Kinderbetreuung: Wie das Wirrnis begründet wird – Tauche will Geheimberatung

7. Juli 2022
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Die Personalsituation in Schulzendorfer Kindereinrichtungen gleicht einem Flickenteppich. Erzieher kommen und gehen, Erzieher stöhnen wegen Arbeitsüberlastung, unter Erziehern ist der Krankenstand hoch. Eltern sehen ein grundlegendes Problem bei der Betreuung ihrer Kinder. Sie schlugen deshalb Alarm beim Jugendamt des Landkreises. In der Kita Hollerbusch wurde Eltern im Fall der anhaltenden Personalnot angekündigt, dass Gruppen geschlossen bleiben.

Kindertagesstätte

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„Dass wir Probleme mit der Besetzung von Stellen haben, ist ein Gerücht.“, sagt Bürgermeister Mücke (SPD-nominiert). Die Gründe für die enorme Fluktuation der Erzieher liegen seiner Sicht nach nicht darin, dass in den Kitas ein schlechtes Klima herrscht und sie wegwollen. „Es ist eine Wanderschaft zu beobachten, weil die Entscheidung des Erziehers in die Richtung geht, vielleicht könnte ich es woanders ein bisschen besser haben.“, so Mücke.

Für Claudia Mollenschott (Die Linke) ist das Personalchaos auch hausgemacht. Im Hort sollen nach ihren Worten bis zu 500 Kinder von zwei Leiterinnen betreut, die eine 32 Stunden Stelle besetzen. Sie bemängelt, dass beiden keine Vollzeitstellen angeboten werden.

Man dürfe sich nicht wundern, wenn sie zu dem Schluss kommen, „ich bleibe nicht im Hort wegen der 32 Stunden, ich wechsle.“, so Mollenschott.

Angesichts dieses Zustandes im Hort stellt sich die Frage, ob es nicht treffender wäre, von Kinderaufbewahrung statt von Kinderbetreuung zu reden.

Was kann getan werden, um Erzieher zu halten? “Da geht es um zusätzliche Aufwendungen, die wir heute nicht diskutieren, also ich möchte heute nicht über zusätzliche betriebliche Altersversorge, vermögenswirksame Leistungen oder Jahressonderzahlungen reden. Das können wir nur im Rahmen der Haushaltsdiskussion.”, sagte Mollenschott im Gemeinderat.

Eine Krisenberatung zum Thema Betreuungspersonal soll es im nächsten Sozialausschuss geben. Der Wermutstropfen: Eltern bleiben ausgesperrt, Gemeinderatschefin Winnifred Tauche (Die Linke) will das unbequeme Thema im Geheimen bereden.

3 Responses to Kinderbetreuung: Wie das Wirrnis begründet wird – Tauche will Geheimberatung

  1. Oliver
    25. Juli 2022 at 12:46

    Ich kenne mich bei der Bezahlung von Erzieherinnen nicht aus…
    Aber wenn die Aussage von Kevin stimmt, daß überall gleich bezahlt wird, dan muß es in Schulzendorf irgendetwas geben, das zu Abwanderung motiviert.

  2. Ein Schulzendorfer
    20. Juli 2022 at 20:36

    In Schulzendorf geht es nicht um Lebensqualität. Es darf gebaut werden was das Zeug hält. Über Infrastruktur wird später nachgedacht. Traurig aber ja, den Msngel an Personal und Kita-Plätzen können wir bestätigen.

    @ Kevin: Es ist ratsam den Artikel gründlich zu lesen, bevor man der Redaktion die Verbreitung von Falschinformationen unterstellt. Leicht am Thema vorbei…

  3. Kevin
    8. Juli 2022 at 22:45

    Liebe Redaktion, alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Kommunen, so auch die Erzieherinnen und Erzieher der kommunalen Kitas, werden nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) bezahlt. Dieser Tarifvertrag sieht eine betriebliche Altersvorsorge, eine Jahressonderzahlung und vermögenswirksame Leistungen vor – auch für die Erzieherinnen und Erzieher der kommunalen Kitas in Schulzendorf! Es wäre der Sache dienlicher, wenn Sie für Ihre Artikel besser recherchieren und keine Falschinformationen verbreiten würden.

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