Starke Kinder? Nicht mit Grünen, Linken und SPD!

28. August 2026
Von

Schulzendorf. Seit August 2021 gibt es den Verein „Starke Kinder, starke Zukunft“. Mit inzwischen 16 aktiven Mitgliedern will der Verein Familien, Eltern und Kindern ein breites Angebot machen.

Die Ideen des Vereins sind vielfältig. Angeboten werden unter anderem ein Krabbeltreff für die Allerkleinsten, ein Schwangeren-Treff, ein Elterntreff, ein Treff für Alleinerziehende, ein Angebot für Zwillings-Eltern sowie ein Lauftreff für Sportbegeisterte.

Symbolbild

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Ein buntes Programm also, das Menschen zusammenbringen soll. Und dafür braucht es natürlich einen Ort. Und seit Kurzem haben die „starken Kinder“ sogar ein eigenes Zuhause: das gemeindeeigene Grundstück in der Hebbelstraße 4.

Drei Fraktionen traten auf die Bremse

Für reichlich Unverständnis sorgte allerdings das Abstimmungsverhalten von Grünen, Linken und SPD beim Abschluss des Pachtvertrages. Während eine Mehrheit von Gemeinderäten dem jungen Verein die Chance auf ein eigenes Domizil geben wollte, stimmten Winnifred Tauche, Claudia Mollenschott (beide Die Linke), Andreas Körner (Bündnis 90/Die Grünen) und Dominic Lübke, Tim Kolbe, Susanne Heyer (alle SPD) gegen seinen Abschluss.

Doch was genau sprach eigentlich dagegen, einem jungen Verein mit konkreten Angeboten für Familien und Kinder eine Chance zu geben? Die vorgetragenen Argumente der Gegner wirken zumindest wenig überzeugend.

„Bubi“ Lübke äußerte Bedenken hinsichtlich der Zahlungsfähigkeit des Vereins. Seine Frage: Was passiert, wenn der Verein nicht zahlen kann? Seine Haltung  ist nach Ansicht von Kritikern Ausdruck typischer kommunalpolitischer Zauderei: Statt engagierten Menschen erst einmal eine Chance zu geben, wird vorsorglich schon über das mögliche Scheitern gesprochen. Dabei hatte Bürgermeister Witteck (CDU) vorgesorgt und den Vertrag bewusst zunächst auf ein Jahr befristet.

 „Der Vorstand ist nicht da“ – und deshalb kein Pachtvertrag?

Von Claudia Mollenschott kam Kritik an der Abwesenheit des Vereinsvorstandes während der Sitzung um den Pachtvertrag. Tatsächlich war mit Ramona Brühl ein einfaches Vereinsmitglied anwesend. Sie erklärte, dass der Vorstand verhindert sei. Ob die Abwesenheit von Vorstandsmitgliedern allerdings ein Grund sein sollte, einem Verein die Nutzung eines gemeindlichen Grundstücks zu verweigern, darf durchaus bezweifelt werden.

Ein weiterer Kritikpunkt der Genossin war der Pachtzins von 1,70 Euro pro Quadratmeter. Doch auch hier verwies die Verwaltung auf konkrete Grundlagen. Herangezogen worden seien der Grundstücksmarktbericht 2024 sowie aktuelle Bodenrichtwerte. Der vereinbarte Preis liege im unteren Bereich der üblichen Spanne.

Der Verein übernimmt nicht nur laufende Kosten, sondern soll auch selbst Geld und Arbeit in kleinere Reparaturen investieren. Ein Geschenk der Gemeinde sieht jedenfalls anders aus. Soetwas gab es tatsächlich nur in der Mücke-„Ära“

AfD – Dem Verein eine Chance geben

Während Grüne, Linke und SPD offenbar noch nach weiteren Gründen kramten, warum ein junger Familienverein besser draußen bleiben sollte, bekam „Starke Kinder, starke Zukunft“ wenigstens die Chance, aus einem alten Wochenendgrundstück einen Treffpunkt für Familien zu machen. Frank Güßmann (AfD) brachte die Sache am Ende auf den Punkt: Dem Verein müsse eine Chance gegeben werden.

Manchmal ist Kommunalpolitik eben ganz einfach: Entweder man gibt engagierten Menschen eine Chance oder man stimmt dagegen.

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18 Responses to Starke Kinder? Nicht mit Grünen, Linken und SPD!

  1. Petra P.
    9. September 2026 at 11:22

    Ähm – mit diesem Verein nichts! Aber mit der Kinder- und Jugendarbeit in Schulzendorf.

  2. Ähm
    8. September 2026 at 17:34

    Petra P. was hat der Jugendbeirat mit diesem Verein zu tun?

  3. Petra P.
    8. September 2026 at 09:36

    Was macht eigentlich unser Jugendbeirat von Schulzendorf? Nach meinen Beobachtungen – unentschuldigt Fehlen bei den Sitzungen der Fachausschüsse und Sitzungen der Gemeindevertretung. Mit Desinteresse kann man im Ort nichts verändern.

  4. 7. September 2026 at 21:57

    Herr Wichlitzky,
    wir sind doch keine politische Vorfeldorganisation. Herrlich. Muss man hier alles ganz genau erklären anscheinend. Ich meine mit Vorfeldorganisationen diese ganzen ´Profis´ die an den öffentlichen Fördertrögen laben und häufig im Gleichschritt mit der Regierung traben – weil sie ja von Geldern abhängig sind. Diese so genannte Jugendarbeit kommt genau von diesen Organisationen die ich deshalb als Vorfeld benenne, weil sie eben verstrickt und eingebunden sind, in Fördermaßnahmen und politische Programme und ihre politischen Überzeugungen als Bildungsprogramme verticken.

    Nein, sowas wird dieser Verein vermutlich nicht anbieten. Da muss ich echt lachen. Das ist nicht das Ziel, da haben Sie recht. Aber die Haftungsfragen und derlei, das müssen Sie schon dem Vorstand überlassen. Und den Nutzern.

    Sie können aber gern mal Jugendliche fragen, was die von dieser professionellen ´Jugendarbeit´ halten. Die hängen ja nicht ohne Grund VOR der Butze rum, statt darin.

  5. 6. September 2026 at 00:50

    Frank, geht zum Picknick und finds heraus.

  6. Jeffrey Wichlitzky
    5. September 2026 at 20:49

    @Peter Schulze: „Schlüssel geben, einer setzt den Hut auf, fertig” – das klingt charmant unkompliziert, birgt aber ein erhebliches Haftungsrisiko, sobald es um eine unbegrenzte, wechselnde Zahl Jugendlicher geht. Ohne Konzept, ohne klare Aufsichtspflicht, ohne Vereinbarung darüber, wer im Schadensfall haftet, ist das kein tragfähiges Modell – weder für die „Aufsichtsperson”, noch für Ihren Verein als Pächter.

    Das bringt mich zu einer grundsätzlicheren Frage: Was ist eigentlich das Ziel der „Vorfeldorganisation”, deren Vorstand Sie sind? Geht es um Familientreffs und Picknicks – oder soll das Grundstück perspektivisch tatsächlich Jugendarbeit im Ort mit abdecken? Das wäre eine ganz andere Hausnummer als das, was der Verein bislang beschreibt.

  7. Frank
    5. September 2026 at 16:01

    Peter Schulze,
    “Die sollen zu uns kommen, dann kriegen sie nen Schlüssel, einer kriegt den Hut auf und fertig. Da brauchts keinen KJV und andere Profis für.”
    Sehen es die anderen Mitglieder des Vereins auch so?

  8. 5. September 2026 at 13:04

    Frank, wieso sollte er nicht? Machen wir gern, sind ja ein Familienverein. Aber die Butze hat der KJV abgelehnt. Nur mal so. Zu unflexibel. Butze allein oder gar nicht war die Quasi-Forderung. Und nochmal: Jungendliche haben anscheinend keine Lust auf betreute Party. Die sollen zu uns kommen, dann kriegen sie nen Schlüssel, einer kriegt den Hut auf und fertig. Da brauchts keinen KJV und andere Profis für.

  9. Frank
    3. September 2026 at 23:34

    “Die „Vorfeldorganisation” scheint ja eigentlich schon zu stehen – der Verein ist da, das Grundstück ist da. Was fehlt, ist eher ein Plan: Struktur, ein Konzept für Jugendliche, und vor allem Kooperationspartner, die das mit Leben füllen.

    Der KJV wäre da naheliegend. Genauso die Fördervereine der Schulzendorfer Grundschulen – die haben doch schon ein Netzwerk zu Eltern und Kindern. Und die anderen Vereine im Ort kennen sicher auch Leute, die Bock hätten, sowas aufzuziehen.”
    Warum sollte ein kleiner Schulzendorfer Verein sein gepachtetes Grundstück für die Jugendarbeit im Ort hergeben.
    Die Butze war ursprünglich ein Jugendclub.
    Dem KJV dieses oft ungenutzte Objekt zur Verfügung stellen und fertig.

  10. 3. September 2026 at 22:16

    Jeffrey Wichlitzky – 12.09. 14-18 Uhr, Hebbelstraße 4! Ich kann leider selbst diesmal nicht, aber jeder den das interessiert kann da zur Stippvisite oder auch zum Verweilen vorbei schneien. Am Ende ist und bleibt das Credo unseres Vereins: Du hast ne Idee; wir haben (oder schaffen) die Infrastruktur. Ist hier genauso. Wenn ihr nen Papa/Mama/großen Bruder habt der aufpasst – die Räume gut findet und ne Idee nötig ist, um die Kids da rein zu bringen, dann Feuer frei. Bisher hat das Haus keine Funktion. Wir werden unsere Versammlungen dort machen und vielleicht bei Schlechtwetter ein paar unserer Treffs. Aber dabei muss es keinesfalls bleiben. Selbstversorgergarten, Schulgarten, Jugendclub, Graffiti-Wand, Zocker-Höhle, whatever. Ideen sind sicher da. Aber keiner, der´s macht. Und solange machen wir da erstmal ´unser Ding´. Das ´unser´ wäre halt schön wenn es wächst. Und dass sich da andere Ehrenämtler dran hängen ist absolut erwünscht.

  11. Petra P.
    3. September 2026 at 19:12

    Was ist eigentlich mit dem Gebäude – ehemals Plus – in der Herweghstr.?
    Gibt es dort nicht eine Möglichkeit zur Nutzung?

  12. Jeffrey Wichlitzky
    3. September 2026 at 18:22

    Die „Vorfeldorganisation” scheint ja eigentlich schon zu stehen – der Verein ist da, das Grundstück ist da. Was fehlt, ist eher ein Plan: Struktur, ein Konzept für Jugendliche, und vor allem Kooperationspartner, die das mit Leben füllen.

    Der KJV wäre da naheliegend. Genauso die Fördervereine der Schulzendorfer Grundschulen – die haben doch schon ein Netzwerk zu Eltern und Kindern. Und die anderen Vereine im Ort kennen sicher auch Leute, die Bock hätten, sowas aufzuziehen.

    Frage ist: Wer hat da eigentlich den Draht? Wer setzt sich mal an einen Tisch und bringt das zusammen?

  13. 3. September 2026 at 14:22

    Mike – wir haben da eine Bruchbude zur Hand. Lassen Sie uns sprechen. Wie ich das so mitbekomme, scheitert es nämlich eher nicht am Raum, sondern dass Räume immer nur zur Vefügung gestellt werden können (angeblich) wenn auch irgend so eine politische Vorfeldorganisation den Platzwart gibt. Und dass darauf kein Jugendlicher Bock hat, ist wohl klar. Sprich: Es braucht ne Aufsichtsperson und nen Raum. Nen Raum hätten wir. Jetzt du.

  14. Mike
    1. September 2026 at 09:28

    Ich finde es gut, dass Ehrenamtler und junge Vereine von der Gemeinde unterstützt werden. Schade nur, dass es die Gemeinde seit vielen vielen Jahren nicht hinbekommt Räume (Jugendclub) für Kids und Jugendliche zur organisieren.
    Es gibt Sozialarbeiter die an der Grundschule & in der Gemeinde aktiv sind.

  15. 1. September 2026 at 07:17

    Kommentar, da ich integer bin und nur einer von 3 Vorständen, gibt es keinen Interessenkonflikt, aber man muss ihn natürlich trotzdem annehmen. Genau dafür gibt es aber Regularien. Die werden eingehalten. Sich zu enthalten ist eine Solche. Das Objekt war öffentlich ausgeschrieben. Unsere komplette Fraktion war nicht anwesend bei der Zustimmung zur Vergabe. Ein Vereinsmitglied hat sich anwesend enthalten. Es gab keinen weiteren Bewerber. Eine weitere Berührung sehe ich nicht. Aber ich kommuniziere das gern transparent. Sie sind übrigens gern zum Picknick eingeladen, da können Sie sich ein Bild davon machen, was wir da ´abgesahnt´ haben. haha

    Ach, wo wir bei Interessenkonflikten sind. Wissen Sie wo ich Konflikte unterstelle, aber die Verfassung anscheinend nicht und deshalb meines Wissens nach auch keine Regeln existieren? Wenn Mitglieder der GV auch im Kreistag sitzen. Oder wenn Mitglieder der GV Beamte sind.
    Just saying.

  16. AfD Fan
    AfD Fan
    1. September 2026 at 06:24

    Mitglieder des Vereins haben wegen möglicher Befangenheit nicht an der Abstimmung teilgenommen.

  17. Kommentar
    31. August 2026 at 21:20

    Gibt es einen Interessenkonflikt, wenn der Vorstand des Vereins, der nun günstig ein gemeindeeigenes Grundstück pachtet, gleichzeitig Gemeindevertreter ist?

  18. Nina Kattner
    28. August 2026 at 17:40

    Ich freue mich, dass unserem Verein mit dem Grundstück von Einigen eine Chance eingeräumt wird und auch, dass wir dieses bereits für das kommende Picknick nutzen können. Wenn ich diesen Artikel lese und höre was da so abläuft, bin ich froh, dass ich mir das nicht geben muss und Ehrenamt offenbar trotzdem noch in manchen Herzen in Schulzendorf Platz findet und weiter funktionieren kann- danke dafür und auch die Unterstützung die wir auf allen anderen Wegen erhalten <3

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