Kita-Plätze: Elterninitiative fordert HANDELN und TRANSPARENZ

8. Juni 2021
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Schulzendorf. In der Gemeinde herrscht massive Knappheit an Kita-Plätzen. Eine neu gegründete Bürgerinitiative setzt sich für eine Verbesserung der Situation ein.

Für den Zeitraum bis zum 31.07.2022 hat die Gemeinde für ihre drei Kita’s 181 Anmeldungen. Für rund 90 Kinder wurden Kostenübernahmeerklärungen abgegeben. Etwa 40 Familien sind gänzlich leer ausgegangen.

Nach Meinung von Eltern haben Rathaus und Gemeinderat in vergangenen Jahren nicht die Weichen gestellt, um ausreichend Betreuungsplätze bereitzustellen. Dabei war die Situation absehbar, so die Ansicht vieler Eltern. Schließlich sind die Entwicklungen des Wohngebietes Ritterschlag/ Ritterfleck und der übrige Zuzug nicht über Nacht und rein zufällig über Schulzendorf hereingebrochen.

Die Bereitschaft der Nachbarkommunen, Kinder aus Schulzendorf unterzubringen, sinkt wegen der hausgemachten Probleme und ihrer zögerlichen Behebung immer mehr. Eine Interims Kita sollte längst in Betrieb sein,ist sie aber nicht! Das Rathaus hatte die Eröffnung für März 2021 in Aussicht gestellt!

Bürgermeister Mücke und der Gemeinderat sind unter Beschuss. (Foto: mwBild)
Bürgermeister Mücke und der Gemeinderat sind unter Beschuss. (Foto: mwBild)

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Empörte Eltern berichten über eine beschämende Rathaus Kommunikation. Auf Gesprächsangebote der Betroffenen wird nicht reagiert, Auskünfte werden nur schleppend erteilt, die Vergabe der Kita-Plätze ist intransparent, Kita-Wunsch- und Wahlrechte bleiben unbeachtet.

„So kann das nicht weitergehen,“ sagten sich Janine Schwittlich und Julia Oswald und gründeten eine Elterninitiative. Ihre Facebook-Gruppe „WIR Kinder aus Schulzendorf“ ist am vergangenen Wochenende online gegangen und hat bereits 40 Teilnehmer.

„Es gibt viele Eltern, die von dieser Situation betroffen und betrübt sind. Wir wollen möglichst viele Mütter und Väter erreichen, ihnen eine Stimme geben und uns für Kinderbelange einsetzen.“, so beschreibt Janine Schwittlich das Ziel der Initiative. Kontakt habe sie bereits zu Familien, die dringend einen Kitaplatz für ihren Nachwuchs suchen.

Interessierte oder betroffene Eltern können sich per E Mail eltern.schulzendorf2021@bossmail.de an die Initiatoren wenden!

10 Responses to Kita-Plätze: Elterninitiative fordert HANDELN und TRANSPARENZ

  1. Bine
    Bine
    10. Juni 2021 at 12:05

    Ich kann nur die Sicht vom Einwohner unterstützen. Es wird dauern bis Kitaplätze da sind. Was ich schlimm finde, ist der Populismus von Herrn Kolberg. Er ist lange in der Gemeindevertretung, ihm war die Situation bekannt. Jetzt stellt er sich in der Facebook Gruppe der Elterninitiative als Kämpfer für Ihre Sorgen hin. Nur um Stimmen für die CDU im Bundestagswahlkampf zu holen. Das finde ich absolut schäbig. Hier geht es um unsere Kinder und nicht um Schei.. Prozente.

  2. UZT
    10. Juni 2021 at 11:29

    @ Einwohner Sie machen es sich zu einfach ! Hier hat jemand nicht nur was verpennt, versagt oder etwas vergeigt. Hier gibt es eine Gefälligkeitsmethode gegenüber Investoren !

  3. Einwohner
    10. Juni 2021 at 10:10

    Man muss es aber auch realistisch betrachten…..
    Kitas werden nicht von heute auf morgen gebaut.
    Und eine Gemeinde wie Schulzendorf kann nicht 1000 Kitaplätze schaffen, für Kinder die möglicherweise irgendwann mal in Schulzendorf einen Platz benötigen könnten.

    Und wenn ich mir ein Haus kaufe, dann schaue ich mir die Situtation genau an und bewerte sie für mich. Klar ist doch, private Häuser sind schnell und unkompliziert gebaut. Eine Gemeinde hingegen, baut, inklusive sämtlicher Genehmigungen, Verträge, Verhandlungen, Freigaben, Vergaben usw. keine Kita in drei Monaten.

    Das ist wie, ich kaufe ein Haus mit der Auflage das die Fassade begrünt werden muss und nach Vertragsabschluss stell ich mir vor die Gemeinde und sage ich will das aber nicht…nun macht mal was dagegen.

    Natürlich ist die Situation für neue und alte Schulzendorfer aktuell nicht einfach.
    Nur werden Intiativen, Petitionen und wer was was nich nicht viel bringen.
    Man muss den Tatsachen ins Auge sehen.

    Und ja, einige ältere noch aktive Gemeindevertreter aus der letzten Legislatur müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, dass sie sich gründlich verschätzt haben, obwohl es damals schon Stimmen gab, die genau das was wir jetzt haben prohezeit haben!

  4. KARO
    10. Juni 2021 at 08:14

    man fühlt sich nicht nut als Bittsteller, man ist es. Man bettelt um eine Leistung von Mitarbeitern, die von unseren Steuergeldern bezahlt werden, Dann muss die Leistung, so sie denn genemigt wird, auch noch bezahlt werden.

  5. Bürger zweiter Klasse
    9. Juni 2021 at 20:20

    Mittlerweile gibt es eine Onlinepetition.Sollte man bitte dran teilnehmen.
    http://chng.it/XJjbSQsR

  6. Krass
    9. Juni 2021 at 15:29

    @ Nicole Fragen Sie doch mal bei der FBB, dem Landkreis oder Landesregierung nach. Sie werden IHre Aussage verallgemeinern können – zu jedem Thema.

  7. Nicole
    9. Juni 2021 at 11:06

    Herr Mücke und Herr Kolberg halten gern große Reden, bei großen Taten hapert es aber. Kommunikation ist auch keine Stärke der Verwaltung, aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich vom Dienstleister Gemeinde wenig spüre. Man kommt sich immer als Bittsteller vor

  8. Olli
    8. Juni 2021 at 21:36

    Es ist traurig, dass sich erst eine Elterninitiative gründen muss, um Mißstände aufzuzeigen. Ich frage mich, wofür die Gemeindevertretung da ist.

  9. Zitat Petra
    8. Juni 2021 at 18:28

    Der Verwalter hat sich doch nicht etwa beim städtebaulichen Vertrag – bei einem Mittagessen – über den Tisch ziehen lassen ?

  10. Petra
    Petra
    8. Juni 2021 at 16:02

    Ich begrüße diese Initiative. Der Zuzug war bekannt. In meinen Augen liegt hier völliges Versagen von Herrn Mücke, Herrn Kolberg, Frau Tauche und Co vor. Ehrlicherweise muss man aus meiner Sicht den Eltern sagen, dass sich das Problem nicht heute auf morgen lösen lässt. Bis die Gemeinde handelt, vergehen Monate oder Jahre und kostet uns Steuerzahler viel Geld. Danke Herr Mücke, DaNKE Herr Kolberg von der CDU dafür.

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