Dahme-Spreewald sagt den nächtlichen Rasen Robotern den Kampf an: Ab sofort dürfen Mähroboter nachts und in der Dämmerung nicht mehr fahren. Bei festgestellten Verstößen drohen 50.000 Euro Strafe. Der Grund ist dramatisch: Mähroboter werden zur tödlichen Falle für Igel und andere Kleintiere.
Der Landkreis Dahme-Spreewald hat eine neue Allgemeinverfügung erlassen. Sie verbietet den Betrieb von Mährobotern von einer halben Stunde vor Sonnenuntergang bis eine halbe Stunde nach Sonnenaufgang am nächsten Morgen. Maßgeblich sind dabei die aktuellen Dämmerungszeiten des Deutschen Wetterdienstes für Berlin-Brandenburg.
Lautlose Killer im Garten
Was für viele Gartenbesitzer praktische Helfer sind, bedeutet für Igel oft den Tod. Die autonomen Mähroboter arbeiten leise und bewegen sich meist unbeaufsichtigt über den Rasen. Gerade in den Abend- und Nachtstunden werden sie damit zur Gefahr für zahlreiche Tiere, die dann aktiv sind, darunter Igel, Amphibien, Reptilien und andere Kleinsäuger.
Besonders tragisch: Igel flüchten bei Gefahr nicht wie andere Tiere. Statt wegzulaufen, rollen sie sich zusammen und bleiben regungslos liegen. Gegen die scharfen Messer eines Mähroboters bietet diese natürliche Schutzstrategie jedoch keinen Schutz.
Schwere Verletzungen oft mit tödlichem Ausgang
Die Folgen sind erschütternd. Tiere erleiden schwere Schnittverletzungen, die häufig tödlich enden. Der europäische Igel steht bereits auf der Vorwarnliste der gefährdeten Säugetiere in Deutschland und gilt als besonders geschützte Art.
Forscher des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin haben das Problem untersucht. Das alarmierende Ergebnis: Fast jeder zweite Igel mit Schnittverletzungen durch Mähroboter überlebt nicht. Laut den Studien verendeten 47 Prozent der verletzten Tiere.
Naturschutz vor Bequemlichkeit
Mit dem Verbot will der Landkreis den gesetzlichen Artenschutz durchsetzen. Wildlebende Tiere dürfen weder verletzt noch getötet werden. Die Behörden sehen deshalb Handlungsbedarf.
Für Gartenbesitzer bedeutet die neue Regelung jedoch keinen vollständigen Verzicht auf die praktischen Geräte. Tagsüber dürfen Mähroboter weiterhin wie gewohnt eingesetzt werden. Lediglich in den Abend-, Nacht- und frühen Morgenstunden müssen sie künftig Pause machen.
Klare Botschaft aus dem Landkreis
Die Botschaft der Naturschützer ist eindeutig: Ein gepflegter Rasen darf nicht auf Kosten von Igeln und anderen Wildtieren gehen. Wer seinen Mähroboter tagsüber fahren lässt, kann weiterhin einen ordentlichen Garten genießen und gleichzeitig dazu beitragen, bedrohte Tiere zu schützen.

Sonst hat der Landkreis keine weiteren Sorgen? Und die Ordnungshüter schieben jetzt Nachtschicht? Am Tage ist ja meist keiner zu sehen.
Es ist leider wie immer, die Dummheit der Menschen müssen andere ausbaden. Es ist so einfach diese Roboter zu programmieren, noch besser wäre es, um Dummheit zu verhindern, um von vornherein auszuschließen, das der Roboter nach Sonnenuntergang nicht fährt.