Schulzendorf. Seit August 2021 gibt es den Verein „Starke Kinder, starke Zukunft“. Mit inzwischen 16 aktiven Mitgliedern will der Verein Familien, Eltern und Kindern ein breites Angebot machen.
Die Ideen des Vereins sind vielfältig. Angeboten werden unter anderem ein Krabbeltreff für die Allerkleinsten, ein Schwangeren-Treff, ein Elterntreff, ein Treff für Alleinerziehende, ein Angebot für Zwillings-Eltern sowie ein Lauftreff für Sportbegeisterte.
Ein buntes Programm also, das Menschen zusammenbringen soll. Und dafür braucht es natürlich einen Ort. Und seit Kurzem haben die „starken Kinder“ sogar ein eigenes Zuhause: das gemeindeeigene Grundstück in der Hebbelstraße 4.
Drei Fraktionen traten auf die Bremse
Für reichlich Unverständnis sorgte allerdings das Abstimmungsverhalten von Grünen, Linken und SPD beim Abschluss des Pachtvertrages. Während eine Mehrheit von Gemeinderäten dem jungen Verein die Chance auf ein eigenes Domizil geben wollte, stimmten Winnifred Tauche, Claudia Mollenschott (beide Die Linke), Andreas Körner (Bündnis 90/Die Grünen) und Dominic Lübke, Tim Kolbe, Susanne Heyer (alle SPD) gegen seinen Abschluss.
Doch was genau sprach eigentlich dagegen, einem jungen Verein mit konkreten Angeboten für Familien und Kinder eine Chance zu geben? Die vorgetragenen Argumente der Gegner wirken zumindest wenig überzeugend.
„Bubi“ Lübke äußerte Bedenken hinsichtlich der Zahlungsfähigkeit des Vereins. Seine Frage: Was passiert, wenn der Verein nicht zahlen kann? Seine Haltung ist nach Ansicht von Kritikern Ausdruck typischer kommunalpolitischer Zauderei: Statt engagierten Menschen erst einmal eine Chance zu geben, wird vorsorglich schon über das mögliche Scheitern gesprochen. Dabei hatte Bürgermeister Witteck (CDU) vorgesorgt und den Vertrag bewusst zunächst auf ein Jahr befristet.
„Der Vorstand ist nicht da“ – und deshalb kein Pachtvertrag?
Von Claudia Mollenschott kam Kritik an der Abwesenheit des Vereinsvorstandes während der Sitzung um den Pachtvertrag. Tatsächlich war mit Ramona Brühl ein einfaches Vereinsmitglied anwesend. Sie erklärte, dass der Vorstand verhindert sei. Ob die Abwesenheit von Vorstandsmitgliedern allerdings ein Grund sein sollte, einem Verein die Nutzung eines gemeindlichen Grundstücks zu verweigern, darf durchaus bezweifelt werden.
Ein weiterer Kritikpunkt der Genossin war der Pachtzins von 1,70 Euro pro Quadratmeter. Doch auch hier verwies die Verwaltung auf konkrete Grundlagen. Herangezogen worden seien der Grundstücksmarktbericht 2024 sowie aktuelle Bodenrichtwerte. Der vereinbarte Preis liege im unteren Bereich der üblichen Spanne.
Der Verein übernimmt nicht nur laufende Kosten, sondern soll auch selbst Geld und Arbeit in kleinere Reparaturen investieren. Ein Geschenk der Gemeinde sieht jedenfalls anders aus. Soetwas gab es tatsächlich nur in der Mücke-„Ära“
AfD – Dem Verein eine Chance geben
Während Grüne, Linke und SPD offenbar noch nach weiteren Gründen kramten, warum ein junger Familienverein besser draußen bleiben sollte, bekam „Starke Kinder, starke Zukunft“ wenigstens die Chance, aus einem alten Wochenendgrundstück einen Treffpunkt für Familien zu machen. Frank Güßmann (AfD) brachte die Sache am Ende auf den Punkt: Dem Verein müsse eine Chance gegeben werden.
Manchmal ist Kommunalpolitik eben ganz einfach: Entweder man gibt engagierten Menschen eine Chance oder man stimmt dagegen.
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Ich freue mich, dass unserem Verein mit dem Grundstück von Einigen eine Chance eingeräumt wird und auch, dass wir dieses bereits für das kommende Picknick nutzen können. Wenn ich diesen Artikel lese und höre was da so abläuft, bin ich froh, dass ich mir das nicht geben muss und Ehrenamt offenbar trotzdem noch in manchen Herzen in Schulzendorf Platz findet und weiter funktionieren kann- danke dafür und auch die Unterstützung die wir auf allen anderen Wegen erhalten <3