Es reicht! Die Frage wird immer lauter: Wie lange kann Matthias Rackwitz noch Vorsitzender des NABU-Dahmeland e.V. bleiben?
Mit seinem Konfrontationskurs steuert der Naturschutzfunktionär den Kreisverband immer weiter ins politische Abseits. Statt für den Naturschutz zu werben, sorgt der NABU-Dahmeland inzwischen immer häufiger mit persönlichen Attacken und schrillen Protestaktionen für Schlagzeilen.
Der jüngste Rückschlag war deutlich: Vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg scheiterte der NABU mit seiner Klage gegen die geplante Fällung von rund 250 Bäumen entlang der Zeuthener Seestraße. Das Gericht folgte der Argumentation des Vereins nicht. Damit kann der seit Jahren geplante Ausbau der Straße weiter vorangetrieben werden.
Dabei geht es nicht um irgendeine Straße. Der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg hatte der maroden Seestraße bescheinigt, dass sie den heutigen Anforderungen an die Verkehrssicherheit nicht mehr genügt. Tausende Fahrzeugführer, Anwohner, Pendler, Radfahrer und Fußgänger hoffen deshalb seit Jahren auf den Ausbau.
Polter Rachwitz will das Urteil nicht akzeptieren. Vergangenen Freitag machte der rbb mit seinem blauen Robur in Zeuthen Station, um über den Protest zu berichten. Vor rund 35 Demonstranten ging Rackwitz den Landrat des Landkreises Dahme-Spreewald, Sven Herzberger, persönlich an. Er bezeichnete ihn als „politischen Populisten“ und behauptete öffentlich, Herzberger wohne gar nicht an der Seestraße.
Diese Behauptung entspricht nicht den Tatsachen. Sven Herzberger lebt dort tatsächlich. Umso erstaunlicher: Die anwesende rbb-Reporterin Ismahan Alboga griff bei dieser falschen Behauptung nicht ein.
Doch damit nicht genug. Bereits unmittelbar nach der Niederlage vor Gericht veröffentlichte Rackwitz eine Grafik, die inzwischen für erheblichen Unmut sorgt. Darauf ist Landrat Herzberger schweißgebadet mit einer laufenden Kettensäge vor einem mächtigen Baum zu sehen. Auf dem Schwert der Motorsäge steht der Vorwurf „Ignoranz & Kurzsicht“. Die Botschaft ist eindeutig: Herzberger wird symbolisch zum rücksichtslosen Baumfäller erklärt. Kritiker sehen darin keine sachliche Auseinandersetzung mehr, sondern eine gezielte persönliche Diffamierung.
Die eigentliche Frage lautet inzwischen nicht mehr, ob man unterschiedlicher Meinung über den Ausbau der Seestraße sein darf. Natürlich darf man das. In einer Demokratie gehören unterschiedliche Positionen dazu.
Doch wo endet legitimer Protest und wo beginnt die persönliche Herabwürdigung politischer Gegner? Genau diese Grenze scheint der NABU-Dahmeland inzwischen überschritten zu haben.
Besonders bemerkenswert: Der Landesverband des NABU Brandenburg schweigt. Eine Anfrage zur Bewertung des Auftretens seines Kreisverbandes Dahmeland blieb unbeantwortet. Damit drängt sich ein Eindruck auf: Entweder billigt der Landesverband den Polter Stil seines Kreisvorsitzenden oder er scheut die öffentliche Auseinandersetzung.
Beides wirft Fragen auf.
Der NABU genießt bundesweit einen guten Ruf als Naturschutzverband. Umso größer dürfte das Interesse vieler Mitglieder sein, ob sie sich mit diesem zunehmend konfrontativen Auftreten ihres Dahmeländer Kreisverbandes identifizieren.
Nach der verlorenen Gerichtsentscheidung, den persönlichen Angriffen auf den Landrat und der umstrittenen Kettensägen-Darstellung stellt sich daher mehr denn je die Frage: Ist Matthias Rackwitz noch der richtige Mann an der Spitze des NABU-Dahmeland oder wäre ein personeller Neuanfang längst überfällig?

Ich bin sehr enttäuscht von dieser einseitigen Berichterstattung der Veranstaltung. Nicht nur, dass mutwillig die Teilnehmerzahl verfälscht wird (wenn Sie wirklich vor Ort waren wissen Sie, dass es weit mehr waren), es wird auch noch auf einen Umweltaktivisten verbal eingeprügelt. Selbst wenn er oft hart am Wind segelt, sind seine Methoden, auf Dinge und Misstände aufmerksam zu machen, weitaus harmloser als sogenannte Klimakleber, die selbst Tote billigend in Kauf nehmen. Umweltaktivisten, die sich im Ruderboot vor Walfängerschiffe stellen, sich, wie bei Stuttgart 21 auf Bäumen verschanzen werden zu Recht gefeiert, aber hier wird wegen ein paar vorlauten Worte ein Mensch und seine Anliegen diskreditiert. Es scheint mir, er ist ein paar pseudo-wichtigen Leuten ein paar mal zu ehrlich und direkt entgegen getreten. Wir brauchen noch viel mehr authentische Menschen wie Matthias Rackwitz! Dass sich der Schulzendorfer für so etwas hergibt, hätte ich nicht gedacht. Viel mehr hätte ich mir einen Artikel über die guten sachlichen Argumente für eine Kompromisslösung gewünscht. Denn es ist ja nicht so, dass die Baumretter sich gegen eine Sanierung der Straße stellen. So schwarz/weiß wollen es nur einige gerne darstellen.
Jeder, der sagt, die Allee muss gefällt werden, hat sich nicht damit beschäftigt, was technisch möglich ist!
Matthias Rackwitz ist genau der Richtige für den Job. Seine kompromisslose Art für den Schutz unserer Heimat ist herausragend.
@Andreas Haselow: Sie waren ja als Kameramann für den Nabu am Freitag dabei. Herr Rackwitz hat mich als Populisten bezeichnet und mit einfachen Parolen und emotionaler Dramatisierung so getan als könne man das mit der Sanierung der Seestraße ganz einfach lösen, ohne die Bäume zu fällen. Lassen Sie mich kurz nachdenken. Ich glaube das ist Populismus. Er hat laut behauptet ich wohne nicht in der Seestraße in Zeuthen, obwohl dass Gegenteil der Fall ist. Er hat mich mit verschiedenen unterirdischen Karikaturen auf Einladungen zum Roburtermin am Freitag, verächtlich gemacht. So führt man keine konstruktive lösungsorientierte Kommunikation. Das ist Populismus.
Hier kämpft ein Mann für uns alle, die Bäume, das Klima und ein Umdenken mit einer Stimme, die sich sonst niemand zu erheben traut. Und auf der anderen Seite Technokraten ohne Sinn für das, was wirklich wichtig wird in der Zukunft. Und der Schulzendorfer, ohne jegliche journalistische Neutralität in diesem Fall, biedert sich Letzteren mit solch reißerischer Hetze an, dass man sich fremdschämt. Irre.
Das Gegenteil ist korrekt – Matthias Rackwitz hat für den NABU-Dahmeland genau die humane Reputation eingefahren, die dem Bundes-NABU, mit all der menschenverachtenden Klima-Ideologie, fehlt und nie erreichen wird!
Herzbergers Versuch Ich-bin-doch-einer-von-Euch, “ich fahre Elektro-Auto und bin im Segelverein” fehlte nur noch das “Ich liebe doch – Ich liebe alle Menschen” …