Volleyball: Vom Bummelzug zum Express

22. Januar 2018
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Als die Schmetterlinge am Samstag ihre erste Pflichtaufgabe gegen den krassen Außenseiter Sportfreunde Brandenburg 94, der in der Brandenburg Liga bislang ohne Satzgewinn dasteht, im Spaziergang mit 3:0 meisterten, dachten wohl einige Spieler und Fans, dass es so weiter geht.

Doch mit dem SC Lindow Gransee II stand den Schmetterlingen im zweiten Spiel ein deutlich hochkarätigerer Kontrahent gegenüber. Was die Hausherren zu Beginn des zweiten Spiels zeigten, hat auch Erfolgstrainer Enndi Schletter erschrocken: „Es ist kreuzgefährlich sich in Selbstsicherheit zu wiegen und den Gegner zu unterschätzen.“ Mit 2:0 Sätzen lagen die Gäste bereits vorn. Fest eingeplante Punkte drohten zu entschwinden.

Als die Gäste beim Stand von 24 : 23 zum Matchball aufschlugen, zweifelte zu diesem Zeitpunkt kaum einer in der Halle am 3:0 Sieg der Spieler aus Gransee.

Der SVS - Express in Fahrt. (Foto:mwBild)

Der SVS – Express in Fahrt. (Foto:mwBild)

„In dieser Situation hätte keiner mehr auf uns einen Pfifferling gegeben!“, komentierte Schletter die heikle Situation nach dem Spiel.

Dann geschah das Unfassbare: Die Hausherren drehten in letzter Sekunde den Satz zum 2:1. Spätestens ab diesem Zeitpunkt waren die letzten Spieler wachgerüttelt. Gewinnen wir den dritten Satz, dann werden wir das gesamte Spiel für uns entscheiden. So war es vom Trainer und den Spielern zwischendurch prophezeit.

Plötzlich war auf dem Parkett ein SVS – Express zu sehen, der mit Höchsttempo unterwegs war. Spielerisch und kämpferisch stimmte es im Spiel der Schmetterlinge. „Ab dem dritten Satz haben meine Jungs dann ordentlich gearbeitet.“, sagte Schletter nach dem Nervenspiel erleichtert.

Auf mehreren Positionen hatte der Trainer zuvor taktische Veränderungen vorgenommen, Zuspieler und Außenangreifer wechselten ihre Positionen, sorgten so für Unsicherheit bei den Gästen und zwangen sie zu Fehlern. Spätestens als ihre Akkus spürbar nachließen, war der aus vielen jungen Spielern bestehende SVS – Express auf der Siegerstraße nicht mehr aufzuhalten.

Glaubte ganz fest daran, dass seine Jungs das Unmögliche schaffen: Trainer Enndi Schletter (Foto: mwBild)

Glaubte ganz fest daran, dass seine Jungs das Unmögliche schaffen: Trainer Enndi Schletter (Foto: mwBild)

Mit 3:2 gewannen am Ende die Schmetterlinge im Tie – Break ein Spiel, das spielerische Höhen und Tiefen lieferte, wie es sie wohl oft noch nicht gegeben hat.

Die Schulzendorfer Volleyballer belegen nach den beiden Siegen Platz sechs in der höchsten Brandenburger Volleyballliga.

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