Giftiger Müll: Was weiß Projektchef Gerhard Köhne?

9. April 2015
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Gerhard Köhne ist Chef des Unternehmens, das sich im Schulzendorfer Dreieck um die Errichtung der Erweiterungsbauten, deren Vermietung bzw. Verkauf kümmert. Weil das Stammkapital seiner Firma mit 25.000 Euro eher gering ausfällt, vermutet ein Rathaus Insider, dass Köhne im Auftrag des Grundstück Eigentümers, einer holländischen Firma mit Sitz in Amsterdam, handelt. Wer die eigentlichen Investoren sind, darüber kann nur spekuliert werden.

Im Firmengebäude in Selchow, in dem mehr als 50 Unternehmen zu Hause sind, war Projektchef Köhne nicht anzutreffen. So konnte Der Schulzendorfer nicht in Erfahrung bringen, was er zu den giftigen Funden zu sagen hat. Ende 2014 zog Köhne mit seiner Firma aus Berlin Kreuzberg hierher.

Mehr als 50 Firmen, darunter mehrere Immobilien- und Taxiunternehmen, sitzen hinter den Türen dieses Firmengebäudes. Merkwürdig: Zum Zeitpunkt der Fotoaufnahme wurde nicht ein einziger Mitarbeiter der vielen Firmen im Gebäude gesichtet. (Fotos: FEO/Wolff, Bildmontage: Bliefert)

Mehr als 50 Firmen, darunter die Projekt GmbH von Gerhard Köhne (rechts im Bild) sowie mehrere Immobilien- und Taxiunternehmen, sitzen hinter den Türen dieses Firmengebäudes. Merkwürdig: Zum Zeitpunkt der Fotoaufnahme wurde nicht ein einziger Mitarbeiter der vielen Firmen im Gebäude gesichtet. (Fotos: FEO/Wolff, Bildmontage: Bliefert)

Köhne hat in den zurückliegenden Jahren mehrfach an umfangreichen Bauprojekten mitgewirkt. Viel Ärger gab es 2014 bei einem Wohnprojekt in Friedrichshain – Kreuzberg. Personen aus der linken Szene hatten das Luxus – Projekt angeprangert, sich gegen Gentrifizierung ausgesprochen und in Flugblättern Makler und Bauträger attackiert.

10 Responses to Giftiger Müll: Was weiß Projektchef Gerhard Köhne?

  1. karo
    12. April 2015 at 18:16

    hallo herr wolff, wie wäre es wenn sie einmal in ihrer Redaktion eine serie auflegen: Wie funktioniert IMMOBILIE – EigENTUM – Verkauf – Bebauung und die Rolle der Gemeinde dabei. Die Schulzendorfer glauben wohl immer noch, dass jeder über meine Immobilie bestimmen kann. Zu DDR Zeiten hat selbst der Parteisekretär und Bürgermeister persönlich bei der Enteignung mitgemischt. Das war nun wohl das allerletzte. Jeder Kaufhallenbau auf enteignetem Grund und Boden wurde bejubelt. Ja wir sind sehr vergesslich.

  2. greblok
    9. April 2015 at 17:33

    @ Frank Knuffke Unrichtig ! Den Bebauungsplan gibt es bereits eine Weile und dieser wurde vor dem Rathausbau beschlossen + genehmigt. Was jetzt beschlossen wurde- war die Änderung der Änderung des Bebauungsplanes. Diese ist nicht ungewöhnlich – ändert aber nichts daran, dass der Müll seit über 30 Jahren da ist und die Gemeinde nur ein Gehilfe ist .

  3. Frank Knuffke
    9. April 2015 at 15:28

    Die Entscheidung,daß Ortszentrum zu bebauen,hat die jetzige Gemeindevertretung beschlossen.Vorbereitet wurde es schon vorher.
    (Habe diesem Irrsinn natürlich nicht zugestimmt)

  4. ullli
    9. April 2015 at 13:50

    @ Susi SAUER Einspruch ! Die Geschichte hat gelehrt, dass Frauen auch nicht ohne sind. Und diese haben noch mehr Waffen.

  5. Susi SAUER
    9. April 2015 at 11:49

    Ja, leider leben wir in einer Zeit, wo Bürgerinteressen niemanden interessieren. Siehe BER, siehe Ortszentrum ,Asbest hin oder her. Hauptsache die Rendite stimmt für die Leute in Amsterdam, bei Edeka, Aldi und Co. Da kommt Beton rüber und dann hat sichs. Ihr solltet euch alle schämen ihr Männer in Schlips und Kragen.

  6. DKP Mitglied
    9. April 2015 at 10:34

    Und da wundern sich die Politiker, weshalb Herr Knuffke von der NPD hinter Herbert Burmeister die meisten Stimmen bei der Wahl erhalten hat. Weil die Leute sauer sind und Parteien wie Linke, CDU, Grüne und SPD versagen. Wer die Kapitalisten, die in Schulzendorf Maschinen zum Geld drucken aufstellen, nicht zügelt, der muss sich nicht wundern wenn Bürger bei Extremen Zuflucht sorgen.

  7. Eiko Hildebrandt.
    9. April 2015 at 07:48

    @Karin
    Dafür ist leider die alte Gemeindevertretung verantwortlich zu machen. Vielleicht kann uns Herr Wolff mitteilen, wie und wann die Abstimmung war. Karin es ist wohl erst der Anfang, denn das Ortszentrum soll dann noch einmal vergrößert werden.
    Dafür ist natürlich der Urenkel von Gutsherr Richard Israel verantwortlich, denn er hat das Grundstück an eine holländische Tochtergesellschaft veräußert.
    Das nähste Bauvorhaben wird in der Illgenstraße/Walther – Rathenau – Straße „Weiße Fleck“ entstehen. Dort werden dann bestimmt hochwertige Wohnungen von Herrn Palenker entstehen. Das wurde natürlich von der jetzigen Gemeindevertretung beschlossen. (ausgenommen Bürgerbündnis ,Schulzendorf pur, NPD )
    Dann gibt natürlich noch das Baugebiet am Herwegcenter, wo natürlich auch keine bezahlbaren Wohnungen entstehen werden, dafür Dachterrassen um das nähste Baugebiet betrachten zu können.
    Herr Kolberg meint: Schulzendorf muss sich entwickeln……naja

  8. Karin
    9. April 2015 at 07:10

    Ich empfinde es als Sauerei, dass der gesamte vordere Bereich im Ortszentrum abgeholzt wurde. Das sieht einfach furchtbar aus. Danke liebe Gemeindevertreter für diese weise Entscheidung.

  9. Schnulzendorfer
    9. April 2015 at 07:07

    Es wäre wiedermal ein Wunder, wenn die Flächen nicht als altlastenverdächtig vom Landkreis in sämtlichen Stellungnahmen eingestuft wurden. Selbst wenn nicht, so ist seit dem ersten Bauabschnitt bekannt, dass diese Altlasten angeschnitten wurden – und sie sind nun sichtbar.

    Wenn sich hier keine Behörde zuständig fühlt- dann brauchen wir keinen Staat mehr ! Oder noch mehr Briefkastenfirmen ?

  10. ulli
    9. April 2015 at 06:22

    Das ´“Firmengebäude“ in Selchow sieht eher aus als eine Adresse, an der sich Briefkastenfirmen ansiedeln um Fördergelder vom Land Brandenburg abzukassieren. 50 Firmen, soviel Zimmer hat das Gebäude gar nicht, jedenfalls vom Bild aus zu urteilen. Und was die Amsterdamer Firma angeht, die Spuren führen vielleicht in die U.S.A., einfach mal Herrn Dr. Palenker fragen.

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