Rathaus: Markus Mückes Personalpolitik gleicht einem Tohuwabohu

22. August 2016
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Dr. Burmeister kritisierte die zahlreichen Personalumsetzungen: "Die Mitarbeiterinnen sind nur mit dem Einarbeiten beschäftigt und kommen nicht zu ihrer eigentlichen Arbeit." (Foto:mwBild)

Dr. Burmeister kritisierte die zahlreichen Personalumsetzungen: Die Mitarbeiterinnen sind nur mit dem Einarbeiten beschäftigt und kommen nicht zu ihrer eigentlichen Arbeit. (Foto:mwBild)

Dass es im Rathaus in Sachen Personal nicht rund läuft, das trällern bereits seit langem die Spatzen von Schulzendorfs Dächer. Und das, trotz aller Bemühungen des Bürgermeisters, dass bloß nichts nach außen dringt.

In den letzten Wochen gewann die Situation in der Belegschaft derart an Dramatik, dass sich jetzt sogar der Gemeinderat in der Tagesordnung damit befasste.

In einem anonymen Brief aus dem Rathaus an den Chef des Gemeinderates, Dr. Herbert Burmeister, wurden Personal Missstände angeprangert. Nahezu ein halbes Dutzend Mitarbeiter wurden jüngst durcheinander gewürfelt. Längere Einarbeitungsphasen sind die Folge. Mitarbeiter sind unzufrieden und verunsichert.

Schließlich brachte die „Meskat – Affäre“ das Fass zum Überlaufen.

Die aus der Ukraine stammende Kämmerin übte öffentlich Kritik am Bürgermeister. Der Grund: Seine Sicht zur Haushaltsaufstellung. Eine nahezu identische Sachlage zum März 2012, als sich die damalige Finanzchefin Ulrike Hanke mit Markus Mücke im Disput befand und das Rathaus freiwillig verließ. Mückes Plan, Larysa Meskat zum Gehen zu bewegen, ging nicht auf. Sie gar abzuschieben scheiterte am Gemeinderat.

Um dennoch Stärke zu demonstrieren, versetzte das Gemeindeoberhaupt Kämmerin Meskat in das Sozialamt und kürte Alexander Reech zum Kämmerer. Letzterer besitzt weder eine betriebs- noch eine finanzwirtschaftliche Ausbildung. Nach Mückes Überzeugung erfüllt Reech dennoch die Anforderungen an einen Kämmerer.

„Was gegenwärtig im Rathaus stattfindet, ist eine wenig durchdachte Personalpolitik. Ich kann die Personalentscheidung des Bürgermeisters, die Geschäftsbereichsleiter zu tauschen, nicht nachvollziehen und auch nicht akzeptieren.“ – Dieses Urteil fällte nicht irgendwer, sondern Dr. Herbert Burmeister. 16 Jahre hatte der Ex – Bürgermeister die Personalfäden der Gemeinde in der Hand.

Im Januar 2010 übergab er Markus Mücke eine gut funktionierende Verwaltung. Fast sieben Jahre später verstärkt sich der Eindruck, sie gleicht einem Scherbenhaufen.

Dr. Burmeister forderte den Amtsinhaber auf, „dringend zu prüfen“, ob die Entscheidung der Personalrochade Meskat – Reech dem Wohl der Gemeinde dient oder nicht.

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