Finanzen: Kämmerin Ulrike Hanke sorgte 2010 für eine dicke Gemeindeschatulle!

1. April 2011
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Trotz ihrer schweren Erkältung hatte Schulzendorfs Finanzchefin Ulrike Hanke am Mittwochabend im Finanzausschuss allen Grund zum Lachen. Sie verkündete den Ausschussmitgliedern frohe Botschaften. Anders als erwartet konnten dem Vermögenshaushalt 2010 rund 874.000 Euro zugeführt werden.

Das positive Ergebnis ist vor allem auf Grund zusätzlicher Einnahmen zurückzuführen. So stiegen die Einnahmen aus der Gewerbe- und Grundsteuer.  „Wir hatten sehr viele Neuveranlagungen an Neubauten. Auf einem Schlag erhielten wir vom Finanzamt 150 Bescheide.“ erläuterte Hanke.

Aber auch auf die Einsparung von Personalkosten ist die gute Bilanz herzuleiten. Schulzendorfs Gemeindevertreter hatten  nämlich 2010  die Schaffungen von zusätzlichen Stellen in der Verwaltung abgelehnt, obwohl dafür die Gelder zur Verfügung standen.

Insgesamt konnte Hanke 1,3 Millionen Euro an die Rücklage, dem Reservefond für schlechte Zeiten zurücküberweisen. Damit beträgt die Gesamtsumme der allgemeinen Rücklage zum 31.12.2010 rund 3,7 Millionen Euro. Ursprünglich sollte zur Deckung des Haushalts 2010  knapp 1 Million Euro aus der Rücklage entnommen werden. Doch angesichts der positiven Bilanz erübrigte es sich, dass Notgroschenkonto der Gemeinde  zu schmälern.

Der Fraktionsvorsitzende der Linken, Dieter Gronau freute sich über das stolze Ergebnis. Eine kleine Spitze sandte er dennoch an die Adresse von Bürgermeister Markus Mücke. „ Dann können wir ja jetzt wieder etwas Geld in die Hand nehmen und  die Senioren unterstützen, die mit ihren Altersgenossen aus der polnischen Partnerstadt Kargowa eine gemeinsame Dampferfahrt in Berlin planen.“, so Gronau.

Hintergrund der versteckten Kritik ist die offene Finanzierung eines Treffens der Senioren aus Schulzendorf und der polnischen Partnergemeinde Kargowa. Obwohl 20.000 Euro für partnerschaftliche Beziehungen im Haushalt 2011 vorgesehen sind, strebte Bürgermeister Mücke an,  dass der Seniorenbeiratsvorsitzenden Dr. Paul Stahlberg die nötigen Gelder durch das Sammeln von Spenden auftreibt. Damit wollte das Gemeindeoberhaupt seinen Sparwillen demonstrieren.

Allerdings warnte Schulzendorfs oberste Rechnungsprüferin vor einer Überwertung des positiven Ergebnisses. „Man darf sich aber jetzt nicht auf der Rücklage von über 3 Millionen Euro ausruhen. Denken Sie an die Schulden von über 6 Millionen Euro.“, appellierte Hanke an die Ausschussmitglieder.

Demnächst steht die Debatte über den Haushalt 2011 ins Haus. Da dürfte es heiß her gehen, wenn um die Verteilung der Gelder gerungen wird.

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