Neuer BER-Radweg – Freie Fahrt direkt durch die UFP-Wolke!

11. Juli 2026
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„Schönefeld ist auch eine Gemeinde für Radfahrer*innen. Und wir freuen uns, diesen Lückenschluss heute feiern zu können.“, lobt Schönefelds Bürgermeister Hentschel vergangenen Freitag den neuen Radweg entlang der Südbahn des BER.

 (Bildmontage mwBild)

(Bildmontage mwBild).

Doch während die Politik jubelt, stellt sich eine ganz andere Frage: Was atmen die Radfahrer dort eigentlich ein?

Radfahren soll gesund sein. Frische Luft, Bewegung, Fitness. Doch ausgerechnet am neuen Radweg entlang des BER kann von frischer Luft kaum die Rede sein. Denn in unmittelbarer Flughafennähe werden besonders hohe Konzentrationen Ultrafeiner Partikel (UFP) gemessen. Wissenschaftler bringen diese winzigen Partikel mit Risiken für Lunge sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung. Sie sind so klein, dass sie tief in den Körper und in das Blut eindringen können.

Und die Zahlen haben es in sich: Am 7. Juli 2026 wurde direkt an der BER-Rollbahn ein maximaler Einstundenmittelwert von 62.928 UFP-Partikeln pro Kubikzentimeter gemessen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bewertet bereits 10.000 Partikel pro Kubikzentimeter als erhöhte Konzentration. Das bedeutet: Der gemessene Spitzenwert lag mehr als sechsmal so hoch.

Ungeachtet dessen beklatscht Bürgermeister Hentschel den neuen Radweg als positives Angebot für Bürger und Besucher. Kritiker dürften sich allerdings fragen: Wird hier ein Freizeitprojekt gefeiert, ohne die Belastung durch den Flugverkehr ausreichend zu berücksichtigen?

Denn gerade Radfahrer atmen bei körperlicher Anstrengung deutlich mehr Luft ein als Spaziergänger. Ausgerechnet dort, wo Bewegung eigentlich der Gesundheit dienen soll, könnten sie deshalb einer besonders hohen Belastung ausgesetzt sein.

Bleibt die entscheidende Frage: Soll Radfahren unter solchen Bedingungen wirklich Spaß machen oder hätte vor dem Bau eines Gesundheitswegs erst über die Luftqualität gesprochen werden müssen?

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Aktueller UFP-Wert

+++ Ultrafeinstaub Konzentration am BER, Maximaler Einstundenmittelwert am 07.07.2026 62.928 Partikel/cm³ (Quelle: LUIS Brandenburg). Die WHO betrachtet einen Messwert von 10.000 Partikel/cm³ als „erhöhte Konzentration“. +++

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