Plakatschlacht

4. Juni 2009
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Die Diskussion über den Sinn oder Unsinn von Plakatwerbung im Wahlkampf ist auch in Schulzendorf angekommen. Markus Mücke, Bürgermeisterkandidat der Schulzendorfer SPD wandte sich in einem offenen Brief an die beiden Bürgermeisterkandidaten der Schulzendorfer CDU und der Linkspartei, Guido Thieke und Dr. Frank Welskop. Mücke rief zum Verzicht auf die Wahlwerbung mit Plakaten auf. „Wir, die Bürgermeisterkandidaten, könnten jetzt schon ein Verantwortungsbewusstsein für den Ort beweisen und selbst die Werbung mit Plakaten auslassen. Ich verzichte auf das Aufhängen von Wahlplakaten, wenn Sie verehrte Bürgermeisterkandidaten, sich auch entsprechend öffentlich positionieren.” Gelassen darauf reagierte Dr. Frank Welskop, „ der Anregung von Herrn Mücke könnte ich folgen, wenn sich tatsächlich alle Kandidaten daran halten würden.” Verwunderung über den Aufruf herrschte dagegen bei Guido Thieke. „Ich finde den Aufruf von Herrn Mücke sehr seltsam. Nach dem die SPD als erste Partei in Schulzendorf Plakate für den Europawahlkampf platziert hat möchte Herr Mücke nun plötzlich einen Wahlkampf ohne Plakatwerbung führen. Ich werde mich diesem Aufruf nicht anschließen, er ist völlig deplaziert.” Schulzendorfs CDU Chef Kolberg wird deutlicher. „Herr Mücke sollte sich mal Gedanken darüber machen, welche Form der Plakatierung angebracht ist. Das, was auf den SPD – Plakaten zur Europawahl zu sehen ist, grenzt schon an Diffamierung und Beleidigung”. Markus Mücke ist parteiloser Kandidat der SPD und eigentlich für die Wahlkampfwerbung der Schulzendorfer SPD wenig verantwortlich. Ob Schulzendorfs SPD Führung Mückes Standpunkt uneingeschränkt teilt scheint mehr als fraglich. Ihr Chef, Thomas Fischer deckte auf Anfrage dieses Thema mit dem Mantel der Nächstenliebe zu. Schulzendorfs Bewohner hingegen reden Klartext. „Hier im Ort hängen an fast jeder Ecke irgendwelche Werbeplakate vom Zirkus, von Firmen und Parteien. Die Politiker sollen sich um die Probleme von uns Schulzendorfer kümmern und nicht irgendwelche Scheingefechte führen. Hauptsache die räumen ihren Dreck hinter her weg.” meint Siegfried Janetzki aus der Walther Rathenau Straße.

One Response to Plakatschlacht

  1. Thomas Fischer
    5. Juni 2009 at 17:49

    Seltsam!
    Da ich mich bislang gar nicht zur Plakatfrage geäußert habe, kann ich das auch nicht mit dem “Mantel der Nächstenliebe” zugehängt haben.
    Deshalb hier mal eine klare Stellungnahme:
    Die Anregung von Markus Mücke ist mit mir abgesprochen und hat meine volle Unterstützung. Das Ansinnen beschränkt sich auf die Bürgermeister-Wahl. Es geht ja auch darum, dass der amtierende Bürgermeister für den Landtag kandidiert und seinen Kopf sicher auch plakatieren wird. Wer soll denn das noch alles auseinander halten können?

    Wir wollen mal die Kirche im Dorf lassen und sachlich bleiben. Für die anderen Wahlen halte ich eine Plakatierung – keine Materialschlacht – für angemessen. Die Plakatierung der SPD zur Europawahl wurde nicht vom Ortsverein vorgenommen (dasdürfte ja bei der CDU nicht anders sein. Davon abgesehen, dass der Slogan “Wir für Europa” nicht gerade die Wahlbeteiligung fördert, möchte ich mich zu den Motiven der Plakate nicht weiter äußern. Fakt ist, dass die SPD Aufmerksamkeit geschaffen hat.

    Thomas Fischer OV-Vors. SPD Schulzendorf

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