Ins Scheitern verliebt

18. Januar 2019
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Schon wieder Bummelei bei einem Bauprojekt von Bürgermeister Mücke (SPD – nominiert). Eigentlich sollte der Straßenbau in der August – Bebel – Straße längst erledigt sein. Doch statt im August 2018 wurde die Sanierung der Brücke erst im November fertig. Die Folge: Arbeiten anderer Gewerke verzögerten sich. Wegen ungünstiger Witterungsverhältnisse können derzeit keinerlei Leistungen ausgeführt werden. Ab Ende Februar sollen die Arbeiten wieder aufgenommen werden und am 30. Juni fertiggestellt sein.

Anlieger sind inzwischen genervt von der Dauerbaustelle in der August - Bebel - Straße. (Foto: mwBild)
Anlieger sind inzwischen genervt von der Dauerbaustelle in der August – Bebel – Straße. (Foto: mwBild)

In Mückes Amtszeit lief kein bedeutendes Bauprojekt störungsfrei ab: 16 Kilometer Straßenausbau, Kita Löwenzahn, Gehwegbau in das Altdorf, Hortanbau, Kita Neubau, Straßenbeleuchtung Fritz – Reuther – Straße und jetzt der Straßenausbau in der August – Bebel – Straße – alle Projekte wurden von Murks, Bauverzug, technischen Pannen, planerischen Pleiten und Kostenexplosionen begleitet.

Niemand verlangt von Bürgermeister Mücke Bau – Fachwissen. Doch es ist seine Pflicht als Bauherr, sich funktionierenden Sachverstand bei Projektsteuerung und Controlling ins Haus zu holen. Doch Fehlanzeige!

Mückes Bauamt ist offensichtlich mit komplexen Vorhaben überfordert. Bauchef Sonntag scheint Scheuklappen zu tragen. Beweis: Als er öffentlich noch am zweiten Hort – Fertigstellungstermin, November 2017, festhielt, hat ihn ein Bau – Laie, nämlich Schuldirektor Freese, in Zweifel gezogen, er behielt Recht.

Es besteht Grund zu Annahme, dass sich das Rathaus von Bauunternehmen über den Tisch ziehen lässt. So kam es beim Kita Neubau bei Erdbauarbeiten zu Mehrkosten von rund 60.000 Euro. Angeblich war alles nicht vorhersehbar, obwohl es detaillierte Hinweise des Bodengutachters zum Baugrund gab. Kostensteigerungen werden vom Rathaus als gottgegeben dargestellt, Gemeinderäte mit mageren Erklärungen abgespeist.

Schlechtes Baumanagement und überforderte Projektsteuerung bei den Bauprojekten sind in der erschreckenden Unprofessionalität von Mücke und seiner Bauverwaltung begründet.

Das erklärt auch, weshalb die Mehrheit im Gemeinderat den Schulanbau von A bis Z in die Hände eines Generalübernehmers legen möchte. Wenigstens einmal soll ein komplexes Bauprojekt nicht mit einem Fiasko enden, sondern einigermaßen glatt laufen.

2 Responses to Ins Scheitern verliebt

  1. Eichberger
    19. Januar 2019 at 12:16

    Für so eine Arbeit über 1 Jahr zu benötigen, ist ein Unding. Ich hätte die Firma längst vom Hof gejagt. Werden denn mal Vertragsstrafen berechnet oder einigt man sich bei Kaffee und Kuchen im Bauamt, dass man über den Verzug hinwegsieht?

  2. Matze
    19. Januar 2019 at 08:35

    Unfassbar :( der Belag auf der Brücke ist seit langem fertig und die paar Meter davor/dahinter wird nicht geschafft??
    Könnte kotzen…

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