Nach 7 Jahren: „Weißer Fleck“ soll jetzt Wohngebiet werden!

27. Februar 2015
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In Kürze werden Schulzendorfs Gemeindevertreter über die Änderung des aus dem Jahr 2008 stammenden Flächennutzungsplanes beraten. Dabei wird es auch um das Eckgrundstück in der Walther – Rathenau – Straße/Illgenstraße gehen.

Bislang war es im Bauleitplan der Gemeinde ein „weißer Fleck“, sozusagen ein Grundstück, das keiner Nutzung zugeordnet wurde. Zwar waren sich 2008 die Abgeordneten einig, dass auf dem Areal gebaut werden soll, doch was konkret, darüber herrschte damals Unklarheit.

Hier soll ein Wohngebiet entstehen. Ein Hektar groß ist dieses Areal, auf dem Grundstücke mit einer Mindestgröße von 500 qm entstehen sollen.(Foto: Wolff)

Hier soll ein Wohngebiet entstehen. Ein Hektar groß ist dieses Areal, auf dem Grundstücke mit einer Mindestgröße von 500 qm entstehen sollen.(Foto: Wolff)

Die Gemeindeverwaltung versprach im Jahr 2008 eine zügige Prüfung der Nutzungsart des „weißen Flecks“. Am Ende ließ sich das Rathaus dann doch sieben Jahre lang Zeit.

Die Änderung des Flächennutzungsplanes sieht nun das Areal als Wohngebiet, sprich Bauland vor.

Viele Anwohner der Walther – Rathenau – Straße werden das mit einem Stirnrunzeln aufnehmen, so war es jedenfalls in den letzten Tagen zu vernehmen. Denn zum Zeitpunkt der Beitragserhebung für die sanierte Straße wurde das besagte Grundstück nicht als Bauland betrachtet, sondern „wie Wald“ oder „Außenbereich im Innenbereich“ behandelt, so sagte es Bürgermeister Mücke.

Heißt zu gut Deutsch: Die Eigentümergemeinschaft musste nur einen Bruchteil pro Quadratmeter im Vergleich zu Besitzern von Baugrundstücken für die neue Straße zahlen. Weil sich dadurch die anrechenbare Nutzfläche auf die Gesamtkosten der Straße verringerte, mussten Letztgenannte schließlich mehr berappen.

Eine weitere Änderung wird die Grundstücksfläche betreffen, über die gegenwärtig der Zugang zur Kultur- und Begegnungsstätte „Butze“ erfolgt. Sie ist derzeit nicht im Eigentum der Gemeinde, sondern soll jenen Grundherren gehören, die auch über den „weiße Fleck“ verfügen.

Dass dennoch die „Butze“ betreten werden kann, war dem Entgegenkommen der Eigentümer zu verdanken. Dieses Areal soll nun „Fläche für den Gemeinbedarf“ werden.

In der kommenden Woche werden in den Ausschüssen die Beratungen dazu beginnen.

17 Responses to Nach 7 Jahren: „Weißer Fleck“ soll jetzt Wohngebiet werden!

  1. Obelix
    2. März 2015 at 05:49

    Denn Gedanken hatte ich auch schon mit denn Container! Die GV sollten sich dagegen aussprechen um sich für einen grünen Fleck zu entscheiden! Normal ist anders…

  2. Frank Knuffke
    1. März 2015 at 21:01

    Hab gehört,daß im Gespräch war,auf dem Grundstück Container für Asylanten aufzustellen…..vielleicht soll es ja deshalb jetzt so schnell gehen….

  3. Obelix
    1. März 2015 at 19:19

    Wenns was bringen würde? Wer ich für eine Anzeige denn sein Handeln ist nicht zum Wohl Schulzendorfs sondern zum Wohl…kann sich jeder Denken! Glaub es ist nicht mal 1 Monat her wo klar war das es ein Waldgrundstück ist! Und nu…? Das ist schnelles Arbeiten gegen Schulzendorf und dessen Bürger! Skrupellos…

  4. Themis
    1. März 2015 at 17:58

    Schöne Idee den Grundstückseigentümer als Sponsor festzunageln, nur leider wird dies nicht geschehen, da es in dieser Sache gerade nicht um das Allgemeinwohl geht. Wenn ich sehe und spüre, welche Steine anderen Grundstückseigentümer in den Weg gelegt bekommen, gerade in Punkto Abrechnung, dann sie die Frage erlaubt, inwieweit es sich hier um Korruption handelt?

  5. Anonymous
    Anonymous
    1. März 2015 at 15:44

    Hier muss auch mal hinterfragt werden, welche gegenseitigen Agrements zwischen den Eigentümern und der Gemeinde, außer der Wegnutzung an der Butze, es noch gab?

  6. Nörgler
    1. März 2015 at 12:17

    Als ein Osterfeuer reicht nicht, mindestens müssen die Kosten für die nächsten drei Jahre übernommen werden. Vielleicht verrät uns Herr Mücke warum man mit der Umwidmung in Bauland so viele Jahre gewartet hat. An Zufälle glaube ich jedenfalls nicht!

  7. Höfflichkeit
    28. Februar 2015 at 18:54

    @B. Hartenstein ein habe ich noch ! So große Grundstücke kauft keiner – also muß noch eine Erschließungsstraße her, besser zwei – und dann haben sich alle wieder lieb ! ( bespiel gefällt : Alte K- Baugrundstück am Friedof in Eichwwalde

    Meister B und Meister M denken ja auch, dass der Investor bei alten Plus – Grundstück die Freiligradstraße neu baut …

  8. B. Hartenstein
    28. Februar 2015 at 12:41

    Das nenne ich doch mal ein wunderschönes Geschenk an die Eigentümer des Geländes. Zur rechten Zeit die Beitragsbescheide über Erschließungsbeiträge an die Bürger versenden, wobei die Eigentümer des Geländes den Beitrag nur mit dem Faktor 0,3 multipliziert bezahlen müssen, die anderen Bürger hingegen mit dem Faktor 1 – das ist doch richtig im kommunalen Sinn und äußerst bürgerfreundlich gedacht. Nun können die Eigentümer ihr Bauland – voll erschlossen natürlich – komplett zum Verkehrswert vermarkten, welch eine Freude.
    Ich denke, da die Bürger von Schulzendorf den Eigentümern ein solch prächtiges Geschenk bezahlt haben, könnten die Eigentümer sich auch ein wenig dankbar erweisen, z.B. mit der Organisation eines gemeinsamen Osterfeuers. Oder wäre das zu viel verlangt ?

  9. Höfflichkeit
    28. Februar 2015 at 12:41

    @ Die rosarote Susi 2008 war Mücke Gemeindevertreter- also Mitbestimmer des FNP. Die Münchner Truppe hat schon das Schulzendorfer Dreieck vergoldet – was noch alles ?

    Und die Gemeinde sollte sich sehr gut was sie anstellt – denn die Aktivität kann auch nach hinten los gehen. Die sogenannten Investoren am alten Plusladen, die scheinbar nicht mal Geld haben das vorhandene Doppelhaus vor weiteren Verfall zu schützen, werden jede Konkorenz genau beobachten und :

    Wenn der weiße Fleck – Bauland werden soll, braucht man die Gemeinde- nur zu welchem Preis !

    Bei diesem Bürgermeister erwarte ich jedenfalls nichts, der wird seine neutralen Verhandlungen wieder so führen, dass die Gewinner nicht in Schulzendorf wohnen. Und der Chef der Gemeindevertretung verfolgt auch eigene Interessen- nur welche, da ist ihm noch keine auf die Schliche gekommen.

  10. Die rosarote Susi
    28. Februar 2015 at 10:14

    Ich würde nicht unbedingt Herrn Mücke dafür verantwortlich machen. Wenn der Gemeinderat bereits 2008 (!) wußte, dass es Bauland werden soll, warum hat man dann bis nach dem Straßenbau gewartet um es Bauland werden zu lassen?

  11. Obelix
    28. Februar 2015 at 10:02

    Die Illusion der Demokratie! Kann man Hautnah Beobachten! Ist doch schön oder? So läst man die anderen bezahlen und macht noch nen riesen Reibach! Alles ohne Hände-arbeit…so gehts! Auserwählt müste man sein…

  12. Ulli
    28. Februar 2015 at 08:21

    @Höflichkeit: In Ihrer Aussage steckt viel Idealismus, ich sehe es eigentlich auch so. Aber, die Herrschaften aus München würden ihr quasi Bauland niemals als Wald verkaufen. Die wissen ganz genau, was das wert ist. Die sitzen auf dem Geld und weil ihre Fläche nicht wie Bauland angerechnet wird, zahlen die Anwohner faktisch die Straße. Das nenne ich Gerechtigkeit. Und kurze Zeit nach dem Straßenausbau schlägt Mücke vor, jetzt machen wir Bauland daraus. Und unser Gemeindevertreter nicken ab. So funktioniert Demokratie. Das ist doch toll, oder?

  13. Obelix
    28. Februar 2015 at 07:54

    Da kann man mal sehen wie schnell aus einem Wald doch ein Baugrundstück wird! Die auserwählten Glückspilze sollten doch das Geld spenden für denn Spielplatz oder Malpapier für die Kita! Da gibts doch vieles…

  14. olaf
    27. Februar 2015 at 23:13

    Ich bin dafür, dass auf dieser Fläche ein Park entsteht. Mitten im Ort eine grüne Oase, das hat doch was. Und Herr Mücke hat doch gesagt es ist Wald. Oder wurde etwa bestimmten Leuten ein Vorteil gewährt???

  15. Ulf
    Ulf
    27. Februar 2015 at 22:03

    Dann sind wir doch alle mal gespannt, wie die Gemeindevertreter sich positionieren.Mich wundert hier nichts mehr. Es stinkt gewaltig.

  16. Höfflichkeit
    27. Februar 2015 at 21:19

    Wenn die Gemeinde den Wald – auch als Wald käuft und dann das Gebiet für die gesellschaftliche Entwicklung des Ortes nutzt ( Kita, Schule usw. ) würde das jeder verstehen ( wollen ) . So aber bleibt schon die erste FRage unerträglich , wer diesen mir gegebenüber überheblichen Stadtplaner für die neue Planung des weißen Fleckes bezahlt.

  17. Obelix
    27. Februar 2015 at 20:37

    Muss man jetzt noch Danke sagen für denn Zugang zur Butze? Haben doch genug eingespart mit der Illgenstrasse! Und die anderen dürfen die Zeche bezahlen! War doch klar das sowas kommt!!!! Immer das selbe…

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