Wahlkampfliste der Linken wirft dicken Schatten

31. März 2019
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Die LinkeGroße Überraschungen blieben bei der Bekanntmachung der Linken Wahlvorschläge aus. Im Vergleich zur Kommunalwahl 2014 gehen sie mit weniger Kandidaten ins Rennen. Mit Winnifred Tauche, Claudia Mollenschott und der parteilosen Ines Fricke stehen drei Frauen in der Wahlmannschaft. Finanzexperte Hans – Georg Bäumer und Zugpferd Dr. Herbert Burmeister komplettieren mit viel Sachverstand das Team.

Neu ist Tim Voigtländer, der in der vergangenen Wahlperiode zeitweise als Sachkundiger Einwohner für das Bürgerbündnis Freier Wähler agierte. Wie er selber erklärte, legte er damals aus beruflichen Gründen das Ehrenamt vorzeitig nieder.

Überschattet wird die Linke Wahlliste von einem Skandal: Matthias Mnich, Bürgermeisterkandidat von Wildau, will auch für den Gemeinderat kandidieren. Allerdings sind große Zweifel aufgekommen, ob Mnich seinen Wohnsitz und seinen Lebensmittelpunkt nicht nur auf dem Papier, sondern auch tatsächlich in Schulzendorf hat. Das Wohnhaus steht derzeit leer, Schuttberge auf dem Grundstück deuten darauf hin, dass im Haus Bauarbeiten im Gang sind.

Der Wahlausschuss war sich zu Mnichs Kandidatur nicht einig. Während Hauptamtschefin Klausch für die Zurückweisung seiner Kandidatur war, sprach Wahlleiter Reech ein Machtwort: Mnich bleibt auf der Liste. Nicht ausgeschlossen ist, dass sich die Affäre ausweitet. Denn inzwischen werden Fragen lauter, ob Reech möglichweise befangen ist.

Die öffentliche Debatte um Mnich dürfte wenige Wochen vor der Wahl für das Image der Linken alles andere hilfreich sein.

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