Abenteuer Schulanbau: Am 6. August 2021 soll alles fertig sein

6. Mai 2020
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Bürgermeister Markus Mücke (SPD – nominiert) haftet nach rund einem Jahrzehnt Amtszeit ein Riesen Makel an. Unter seiner Führung lief nicht ein nennenswertes Bauprojekt ohne Murks, Bauverzug, planerische Pannen und Kostenexplosionen ab.

Er und sein Bauchef Sonntag nehmen nun erneut Anlauf, um ein bedeutendes Großprojekt zu stemmen: Die Schulerweiterung. Diesmal soll alles besser laufen als beispielsweise beim Hortanbau, der mit einer Verspätung von rund einem Jahr übergeben wurde.

Das Planungsbüro hat den Bauantrag für den Schulanbau bereits bei der Behörde eingereicht. Ein Zeitplan wurde aufgestellt. Danach sollen die Bauarbeiten am 19. Oktober 2020 beginnen, zehn Monate später, am 6. August 2021, soll alles fix und fertig sein.

Noch  ist die Art der Vergabeform nicht festgelegt. Zur Wahl stehen die Einzelvergabe (fachlosweise Vergabe) und zum anderen die Generalunternehmervergabe (GU – Vergabe).

So soll der Schulanbau aussehen. (Foto: Screenshot, Öffentliche Präsentation Gemeinde Schulzendorf)

So soll der Schulanbau aussehen. (Foto: Screenshot, Öffentliche Präsentation Gemeinde Schulzendorf)

Das Berliner Planungsbüro gibt der Einzelvergabe den Vorzug, also die Form, die das Rathaus auch bei den Pannen Projekten der vergangenen Jahre wählte. Hauptgrund: „Aufgrund der voraussichtlich niedrigeren Gesamtkosten bei einer Einzelvergabe wird empfohlen, die Bauleistungen gewerkweise zu vergeben.“

Von einer solchen pauschalen Bewertung hält Professor Peter Racky von der Uni Kassel wenig, weil sich bei Bauprojekten sehr viele Einflussfaktoren auf die Baukosten überlagern. „Von daher ist eine generelle Aussage darüber, ob eine Vergabeform kostengünstigster als eine andere ist, nicht möglich.“, so Racky.

Bleibt beim neuen Millionenprojekt allen Beteiligten nur zu wünschen, dass sie diesmal von Pannen, Pech und Pleiten verschont bleiben.

10 Responses to Abenteuer Schulanbau: Am 6. August 2021 soll alles fertig sein

  1. Peter Siegert
    Peter Siegert
    7. Mai 2020 at 12:50

    Es gibt ein russisches Sprichwort, das lautet: Der Geizige zahlt doppelt. Was nützen denn im Losverfahren erhaltene günstige Angebote, wenn es am Ende wie im Fall des Horts ein Jahr Bauverzug gibt? Ein Jahr lang müssen sich die Mitarbeiter der Gemeinde, die Gemeindevertreter, Architekten usw. mit der Baustelle beschäfftigen. Hat denn im Fall des Hortanbaus mal einer nachgefragt, welche Kosten der Gemeinde durch den Verzug entstanden sind? Sechstellig vermute ich. Insofern finde ich es nicht nur unangemessen, sondern unzulässig, dass ein Planungsbüro eine solche Präferierung abgibt. Ich kann @Eichberghörnchen nur zustimmen. Gebt das Projekt in die Hände eines erfahrenen, solventen und erprobten GUs. Der hat doch Möglichkeiten, von denen die Gemeinde träumt. Er kann Aufträge freihändig vergeben, die Gemeinde nicht. Und selbst wenn er teurer als die vielen Anbieter im Einzellosverfahren ist. Er soll doch dafür belohnt werden, wenn er alles nahezu perfekt koordiniert und pünktlich fertigstellt. Die Gemeinde hat doch bewiesen, dass sie in ihrer Regie das nicht kann. Höchstleistungen kann ich nicht zum Sparpreis bekommen.

  2. karo
    7. Mai 2020 at 08:49

    Also Petra meine Bauarbeiter haben kein kühles Bierchen während der Arbeit geschlürft. Es sind nicht ALLE gleich, nur Bürgermeister sind gleicher!!!

  3. Petra
    Petra
    7. Mai 2020 at 08:12

    Ich erinnere mich dunkel, dass der Anbau mit Modulen gebaut werden sollte. Warum wird diese gute Idee nicht verfolgt? Die Module können im Winter gebaut werden, alles automatisierte Produktion, Fehler, wie sie bei Maurern (die schon am Vormittag ein Frisches schlürfen) passieren sind nahezu ausgeschlossen. Und im März wird in 3 Wochen alles aufgestellt.
    Wir müssen so einen stockhäßlichen Kasten nicht akzeptieren. Ich verstehe auch nicht, wieso die Gemeindevertretung das toleriert. Ist da nicht einer dabei, der ein bisschen Geschmack hat? Mich würde auch mal interessieren, wer diesen Schuppen so beauftragt hat. Wieso werden die Meinungen der Bürger bei so einem Projekt nicht berücksichtigt? Zeuthen macht eine Bürgerversammlung zum Schulbau. Bürger können Vorschläge machen, die auch berücksichtigt werden (natürlich nur, wenn sie gut sind). Das nenne ich bürgernahe Politik. In Schulzendorf wird alles im stillen Kämmerlein entschieden und dann auch noch von Menschen, denen meiner Überzeugung nach Kompetenz fehlt. Und so sieht dann auch das Ergebnis aus.
    Falls es jemand interessiert, hier gibt es Bilder von Schulen in Modulbauweise. Die sehen doch richtig schick aus.
    https://www.alho.com/de/gebaeude-bauen/bildungseinrichtungen-bauen/schule-schluesselfertig-bauen/
    Schöne Restwoche allen.

  4. Eichberghörnchen
    6. Mai 2020 at 19:39

    Selbst beim BER hat man dazugelernt und eine GU Vergabe für den Anbau durchgeführt.

  5. Besorgte Mutti
    6. Mai 2020 at 15:22

    Das sieht ja schrecklich aus.

  6. icke
    6. Mai 2020 at 15:18

    Schulzendorf ist ein Dorf, was am BER liegt und nie kapiert, dass es hier genauso abgeht , wie am BER ! Ferner ist die Gemeinde und dieser Bürgermeister nicht in der Lage, etwas für den Erhalt von gemeindlichen Anlagen zutun.

    Geschmachtsverirrungen scheinen weiterhin inn zu sein, dieser Kasten ! Da hätte man auch eine Containerburg bauen können.

    Ergo: Es wird wieder nichts – tippe sogar, die fangen nicht mal an, weil kein Geld da sein wird und auch keine Firma !

  7. Ulf
    Ulf
    6. Mai 2020 at 13:48

    Wie oft dürfen sich denn Herr Mücke und Herr Sonntag noch probieren? Die Bauverwaltung schafft es nicht Tagesaufgaben zu erledigen, will aber so ein Projekt umsetzen. Und von welcher Qualität die Arbeit des Rathauses bei Großprojekten ist, das durften wir beim Hort, der Kita und beim Straßenbau erleben, 80% nur Käse. Und die Gemeindevertreter gucken zu und lassen beide rumwurschteln. Was das Objekt selbst betrifft erinnert mich das an Container. Warum wird für so eine mieserable Lösung überhaupt Geld ausgegeben? Wer hat denn so was bestellt?

  8. Nelly
    6. Mai 2020 at 11:27

    Die Farben sind ja schrecklich. Wer hat sich denn das ausgedacht???? Rote Fensterleibungen und ein häßliches gelb, gehts noch?

  9. Olli
    6. Mai 2020 at 10:43

    Dass die Planer keinen GU wollen ist doch klar. Der würde ja auch die Planung mitmachen und somit ihnen die Arbeit wegnehmen. Man, man, man, fängt der ganze Käse von vorn an :-( :-( :-(

  10. Erdbewohner
    6. Mai 2020 at 10:01

    Haha, ich lach mich jetzt schon schlapp; das wird niemals klappen… :) :)

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