Vision: Gründet Schulzendorf bald eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft?

30. Juni 2016
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BürgerBündnis, CDU und Die Linke haben eine Vision: Die drei Fraktionen im Gemeinderat denken ernsthaft darüber nach, eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft zu gründen.

Hans - Georg Bäumer (Die Linke) sieht im kommunalen Unternehmen mehr Chancen als Risiken. (Foto: mwBild)

Hans – Georg Bäumer (Die Linke) sieht im kommunalen Unternehmen mehr Chancen als Risiken. (Foto: mwBild)

„Eine der zentralen Zukunftsfragen für unsere wachsende Gemeinde ist die bedarfsgerechte Erweiterung des Angebotes sowie die Bezahlbarkeit des Wohnens. “, heißt es in einem Positionspapier. Vor allem der soziale Wohnungsbau steht im Focus der Visionäre.

Angesichts der Wohnungssituation sieht Guido Thieke Handlungsbedarf bei der Gemeinde. (Foto:mwBild)

Angesichts der Wohnungssituation sieht Guido Thieke Handlungsbedarf bei der Gemeinde. (Foto:mwBild)

Die Wohnungswirtschaft werde in Zukunft noch bedeutender, auch einkommensschwächeren Bürgern müsse ein Angebot gemacht werden. Drei Geschäftsfelder könnte die kommunale Gesellschaft verfolgen: Die Bewirtschaftung und Verwaltung von Wohnungen und Gebäuden, ihr Ankauf und Veräußerung sowie die Bauträgertätigkeit.

Eine endgültige Entscheidung wird jedoch erst fallen, wenn wirtschaftliche, rechtliche und steuerliche Aspekte der Unternehmensgründung genau unter die Lupe genommen wurden.

Dazu soll Bürgermeister Markus Mücke in einer Studie Vor- und Nachteile des Projekts beleuchten sowie ein Konzept auf den Tisch legen, welche Wohngebäude und dazugehörige Grundstücke in die neue Gesellschaft als Sachvermögen übertragen werden könnten.

Doch nicht bei allen im Gemeinderat stoßen die Zukunftspläne von BürgerBündnis, CDU und den Linken auf Begeisterung. Während die Zugpferde des Vorhabens, Hans – Georg Bäumer (Die Linke) und Guido Thieke (CDU), große Chancen im Projekt für die Kommune und ihre Bewohner sehen, fällt das Urteil bei anderen deutlich verhaltener aus.

Der Frontmann der Grünen, Andreas Körner: „Die Bildung einer Wohnungsbaugesellschaft kann eine Antwort auf die Frage, wie schaffen wir bezahlbaren Wohnraum in Schulzendorf, sein. Ich glaube aber, dass das für Schulzendorf eine Nummer zu groß ist. Ich wünsche mir noch etwas mehr Besinnungszeit.”

Andreas Körner hat noch Diskussionsbedarf, bis er sich abschließend zum Thema positioniert. (Foto: mwBild)

Andreas Körner hat noch Diskussionsbedarf, bis er sich abschließend zum Thema positioniert. (Foto: mwBild)

Körner vertrat die Ansicht, dass Schulzendorf, verglichen mit Zeuthen, nur über sehr wenige Wohnungen verfüge. Dies könne ein Hindernis beim wirtschaftlichen Betreiben des Unternehmens sein. Körner könne sich aber vorstellen, gemeinsam mit Eichwalde und Zeuthen sozialen Wohnungsbau zu betreiben.

Bürgermeister Markus Mücke schlug ähnliche Töne an, erweckte sogar einen übervorsichtigen Eindruck. Er hätte sich mit Menschen unterhalten, die meinen, man solle von solch einem Projekt lieber die Finger lassen.

Vertreter der SPD schweigen sich zum Thema bislang gänzlich aus.

Für den finanzpolitischen Sprecher der CDU, Guido Thieke, ist klar, dass eine Unternehmensgründung mit dem derzeitigen Wohnungsbestand der Gemeinde nur wenig Sinn mache. Erwerbe man jedoch zusätzliche Grundstücke oder Gebäude und kümmere sich darüber hinaus um bezahlbare Wohnungen, sehe alles schon anders aus.

„Wir müssen den Stein ins Rollen bringen.“, mit diesen Worten redete Finanzexperte Bäumer den Zweiflern ins Gewissen. Ob es geholfen hat, werden die nächsten Wochen und Monate zeigen.

5 Responses to Vision: Gründet Schulzendorf bald eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft?

  1. Petra Prochaska
    22. November 2022 at 17:26

    Nichts passiert !
    26.000€ wurden ausgegeben für eine Idee in der Otto-Krien-Str. – Für nichts !

  2. Zicke
    1. Juli 2016 at 15:32

    Kann Mückenplage nur beipflichten. Wenn man liest mit welchen Leuten sich Mücke unterhält, mit solchen, die meinen, bloß nichts wagen, dann ist für mich völlig klar, dass er fehl am Platz ist. Und es bestätigt meine Meinung. Herr Mücke hat in den letzten 7 Jahren überhaupt keine Visionen für den Ort entwickelt, geschweige denn umgesetzt. Aber die Bürger mit seinem Ordnungsamt gängeln (Graswuchs an Bordsteinen), das kann er.

  3. Mückenplage
    1. Juli 2016 at 13:22

    Ein Trauerspiel! Als wenn Mücke etwas auf den Weg bringen würde, was er selber nicht möchte. GV Wacht doch endlich mal auf!

  4. Tiefflieger
    Tiefflieger
    1. Juli 2016 at 06:56

    Wenn Herr Mücke den Auftrag erhält eine Konzeption zu erarbeiten, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass er sie selber entwickelt.Er wird sich sicher Fachleute heranziehen. Nur Mut, Gemeindevertreter.

  5. Olli
    30. Juni 2016 at 14:53

    Liebe GV, was macht ihr denn da??? An sich ist das eine gute Sache, doch wenn Sum Sum seine Hand im Spiel hat, kommt doch nur Mist heraus. Mücke ist ein kleiner Mechaniker, der hat doch von solchen Dingen überhaupt keine Ahnung. Der bekommt doch nicht mal seine Personalangelegenheiten oder kleinste Bauarbeiten in den Griff, geschweige denn sowas. Dieses Konzept muss ein erfahrener Wirtschaftsmann aufstellen, aber doch nicht Mücke.

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