Kommunalwahl: Bundestagsabgeordnete kritisiert SPD – „Scheinkandidaturen“.

10. Mai 2014
Von

An Rande einer Kommunalwahlveranstaltung in Eichwalde kritisierten die Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsabgeordnete Annalena Baerbock und der Kreistagskandidat Lothar Treder – Schmidt die umstrittenen Kandidaturen von Amtsträgern bei der Kommunalwahl.

Mehrere SPD – Bürgermeister, so Beate Burgschweiger (Zeuthen), Dr. Lutz Franzke (Königs Wusterhausen), Klaus – Dieter Quasdorf (Bestensee),  kandidieren für den Kreistag in Lübben, obwohl sie von vornherein wissen, dass sie ihr Mandat im Falle eines Wahlsieges nicht annehmen werden.

Die Bundestagsabgeordnete Annalena Baerbock und der Kreistagskandidat Lothar Treder – Schmidt warben für die Glaubwürdigkeit von Politikern. (Foto: Wolff)

Die Bundestagsabgeordnete Annalena Baerbock und der Kreistagskandidat Lothar Treder – Schmidt warben für die Glaubwürdigkeit von Politikern. (Foto: Wolff)

„Im Vorfeld der Wahl versprechen die Amtsträger sich für Bürgerbelange einzusetzen. Später nehmen sie das Mandat nicht an. Gerade junge Wähler stellen dann berechtigt die Frage nach der Glaubwürdigkeit von Politik.“, so die Bundestagsabgeordnete.

Auch die Tatsache, dass die CDU im Europawahlkampf mit Angela Merkel wirbt, die jedoch gar nicht zur Wahl steht, monierte Baerbock.

Für Treder – Schmidt handelt es sich bei den Kandidaturen mehrerer SPD – Bürgermeister um einen klaren „Vertrauensbruch“ gegenüber den Bürgern. Angesicht solcher Kandidaturen sei es kein Wunder, dass Bürger politikverdrossen und Politiker nicht mehr ernst genommen werden.

8 Responses to Kommunalwahl: Bundestagsabgeordnete kritisiert SPD – „Scheinkandidaturen“.

  1. 12. Mai 2014 at 13:03

    Man kann alle Leute eine Zeit lang an der Nase herumführen,
    und einige Leute die ganze Zeit,aber nicht alle Leute die ganze Zeit.

    von Abraham Lincoln

    Man kann nur hoffen das aus der uninformierten Mehrheit der Bürger, eine informierte Mehrheit der Bürger wird, damit es entsprechend dafür auch mal eine Quittung gibt.
    Wahlkampf auf trojanische Art.

    Die unabhängige Bürgerliste UBL, Dahme-Spreewald ,hatte das ebenfalls schon vor Wochen angeprangert.

    Freundliche Grüße

    von

    Gernut Franke

  2. Frank Knuffke
    11. Mai 2014 at 09:04

    pah…ich lach mich tot….solch poplige Täuschung mit den Kandidaten…das ist doch gar nichts!!! Der Bürger wird doch von morgens bis abends von den etablierten Parteien über die Rolle gezogen…und sagt jetzt nicht,ihr wißt das nicht….

  3. BingeLaden
    BingeLaden
    11. Mai 2014 at 08:55

    @Susi: Ich schließe mich Ihrer Meinung an. Da gibt es nichts hinzuzufügen.

    @Herr Kolberg, ich habe es an anderer Stelle schon einmal gesagt. Ihr Vergleich mit Herbert Burmeister hinkt äußerst. Er empfand es damals als ungerecht, dass er nicht als Bürgermeister in den Kreistag durfte und ist auf seine Kosten vor Gericht gezogen und wollte dagegen angehen. Das verdient höchsten Respekt. Bei Frau Burgschweiger und Co. ist die Sachlage völlig anders, sie kennen das Urteil, dass Herbert Burmeister ausgelöst hat und treten dennoch an.

  4. Susi
    11. Mai 2014 at 08:19

    @ Joachim Kolberg JA, ja es ist Wahlkampf. Die Aufstellung von Bürgermeistern zur Kreistagswahl ist eine Frechheit, obwohl ich die Auffassung vertrete, dass es Bürgermeistern gestattet sein muß, im Kreistag zu sitzen. Wenn nicht sie, wer dann, sie haben die meisten Bürgerkontake. – Im Gegenzug, wieso kann ein Landtagsabgeordnter oder ein Landesbediensteter sich für ” niedrige Arbeit ” herablassen!

    Und in ihrem Beitrag haben Sie, Herr Kolberg – etwas bewußt vergessen : Dr, Burmeister ist gegen die Landesverfassung vorgegangen, um in den Kreistag einzuziehen ! Ist es peinlich Meister Pfeiffer , BM von Mittenwalde zu benennen, weil dieser aus der CDU ausgetreten ist ? Wer regeiert denn im Lübbener Kreistag- ist es nicht die CDU mit der SPD, die hier für politische Hygiene hätte sorgen können- Herr Kreistagsabgeordneter ?

  5. Themis
    10. Mai 2014 at 21:42

    Bei aktuell 5 in Deutschland amtierenden Grünen Bürgermeistern fällt es leicht mit Fingern auf die anderen Bösen zu zeigen. Gut das die Klevernes der NPD für diesen Wahltrick nicht reichte. Nicht das Ihr die auch noch wählt :-)

  6. Joachim Kolberg
    Joachim Kolberg
    10. Mai 2014 at 20:26

    @Petra, auch ich freue mich über die deutliche Positionierung der Grünen. Allerdings ist es nicht richtig, dass niemand diese Scheinkandidatur bisher kritisiert. Ich habe schon 2008 diese Wählertäuschung angeprangert als auch ein CDU Bürgermeister und der damalige BM Dr. Burmeister kandidierten, obwohl sie nie die Absicht hatten ihre BM Posten aufzugeben. Auch heute habe ich mehrere Kommentare u.a. bei Facebook und anderen Medien abgegeben. Auch die Junge Union im Landkreis LDS hat in der Presse darauf hin gewiesen. Für mich werden die Leute hinters Licht geführt. Und es trägt nicht dazu bei, dass Politik glaubwürdig ist. Allerdings sind zum Glück nicht alle Kandidaten so. Es gibt auch welche, die ehrlich ihren Wählerinnen und Wählern gegenüber treten. Das sollte ihre Entscheidung beeinflussen.

  7. Petra
    Petra
    10. Mai 2014 at 17:32

    Mich freut die Deutlichkeit der beiden Grünen. Niemand sonst kritisiert diesen Betrug. @Obelix, ich bin bei Dir, die verar—-n uns. Mir gefällt ihre Porsition Herr Schmidt, eine Stimme von mir haben Sie, ist fest versprochen :-)

  8. Obelix
    10. Mai 2014 at 15:19

    Der Obelix hat die verarsche,ob gross oder klein,schon lange satt!!!

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