Was unsere FREIZEIT – Politiker kassieren

18. März 2020
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Schulzendorf. Bündnis 90/Die Grünen hat im Dezember 2019 für eine Diätenanpassung mit Augenmaß geworben. Sie sollte sich an die Abgeordneten Bezüge der Nachbarkommunen orientieren. Unterstützung bekamen die Umweltpolitiker von der AfD.

Doch diese Mehrheit verordnete sich das Höchstmögliche: Ramona Brühl, Dr. Wolfgang Schröder (beide Bürgerbündnis), Joachim Kolberg (CDU), Denis Gottwald (FDP) und Markus Wittek (CDU), Winnifred Tauche, Dr. Herbert Burmeister und Claudia Mollenschott (alle Die Linke) sowie Dominic Lübke und Dr. Tim Kolbe (beide SPD).

Sie gehen für einen Hungerlohn für uns durchs Feuer. (Foto: mwBild)
Sie gehen für einen Hungerlohn für uns durchs Feuer. (Foto: mwBild)

Eine Mehrheit im Gemeinderat gab in der Haushaltsdebatte grünes Licht für die Diäten Mehrausgabe von rund 40.000 Euro.

Der Schulzendorfer hat nachgerechnet und die Bezüge von vier Freizeitpolitikern mit unterschiedlichen Funktionen unter die Lupe genommen:

Top – Verdiener in der Gemeindevertretung ist Joachim Kolberg (CDU). Er ist ihr Chef und Vorsitzender eines Ausschusses. Bezüge:1.185 Euro.  Zum Vergleich, sein Amtskollege in Zeuthen, Jonas Reif (Bündnis 90/Die Grünen), erhält 785 Euro.

Ramona Brühl (Bürgerbündnis) ist Fraktionsvorsitzende und leitet keinen Ausschuss. Bezüge: 450 Euro.  Im Eichwalder Gemeinderat würde ein Abgeordneter in vergleichbarer Position 384 Euro beziehen.

Dr. Herbert Burmeister (Die Linke) ist „normaler“ Abgeordneter, er leitet keine Fraktion und keinen Ausschuss. Bezüge: 330 Euro. Sein Kollege in Eichwalde würde dafür 232 Euro erhalten.

Manfred Schwerin (SPD) ist Sachkundiger Einwohner im Ortsentwicklungsausschuss: Bezüge: 190 Euro. Sein Kollege in Zeuthen bekommt dafür 45 Euro.

(Der Berechnung liegen folgende Annahmen zugrunde : Eine zweimonatige Sitzungsperiode mit Teilnahme an der Gemeinderats – , den Ausschuss- und zwei Fraktionssitzungen)

4 Responses to Was unsere FREIZEIT – Politiker kassieren

  1. Klaus
    19. März 2020 at 07:42

    @Observator: Ganz teile ich Ihre Auffassung nicht. Die GVs haben den Job freiwillig angetreten. Und wenn ich in die Öffentlichkeit gehe, muss ich mit scharfer Kritik. Da habe ich kein Mitleid. Und für die Kritik sorgen sie mit ihrem unüberlegten Handeln selbst. Unter den Namen, die für die höchsten Diäten gestimmt haben sind einige dabei, die meiner Ansicht nach nicht mal 10 € bekommen dürften. Und wenn ich lese, was die Feuerwehrleute bekommen, da würde ich als GV ein schlechtes Gewissen bekommen. Und wenn Herr Kolberg (pensionierter Polizist mit ca. 2.000 € im Monat) über 1.000 € in zwei Monaten bekommt, sollte er davon mindestens die Hälfte freiwillig an die Feuerwehr abgeben. GVs sollen nicht für 0 € arbeiten, aber dieser große Unterschied zur Feuerwehr ist nicht gerechtfertigt. Warum wurde der Vorschlag von den Grünen nicht angenommen. Der hört sich vernünftig an. Und wie ich von den Kameraden hörte, haben die Grünen eine Initiative für die Erhöhung ihrer Entschädigung ergriffen. Warum waren es nicht CDU oder Linke, die tun doch sonst immer so, als würden sie alles für die Kameraden tun. Auf grundsätzliche Gedanken, mal darüber nachzudenken, aus der FFW eine Berufsfeuerwehr zu machen (BER, zunehmender Verkehr, Katastrophen, usw.) kommen sie auch nicht. Aber die höchsten Diäten beschließen. @Observator, diese und viele andere Fehlleistungen müssen noch viel schärfer kritisiert werden. Weghören und Klappe halten, die Zeiten sind vorbei.

  2. Observator
    18. März 2020 at 20:22

    Nach meiner seriösen Recherche, nämlich der Aufwandsentschädigungssatzung der Gemeinde Schulzendorf, erhält der Vorsitzende der Gemeindevertretung 340,-€, zusätzlich 90,-€ je Monat als Vorsitzender einer Fraktion, nochmals 90,-€ und je Sitzung 30,-€. Bei also einer Sitzung im Monat erhält der Krösus der Gemeindevertreter 550,-€ je Monat. Das ist angesichts des vermeintlichen Aufwandes eines engagierten Volksvertreters nicht zu viel. Ich jedenfalls verdiene mein Geld leichter. Jedem, der hier neidisch dem leicht verdienten Geld hinterher trauert, kann ich nur sagen: Lass dich wählen, verunglimpfen und beschimpfen für die paar Sechser. Wenn Du den Mut dazu hast, hast du meine Stimme. Sozialneid den Kommunisten.

  3. 1 Schulzendorfer
    18. März 2020 at 18:27

    Nein, ein Beamter darf zu seiner Pension Max. 350,-€ dazu verdienen. Alles was darüber hinaus geht wird von der Pension abgezogen, wenn er es angibt ?

  4. Erdbewohner
    18. März 2020 at 16:39

    Darf Herr Kolberg als pensionierter Beamter noch soviel nebenbei verdienen?

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