„Stoppt den Bauwahn“ – Bürger gehen auf die Barrikaden

28. August 2019
Von

Am 4. September wird um 17.30 Uhr vor dem Rathaus die zweite Demonstration in der Geschichte der Gemeinde stattfinden. Sechs Schulzendorfer, darunter Katja und Klaus Schmidt, Petra Prochaska, Bärbel Hartenstein und Reinhard Bolduan, rufen zu einer Demonstration unter dem Motto „Stoppt den Bauwahn“ auf. Die Versammlung ist angemeldet, die Polizei wird zum Einsatz kommen.

"Unsere Hoffnung gilt der Vernunft der Gemeindevertreter," - heißt es im Demo Flyer der Initiatoren. (Bildmontage: Bliefert)

“Unsere Hoffnung gilt der Vernunft der Gemeindevertreter,” – heißt es im Demo Flyer der Initiatoren. (Bildmontage: Bliefert)

„Kein weiteres Baufeld“ ohne die Entwicklung der erforderlichen Infrastruktur und Deckelung der Einwohnerzahl fordern die Initiatoren. „Soll die Malve im Ortswappen bleiben oder machen wir Häuser daraus?“, fragen die Aktivisten. Die Malve im Wappen soll den Charakter der Gartenstadt vor den Toren Berlins symbolisieren.

2.000 Flyer, in den Schulzendorfs Bewohner aufgerufen werden, sich an der Versammlung zu beteiligen, werden seit Tagen verteilt. Plakate werden vorbereitet.

„Wir wollen friedlich und sachlich mit den Abgeordneten reden und an sie appellieren, keine Beschlüsse zu fassen, die eine Erhöhung der Einwohnerzahl zur Folge haben, ohne entsprechende Infrastruktur.“, sagt Klaus Schmidt, bei dem es sich übrigens nicht um Gemeinderat Klaus Schmidt (AfD) handelt.

Initiatoren beim Verteilen von Demo Flyern: Klaus Schmidt, Reinhard Bolduan, Katja Schmidt (Foto: mwBild)

Initiatoren beim Verteilen von Demo Flyern: Klaus Schmidt, Reinhard Bolduan, Katja Schmidt (Foto: mwBild)

11 Responses to „Stoppt den Bauwahn“ – Bürger gehen auf die Barrikaden

  1. Neu Schulzendorfer
    2. September 2019 at 09:06

    @Planung :
    Ziemlich planlos-wenn Sie keine Demokratie mögen,
    dann würden Sie auf dieser Plattform auch nichts sagen dürfen.
    Ich bin jedenfalls froh, dass es bald schon den 30. Jahrestag des Mauerfalls
    gibt und bin froh das sehr viele Menschen einschließlich meiner Wenigkeit damals in Leipzig dafür
    demonstriert haben.
    Ein Mensch verändert sich im Leben auch, man muss vorwärts schauen.
    Schulzendorf muss es halt auch.
    Und die Politiker bekommen seltener mehr Gehalt und verdienen für den nervenaufreissenden Job weniger als
    in der freien Wirtschaft.
    Attackieren Sie keine Neu-Schulzendorfer, wir sind freundlich und möchten ein Miteinander
    und kein Gegeneinander.
    Und Investitionen wie z.B. Parkbänke oder Ähnliches als Spenden sind
    ja auch geplant.

  2. Planung
    1. September 2019 at 16:52

    @ Neu Schulzendorfer Was soll der Unsinn ! Wir haben in Teilen von Schulzendorf seit 90 Jahren keine Veränderung erlebt, wir leben von der Infrastruktur unserer Großeltern. Den Unterschied von Landes – und Kreisstraßen ist hier auch überflüssig zu erklären. Was mich auf die Palme bringt ist Ihr Sozialismusgehabe. Nehmen sie doch ihre Demokratie und hauen sie ab, wo sie hergekommen sind ! Sie wiederholen ohne einmal nachzudenken diesen Qutasch von den Politikern, dass mehr Einwohner mehr Steureinnahmen bedeutet. Ja, dass bedeutet aber nur, dass diese Politiker mehr Gehalt bekommen und in der Kasse mehr Geld haben für ihre Spaßprojekte ! Es wird keinen Euro für die Infrastruktur geben – Teile von Schulzendorf leben heut`’ schlechter als zu DDR – Zeiten , aber Schulzedorf leistet sich beleuchtete Radwege ! Der zahlende Bürger von Schulzendorf hat die Schnauze voll davon – und jetzt noch das Verfahren mit den Investoren am Ritterschlag- wer wird den das wieder bezahlen ?

  3. Neu Schulzendorfer
    1. September 2019 at 16:19

    Folgendes stimmt auf jeden Fall:
    Es muss, wenn dann ein vernünftiger Ortskern mit genügend
    Einkaufsmöglichkeiten geschaffen werden!
    Gewerbe direkt hinter dem Rathaus ist dort Fehl am Platz, dann bitte beim Amazon Bau an der Autobahn.
    Außerdem mehr Kreisel bauen, damit der Verkehr besser fließt, statt wie Richtung Waltersdorf nur stockt, auch die A13 Abfahrt muss verbessert werden. Sonst droht bei Flughafeneröffnung der Verkehrskollaps.
    Ansonsten ist Veränderung manchmal auch positiv, aber die Natur sollte so weit es geht bleiben, erstmal sollten die Projekte die derzeit am Laufen sind zu Ende geführt werden.
    Und jeder Neu Schulzendorfer ist auch ein Steuerzahler mehr, das bringt mehr Geld in die Kassen, aber dieses sollte natürlich sinnvoll eingesetzt werden.
    Ein Einwohnerstopp, davon halte ich gar nichts – wir befinden uns bald im Jahre 2020 und nicht mehr im Sozialismus….
    Das möchten glaube die meisten hoffentlich nie wieder!
    Also lasst auch Veränderungen zu, aber sinnvoll sollten diese sein.

  4. Marcus D.
    30. August 2019 at 14:00

    Man wird sehen ……
    Aber man muß etwas machen, wenn man unzufrieden ist! Danke den Initiatoren, dass sie den Stein ins rollen bringen.

    Wir haben auch ohne Flyer den Termin fest eingeplant.

  5. Bürger zweiter Klasse
    30. August 2019 at 11:10

    Ich bin der Meinung dass keiner der von uns Gewählten die Eixx um Rede und Antwort zu stehen.
    Man wird sehen

  6. Erdbewohner
    30. August 2019 at 08:52

    @Bernd: das stimmt, Wahnsinn diese Bauten an der Miersdorfer Str. :( :(
    D.h. es wird dann im A10 Center und Umgebung noch voller!!!!

  7. Bernd Ginzel
    29. August 2019 at 23:44

    Liebe Schulzendorfer – lasst euch das nicht bieten! Ich als Wildauer erlebe derzeit die Zubetonierung meiner Heimat. Warum glaubt man im Speckgürtel eigentlich das Wohnungsproblem der Berliner lösen zu müssen? Hier wird doch schon lange nicht mehr für Ortsansässige gebaut. Pro Wohnung wird 1 Parkplatz zur Pflicht. Bei 10-11 € Kaltmiete pro Quadratmeter sorgt das für Parkplatznot, weil eine einzige Person diese Mieten niemals zahlen könnte. Bestehende Strassen lassen sich wenig bis gar nicht vergrößern. Die erschreckenden Ergebnisse könnt ihr euch gerne in Wildau ansehen – und hier wird munter weiter gebaut.

  8. H.F.
    29. August 2019 at 15:33

    Willy, Ihre Unmut in allen Ehren. Ich kann Sie auch verstehen, aber es sind immer noch ABGEORDNETE und keine “Hansels”. Soviel Zeit muss sein. Und außerdem wissen Sie nicht, ob alle Abgeordneten dafür sind. Also nicht pauschalisieren.

  9. Willy
    29. August 2019 at 12:37

    Richtig Olli. Wie lange lassen wir uns das noch gefallen, das 18 Hansels machen was Mücke und Co will. Wir müssen zu unserem Ort stehen und nicht Mückes Taschen füllen.

  10. Petra
    Petra
    29. August 2019 at 06:22

    Super Sache. Es kann nicht sein, dass 18 Abgeordnete über das künftige Schicksal von 8.000 Bewohnern entscheiden, ohne sich vorher ihre Meinung angehört zu haben.

  11. Olli
    28. August 2019 at 21:11

    Ich bitte alle Schulzendorfer sich an dieser Demo zu beteiligen. Ist keine Idealzeit (Kinder, Abendbrot), aber das Thema geht uns alle an. Die CDU schleppt hier Leute ran, die im Ortszentrum einen Lagerhallenkomplex errichten wollen, die die Naturoase am Helgolandplatz mit Beton zuschütten wollen und nun der Rosengarten, der in Wirklichkeit ein Betongarten sein wird. Keine Kitaplätze, keine Schule, keine ausreichenden Einkaufseinrichtungen, dafüpr jede Menge Beton. ICH WILL DAS ALLES NICHT! Und deshalb werde ich dabei sein. Und Danke an die Initiatoren.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Anzeige

ANZEIGE

Werbung