DNS:NET: Brutale Wurzelbehandlung beim Breitband Ausbau

23. Juni 2021
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Schulzendorf. Was ist DNS:NET ein Baum wert? Gestern wurde in der Fritz-Reuther-Straße bei der Verlegung von Kabel für schnelles Internet die Haupt- oder Starkwurzel eines Baumes gekappt. Sie war einer Glasfaserleitung im Weg. Betroffen ist eine rund 80-jährige Birke, die in einem Meter Höhe einen Stammumfang von 1,80 Meter aufweist.

DNS:NET: "Sollte es tatsächlich zu Beschädigungen gekommen sein, werden diese behoben." Stellt sich nur die Frage wie. (Foto: mwBild)
DNS:NET: “Sollte es tatsächlich zu Beschädigungen gekommen sein, werden diese behoben.” Stellt sich nur die Frage wie. (Foto: mwBild)

Unternehmens-Sprecherin Claudia Burkhardt gab sich heute zur Wurzel-Panne ahnungslos: „Bisher wurde der DNS:NET nicht gemeldet, dass Bäume beschädigt wurden, falls dem so ist, bekommen wir die Meldung aber im Detail und auch die Beseitigung der Schäden wird dokumentiert.“

Letzteres dürfte schwierig sein, denn die wohl zumeist aus Südosteuropa stammenden Arbeiter verschlossen den Graben nach der Kappung laut Anliegerangaben blitzschnell.

Selbst wenn die betroffenen Wurzeln an der Kappungsstelle sofort versiegelt worden wären, bestünde die Gefahr, dass Fäule in den Baum zieht. Das könnte seine Vitalität auf lange Sicht gefährden. Ob durch die Wurzelkappung auch die Standsicherheit des Baumes in Gefahr ist, könne nur durch eine Expertise festgestellt werden, so ein Baum-Experte gegenüber dem Schulzendorfer.

Die Frage, welche Firmen Leitlinie für den Fall gilt, dass sich Kabel und Wurzeln treffen, wollte DNS:NET-Sprecherin Burkhardt nicht beantworten.

Das Bauamt hatte gestern nur warme Worte zum Geschehen übrig. Angesichts dessen und der existierenden Baumschutzsatzung drängt sich die Frage auf, ob Bürgermeister Mücke (SPD-nominiert) die Interessen der Kommune oder die von DNS:NET vertritt.

Der Landkreis Dahme-Spreewald hat sich bis Redaktionsschluss nicht zum Vorfall geäußert. Der Schulzendorfer bleibt dran. (sr)

18 Responses to DNS:NET: Brutale Wurzelbehandlung beim Breitband Ausbau

  1. Zicke
    26. Juni 2021 at 15:33

    Ohrschutz haben die hier auch keinen, nur der Postmann.

  2. keinfanvonniemandem
    25. Juni 2021 at 22:56

    24.12.2020: wer buddelt mit ner großen Männertruppe in gelben Jacken gegen 16 Uhr in der Forstallee Zeuthen? OI
    31.12.2020: wer buddelt am späten Nachmittag am Plumpengraben ein Eichwalde. OI
    Das riecht quasi nach Arbeitnehmerrechten :)

  3. Biber
    25. Juni 2021 at 08:45

    @ KARO Biber sind nicht heimtückisch und arbeiten nur sichtbar. Das Land Brandenburg hat einen Biberfonds, also haben wir eine Haftpflichtversicherung !

    Was die Maulwürfe von Schulzendorf angegeht, Wurzelbeschädigungen führen zu Standsicherheitsproblemen, wenn jemand das auf den Kopf bekommt – leider trift es dann nicht den Richtigen – naja doch Dr. Udo Haase hat ja seine Politik auch zu spüren bekommen und hat dann einen Dachschaden ( Gehwegbau und Straßenbau , Wurzeln weg, Baum auf Garage ) .. Wenn Politikers Stuhl wie bei Kolberg angesägt wird, ist ja der Aufschrei auch groß !

    Warum werden hier solche Unterschiede gemacht !

    Und zur Unterführung in Eichwalde – Gern, bei den Baupreisen

  4. KARO
    25. Juni 2021 at 07:04

    Man sollte die Arbeiter von OpenInfra mal am Bahnhof Eichwalde einsetzen, dann ist er in 3 Wochen fertig und nicht mind. 3 Jahren, so allerdings der Amtsschimmel “etwas schneller” ist.
    Oje eine Birke verletzt ? Was hat dagegen der Biber angerichtet!!!! Den kann man allerdings nicht zur Zahlung verpflichten!

  5. Normalo
    24. Juni 2021 at 13:00

    @besorgter Anwohner – “…obwohl Sie per Hand arbeiten und bisher absolut sorgsam mit den Bäumen umgegangen sind”

    HaHaHa – in Zeuthen ist ein Beserker von OI mit der Hacke voran gegangen und hat dabei immer wieder Telefonleitungen gekappt (Ok keine Wurzeln, oder besser das wissen wir nicht). Bei uns war auch mehrere Tage die Telefon und Internetverbindung gestört. Man durfte dann mit Schweden telefonieren und so richtig eilig hatten die es mit der Störbeseitigung nicht.

    @ Richard – Auch bei OI sprechen sehr wenig deutsch, da kommen die Monteure aus Litauen. Wobei ich nicht verstehe, warum hier manche damit ein Problem habe. Versuchen Sie mal eine rein deutschsprachige Tiefbaufirma zubinden und vor allem warum um Himmels Willen bestehen Sie auf komplett deutschsprachige Teams? Wollen Sie da mit machen und haben Angst sich nicht verständigen zu können?

  6. Günther
    24. Juni 2021 at 08:20

    Was interessiert mich ein ranziger dummer Baum? Bäume braucht niemand, neben mir nur den Parkplatz weg, als weg mit dem Drecksding.

  7. Bürger
    24. Juni 2021 at 07:16

    Um den Baum geht es gar nicht. Er steht im Weg wurde nicht gefällt und kann wachsen. Wenn er morsch wird müssen wir 3 neue Bäume für Ihn pflanzen.

  8. Olli
    24. Juni 2021 at 07:11

    Das Beispiel zeigt, dass es immer wieder Menschen gibt, denen der gesunde Menschenverstand fehlt. Nun bin ich kein Umweltphanatiker, bei mir geht Baurecht vor Baumrecht. Aber das hier muß wirklich nicht sein. DNS sollte verpflivhtet werden 5 neue Bäume in Schulzendorf zu pflanzen.

  9. Eichberghörnchen
    24. Juni 2021 at 00:01

    Ich finde es interessant wie schnell DNS auf einmal Schulzendorf erschließt und bin gespannt wie es laufen soll mit zwei Glasfaserleitungen in der Straße. Da macht man OI sicher ganz bewusst das Leben schwer.

    Auch finde ich die Art und Weise, wie DNS das jetzt hier in Schulzendorf durchzieht, nicht sonderlich schön.
    Sicher hätte OI bei der Auswahl der Außendienstler etwas mehr Wert auf Seriösität statt auf Penetranz legen sollen aber man hat wenigstens ein paar Informationen zur geplanten Umsetzung bekommen. Bei DNS bekommt man auch auf Nachfrage keine Informationen.

  10. Nadine
    23. Juni 2021 at 22:29

    Ich möchte nicht wissen, was die Ausländer verdienen, Verdi sollte hier mal eine Kontrolle machen. Mir wird immer übel, wenn ich die Außendienstmitarbeiter von DNS sehe mit ihren gelackten Haaren und teuren Autos. Sehen aus wie Versicherungsvertreter. Kein Wunder, dass ihre Tarife so hoch sind.

  11. OI Fan
    23. Juni 2021 at 20:11

    Genau bes. Anwohner; warten und dann besseres Glasfaser haben ..

  12. Besorgter Anwohner
    23. Juni 2021 at 18:57

    DNS Net darf sich alles erlauben! Open Infra wird seit Monaten der Ausbau verwehrt, obwohl Sie per Hand arbeiten und bisher absolut sorgsam mit den Bäumen umgegangen sind. DNS Net scheint das alles nicht zu interessieren. Schließlich haben Sie in Eichwalde auch etliche Baumwurzeln verletzt. Dann lieber auf Open Infra warten!!!! Ein Hoch auf unsere Gemeinde!!!!

  13. Peter
    23. Juni 2021 at 17:45

    Eine 80jährige Birke? Meine Güte,man kanns auch übertreiben. Dafür bekommen ggf. 100 Haushalte schnelles Internet. Wollen wir Digitalisierung oder nicht? Im Übrigen habe ich den Eindruck, dass gegen DNS:Net permanent Stimmung gemacht wird. Warum wohl. Ich bin seit Anfang diesen Monats bei diesem Anbieter und bin begeistert. Umstellung problemlos, am Telefon sofort erreichbar und endliche super Geschwindigkeit ohne merkbare Schwankungen.Wenn man sich die Bäume in den Waldstücken in Schulzendorf anschaut, sehr viele sind kaputt. Was macht hier die Gemeinde. Da sollte endlich mal geforstet werden und neue Bäume kann man da auch anpflanzen.

  14. Richard
    23. Juni 2021 at 17:27

    Bei uns haben heute in der Wagner Straße die DNS Menschen gebuddelt. Kein Arbeiter sprach deutsch. Aber ein frisches Helles wurde schon am Vormittag gezischt.

  15. OI Fan
    23. Juni 2021 at 17:18

    Genau das denke ich mit Provi auch!! Da ist doch was faul.

  16. Heutemalohne
    23. Juni 2021 at 17:04

    Dasselbe hat RAKW beim Straßenbau gemacht. Wir haben es zum Glück gesehen u d fotografiert, bevor auch bei uns das Loch wieder zugebundene wurde. Letztendlich wurde der Strassenbaum gefällt, weil niemand die Haftung für eventuelle Folgen übernehmen wollte. Ersatz Fehlanzeige. Stattdessen die Auflagen was alles zukünftig nicht mehr vor den Grundstücken gepflanzt werden darf, wenn überhaupt. Zusätzlich wurde unser Trinkwasserabsperrhahn komplett rausgerissen und entsorgt, der neue kam … tada dieses Jahr.
    Und dass nun DNS noch vor Open Infra baut, wer hätte das gedacht, ob da wohl Provisionen fließen?
    Auf dem Helgolandplatz stehen mehrere große Kabeltrommeln, wem die wohl gehören, aber wehe ein Grundstückeigentümer lädt etwas Sand vor seinem Grundstück ab, o.ä.

  17. Elke
    23. Juni 2021 at 16:19

    Es wird so wie so und immer mit zweierlei Maß gemessen!!!!! Ein Baum och ist doch nicht schlimm!!!! Aber wenn was passiert ist der Anwohner am A…!!!! Wie bei allen anderen Bäumen und Dingen in Schulzendorf!

  18. OI Fan
    23. Juni 2021 at 14:28

    Ach, kontrolliert das Tiefbauamt etwa nicht die Arbeiten von Dns?

    Aber OpenInfra die Hölle heiß machen wegen Buddeltiefe, Auflagen etc :( :(

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