zuvor mit den kleinen Darstellern eingeübt. Mit passenden Liedern und Gedichten wurden die Kinder auf die Schule eingestimmt. Fast jeder wippte auf seinem Stuhl mit, als die 4b zum ABBA Hit „Mamma Mia!” tanzte. Bei dem Lied „Ich fass’ an meine Nase und an meine Ohren…” machten auch die kleinen Schüler, trotz aller Aufregung fröhlich mit.

(Foto: Mollenschott)

Die vielen ehrenamtlichen Helfer im Hintergrund sorgten für ein reibungslosen Ablauf der Einschulungszeremonie. Die Einradtruppe - eine Arbeitsgemeinschaft der Grundschule - wird mit ihrer tollen Showeinlage wohl allen in besonderer Erinnerung bleiben. Während die Schulanfänger ihre erste Schulstunde hatten, warteten ihre Eltern und Großeltern gut versorgt durch den Getränkestand des Fördervereins „Verein macht Schule e.V.”.

Traditionell erhielt jedes Kind einen Luftballon aus der riesigen Luftballontraube mit auf den Heimweg. Damit hieß der Förderverein  die neuen Schulanfänger herzlich willkommen. Bleibt den Kleinen zu wünschen, dass sie sich immer an der Schulzendorfer Schuhle wohl fühlen! (Claudia Mollenschott)

Straßenausbau kostet über 9 Millionen Euro!

26. August 2010 um 14:43 Uhr

Anfang 2010 wurde durch das Planungsbüro Hyder eine Kostenschätzung des Straßenausbaus in Höhe von 9,25 Millionen Euro vorgenommen. „Die europaweite Ausschreibung wird noch günstigere Konditionen erbringen,” darin war sich der damalige Bürgermeister Dr. Burmeister sicher. Auch das neue Gemeindeoberhaupt Markus Mücke vertrat diese Ansicht. ” Ich gehe auch davon aus, dass das große Projekt günstiger als viele kleine Projekte sein wird.”, meinte Mücke.

Seit zwei Tagen liegen die Angebotszahlen der Bieter, die sich für den Ausbau der 16 km langen unbefestigten Straßen bewarben, auf dem Tisch. Das günstigste Angebot in Höhe von 9,2 Millionen Euro gab die Bietergemeinschaft B&K Verkehrs - und Wirtschaftswegebau aus Halbe, RAKW aus Wildau und TRP aus Falkensee ab.

“Es ist so gekommen, wie wir es prophezeit haben. Es kommen Anliegerbeiträge auf uns zu, die nicht tragbar sind.” sagte Jörg Urban von der Interessengemeinschaft - Bezahlbare Straßen für Schulzendorf.

In einer ersten Reaktion zeigte sich Bernd Puhle, Fraktionsvorsitzender des BürgerBündnis freier Wähler, vom Ausschreibungsergebnis schockiert. “Wir müssen jetzt darum kämpfen, dass das gesamte Straßenausbauprojekt abgebrochen wird.”, so Puhle.

Ergebnis der Submission:
1. Bietergemeinschaft: B & K Verkehs-und Wirtschaftswegebau, Halbe; RAKW, Wildau; TRP, Falkensee  9.207.865 € 2. Bietergemeinschaft: Beton & Rohrbau, Potsdam; Trapp Infra,Berlin 9.343.213 € 3. Schielicke, Beelitz, 9.664.676 € 4. Stradeck, Mühlenbeck, 10.501.389 € 5. GP Verkehrswegebau, Potsdam, 10.562.216 €

Eklat im Sozialausschuss: Schulzendorfer Bauamt stand in der Kritik! - Kommt ein Untersuchungsausschuss?

25. August 2010 um 00:21 Uhr

In der übliche Fragestunde an die Gemeindeverwaltung kam es in der gestrigen Sitzung des Ausschusses Soziales, Bildung, Kultur und Sport (SBKS) zum Eklat! Der Grund: Die Schäden durch die Baumaßnahmen an Schulzendorfs Kulturstätte “Butze” (Schulzendorfer.de berichtete darüber).

Die Ausschussvorsitzende Winifred Tauche (Die Linke) hatte der Bauverwaltung vorab schriftlich mehrere Fragen zugesandt. Sie sollten eine Antwort zur Verantwortlichkeit für die Schäden in der Butze geben. Tauche prangerte darin nicht nur den unprofessionellen Bauablauf an, sondern auch, dass viel zu spät Maßnahmen ergriffen wurden, um die eingetretenen Schäden zu mindern. “Bauleiter Hedrich hat sich zu wenig gekümmert. Wochenlang ist nichts geschehen, es waren keine Dachdecker und Maurer auf der Baustelle.”, so Ausschussvorsitzende. Ihre Frage, wer denn nun für die Schäden verantwortlich sei, beantwortete Bürgermeister Mücke eindeutig. “Es wird niemand zur Kasse gebeten! Die Gemeindeverwaltung wird die Beseitigung der Schäden in Auftrag geben.”, so Mücke. Da der für die Baumaßnahme geplante Kostenrahmen nicht vollends ausgeschöpft wurde, seien die Mittel dafür vorhanden.

Bürgermeister Markus Mücke stellte sich vor sein Bauamt. Es habe alle Umstände sehr genau geprüft. “Es gibt keinen Anlass anzunehmen, dass Fehler durch die bauausführende Firma vorliegen. Auch der Architekt ist seiner Verantwortung nachgekommen”, erklärte das Gemeindeoberhaupt. Winifred Tauche platzte dann der Kragen. “Ich bin so unzufrieden mit diesen lapidaren Antworten. Ich erwarte auf meine schriftlich eingereichten Fragen qualifizierte Beiträge.”, forderte Tauche. Schützenhilfe erhielt sie von Ines Fricke (Die Linke). Sie warf Bürgermeister Mücke Arroganz bei der Beantwortung der drängenden Fragen vor. “Ihre Antworten sind arrogant. Das ist keine Art, so mit uns umzugehen.”, bemängelte Fricke die Standpunkte des Bürgermeisters.

Auch Joachim Kolberg (CDU) empfand die Antworten von Mücke für unzureichend und nicht konkret. “Wir Gemeindevertreter haben einen Auftrag unserer Wähler. Hierfür müssen wir ihnen Rechenschaft ablegen. Es kann nicht sein, dass mit Steuergeldern so umgegangen wird.”, meinte Kolberg. Er beantragte, dass der SBKS - Ausschuss eine Empfehlung für Bildung eines Untersuchungsausschusses ausspricht. Der soll klären, wie es zu den Schäden kam und wer dafür die Verantwortung zu tragen hat.

Die Ausschussmitglieder vom BürgerBündnis, der CDU und der Linken votierten für ein solches Gremium. Manuela Schulz und Brigitte Basse (beide SPD) enthielten sich der Stimme. Mitarbeiter des Bauamtes nahmen an der Ausschusssitzung nicht teil.

SG Schulzendorf: Heimpleite zum Saisonauftakt!

24. August 2010 um 06:29 Uhr

Die Kicker der SG Schulzendorf starteten mit einer Heimniederlage in die neue Saison. Gegen den MTV Wünsdorf hieß es nach 90 Minuten 2:4.Der  Gästesieg geht insgesamt in Ordnung, Wünsdorf war über weite Strecken die spielerisch bessere Elf.

Beide Mannschaften starteten mit viel Tempo und Intensität in die Partie, so dass sich ein sehr ansehnliches Spiel mit vielen heißen Szenen entwickelte. Schon nach wenigen Minuten nutzten die Gäste einen schnellen Konter über die linke Seite. Böger behielt die Übersicht und schoss aus leicht abseitsverdächtiger Position zur 0:1 Führung ein.

Der Treffer rüttelte die Schulzendorfer wach. Fortan waren die Hausherren bemüht den Takt vorzugeben. In der 14. Spielminute konnte Wünsdorfs Keeper Schiege in einer Eins gegen Eins Situation gegen den flinken Schuffenhauer den Ball nicht festhalten. Der nutzte das eiskalt und schob zum 1:1 Anschlusstreffer ein. Die Gäste suchten weiterhin ihre Chance im Vorwärtsgang, und sie wurden für ihre Zielstrebigkeit belohnt. In der 38. Minute stimmte bei einer Flanke von der rechten Seite die Zuordnung der Grün Weißen nicht. Torjäger Böger ließ Schlussmann Dahlenburg keine Chance und schoss zur 2:1 Führung ein. Schon zwei Minuten später gab es von den Hausherren die prompte Antwort. Lamprecht fasste sich in Strafraumnähe ein Herz und zog aus der Distanz zum erneuten Ausgleich ab. Mit diesem Ergebnis ging es in die Halbzeitpause.

Die Heimelf wirkte nach Beginn der zweiten Hälfte seltsam passiv und überließ den Gästen das gesamte Mittelfeld. Die Wünsdorfer spielten weiter nach vorn und ließen sich nicht von ihrem Konzept abringen. Frühes Vorchecking, robustes Nachsetzen und gutes Kurzpassspiel brachten ihnen leichte Feldvorteile. Ciecelskie (49.) und wiederum Böger (59.) nutzten Fehler in der Defensive der Schulzendorfer und bauten die Führung aus. Die Gastgeber waren zwar bemüht in die Partie zurückzufinden, doch die Wünsdorfer, stark in der Rückwärtsbewegung, wussten die Angriffe spätestens am Sechzehnmeterraum auszubremsen. Bis auf die Chancen von Brendel (72.) und Kapitän Kochale (84.) blieben die Schulzendorfer aber auch in der Schlussphase ohne große Tormöglichkeiten. Kurz vor dem Abpfiff mußte Keeper Dahlenburg vorzeitig zum Duschen. Wegen einer Notbremse sah er völlig zu recht die Rote Karte.

Schulzendorfs Trainer Mike Schuffenhauer kam nicht umhin festzustellen, dass noch viel Sand im Getriebe seiner Elf ist. “Es gab deutliche Abstimmungsprobleme in meiner Mannschaft, die zu krassen Fehlern in der Abwehr führten. Aus dem Mittelfeld kam zu wenig Initiative.”, resümierte Schuffenhauer.

Tore:
0:1 Böger, 1:1 Schuffenhauer, 1:2 Böger, 2:2 Lamprecht, 2:3 Ciecelski, 2:4 Böger

Dahlenburg (2) - Jacob (3), Ebert (2), Knappe (2), Kochale (3), Meyer (3), Lohse (2) (63. T. Rothe (2)), Schuffenhauer (2), Brendel(2), Lamprecht (2), Sommerfeld (3)

(In Klammern: Spielernoten des Trainers)

Reizvolle Flora in Schulzendorf: Jutta Urbanski lud am Wochenende in ihre grüne Oase ein!

23. August 2010 um 06:19 Uhr

Seit 2002 öffnen sich jährlich die Pforten vieler Privatgärten für interessierte Hobbygärtner. Über 20  Schrebergärten zwischen Straupitz und Grossziethen nahmen am 21. und 22. August 2010 an der von Volkshochschule Dahme-Spreewald und Naturpark Dahme-Heideseen initiierten Aktion teil.

In Schulzendorf konnte die grüne Oase von Jutta Urbanski in der Weimarer Straße 70 bestaunt werden.
Über 120 Rhododendronsträucher blühen von April bis Juni bei der Hobbygärtnerin in nahezu allen Farben. Seerosen, Flox, verschiedene Tomatensorten, Kürbispflanzen, Apfelbeeren, Felsenbirnen, Physialis , all das war auf rund 800 qm im Garten von Jutta Urbanski zu bewundern. Kein Wildwuchs etwa, nein, sorgfältig angeordnet und beschnitten. Jede Pflanze braucht Licht und Schatten. Es verkommt auch nichts im Garten, keine Pflanzen- oder Holzreste von alten knorrigen Bäumen. Alles geht wieder wachstumsfördernd an die Natur in Form von Dünger oder Mulch zurück. Die Vielfalt ihrer Gewächse verhindert, dass sich Schädlinge sesshaft machen.

Aber so ein Garten braucht Liebe und Zeit. Wie viel Stunden sie täglich im Garten verbringt konnte die Gärtnerin nicht sagen. “Ich bin immer draußen.”, stellte Urbanski fest. Seit den 70er Jahren pflegte sie den wunderschönen Garten mit vielen schönen Sitzgelegenheiten zum verweilen in jeder Jahreszeit.

Zwei Gartenhäuschen für die Pflanzen, die Schutz im Winter benötigen sind auch vorhanden. In dem einen hält sie inmitten dem Grün oft ein Mittagsschläfchen. Urlaub macht sie keinen, denn wer wird dann den Garten pflegen?

Die gelernte Schneiderin lebt und arbeitet nicht nur für ihren Garten, sie genießt ihn täglich. “Wenn Andere am Abend Fernsehen, gehe ich in meinen Garten und genieße die Vielfalt der Düfte meiner Pflanzen, Sträucher und Bäume.” bekannte die Siebzigjährige. Jutta Urbanski ist davon überzeugt, dass man sich im eigenen grünen Paradies am besten erholen kann. (IRRO)