Auch wegen Corona: Mücke (SPD-nominiert) will Rathaus umbauen

2. Oktober 2020
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Keine 75 Euro Stornierungskosten für eine wegen Corona gecancelte Fahrt der Hortgruppe, kein Geld für Malpapier, dafür 20.000 Euro für die Errichtung eines Zaunes, der an einer falschen Stelle steht, wie sich später herausstellte – So sieht Realpolitik von Markus Mücke aus.

Jetzt will das Gemeindeoberhaut ganz tief in den Steuergeld-Sack greifen. Für geschätzte 70.000 Euro soll der Eingangsbereich im Rathaus auf den Kopf gestellt und ein neuer Tresen samt Umbauung für einen (!) zusätzlichen Arbeitsplatz errichtet werden. Dazu kommen 10.000 Euro für Planungskosten, macht zusammen 80.000 Euro!

Weil die Ausgabe „außerplanmäßig“ ist, muss der Gemeinderat für die Investition grünes Licht geben. Nach Mückes Überzeugung ist die Baumaßnahme „unabweisbar“: „Es gelten derzeit Kontakteinschränkungen. Ein Verschieben der Entscheidung bis zum nächsten Haushalt wäre unvernünftig.“

In der Corona-Krise soll mit dem neuen Arbeitsplatz ein „kontrollierter Zugang“ zum Rathaus sichergestellt werden. Daneben können Auskünfte erteilt, Termine vergeben, Gelbe Säcke oder Formulare ausgegeben werden, argumentiert Mücke.

Sieht so sparsamer Umgang mit Steuergeld aus? (Foto: mwBild)

Sieht so sparsamer Umgang mit Steuergeld aus? (Foto: mwBild)

13 Responses to Auch wegen Corona: Mücke (SPD-nominiert) will Rathaus umbauen

  1. Sigrid Herion
    6. Oktober 2020 at 18:52

    Lieber Afd-Fan , ich habe sowieso vor gegen den Vorschlag des BM zu stimmen, gilt auch für die Fraktion. S.Herion

  2. Donkikong
    6. Oktober 2020 at 17:05

    Ein Empfang ist ja nicht verkehrt. Aber doch nicht für 80 000€.
    Ich verstehe auch nicht immer wieder diese Plannungskosten. Für 10 000 ist der Tresen schon fast fertig.
    Hoffe das die GV da nicht mitspielt und den Kumpel zurück auf den Boden der Tatsachen zurück holt.

  3. Oliver
    5. Oktober 2020 at 11:26

    Also wenn vorher kein Empfang nötig war, dann sollte es doch jetzt ausreichend sein eine gut lesbare Kopie der Corona-Regeln anzubringen.
    Was soll ein Empfang bringen ?

  4. AfD Fan
    AfD Fan
    3. Oktober 2020 at 17:39

    Als AfD Wähler appelliere ich an die AfD Fraktion, Frau Herion, Herr Schmidt. Stimmen Sie gegen den 80.000 Euro Plan von Herrn Mücke. Das ist Verschwendung von Steuergeld.

  5. Peter Siegert
    Peter Siegert
    3. Oktober 2020 at 16:18

    Niemand wird etwas dagegen haben, wenn der vorhandene Empfang mit einer entsprechenden Einhausung versehen werden soll. Die Mitarbeiterinnen sollen im Herbst und Winter nicht frieren. Um das umzusetzen braucht man aber keine Planung für 10.000 Euro, sondern einen ideenreichen Möbeltischler. Und 70.000 Euro Baukosten braucht man dafür auch nicht. Meine Bitte, mit Augenmaß und nicht mit Maßlosigkeit das Projekt angehen.

  6. Petra
    Petra
    3. Oktober 2020 at 13:49

    Der Verwalter und die von ihm ausgewählten Mitarbeiter schaffen es nur zu einem Bruchteil, ihnen per Beschluß übertragene Baumaßnahmen zu erledigen. Für dieses Nutzlosprojekt scheinen genügend Ressourcen vorhanden zu sein. Und alles zum Vorzugspreis von 80.000,-€. Termine machen, Auskünfte erteilen und gelbe Säcke ausgeben. Ist das ernst gemeint? In anderen Kommunen (z.Bsp.Baruth) sind die Säcke vor dem Rathaus deponiert. Jeder kann sie sich mitnehmen. Sofern es stimmt, dass die Architektin, die das Rathaus geplant hat, auch das Nutzlosprojekt planen soll, dann würde ich ihr keine 10.000,-€ zahlen, sondern sie zum Regress auffordern.Sie hat den Empfang geplant, ohne sich Gedanken darüber zu machen,wie es diejenigen, die im Winter dort sitzen aushalten sollen. Und der Verwalter hat alles abgenickt. Und jetzt soll alles zurück und dann wieder neu gebaut werden. Und wir zahlen, Steuerzahler gibt es ja genug. Ich kann nur hoffen, dass es GV gibt, die dem Verwalter nicht auf den Leim gehen und dem 80.000 € Spuk ein Ende machen.

  7. Bürger zweiter Klasse
    3. Oktober 2020 at 12:05

    Da frag ich mich warum überall Sichtschutzwände (z.B. Edeka/ Aldi/ Rossmann) auch reichen. Die kosten nichts im Vergleich.
    Aber wir haben es ja gaaaanz dicke.

  8. U.Rappe
    3. Oktober 2020 at 11:52

    Wir haben 30 Jahre Einheit und erkennen jetzt, dass in der Otto Krien- Straße mal ein Eröffnungszimmer im Gemeindeamt war. wo Frau Scheibe alles regelte.

    Seit 1997 gibt es in vielen Bereichen von Schulzendorf keine Straßenbeleuchtung mehr, wie lange wird es noch dauern, bis das mal gelöst ist. Das ist wichtiger als alte oder gelbe Säcke zu verteilen, die man auch bei Post abholen könnte.

  9. Zeuthener
    3. Oktober 2020 at 10:17

    Schulzendorf wird wieder mal seinem Ruf gerecht.

  10. Karo
    3. Oktober 2020 at 08:13

    Sicher vom Prinzip eine gute Idee, es kommt kein Bürger mit seinen nörgelnden Fragen mehr in die Nähe des Personals der Gemeinde. Es können keine Für die Öffentlichkeit nicht bestimmte Themen aufgeschnappt und vereitelt werden. Für den Preis kann schon ein kleines Einfamilienhaus saniert werden. Aber evtl. wird ein vergoldeter PC augestellt, der dann ständig streikt.

  11. Lärmgegner
    3. Oktober 2020 at 07:13

    Diese Geld würde der Flughafen für insgesamt
    3 Häuser bei der Entschädigungsleistung freiwillig zahlen.

    Macht es Mücke wie der Flughafen, was rechnet er da noch mit ein? Einen Tisch aufstellen und eine PC druf stellen- ist wohl billiger zu haben.

    Aber als Zuständiger im Dialogforum für Schallschutz am BER, wird er schon wissen, wie man die Wünsche der Bürger auch baulich abprallen lassen kann. Denn für die Summe bekommt man auch ein Haus, auf dem Lande.

    Verhältnismäßig ? Mit Sicherheit nicht, in einer Gemeinde, deren Zustand der Infrastruktur böse ist.

    Aber Mücke steckt das Dank der verblendeten Schluzendorf alles weg. Wir erwarten auch große Reden von ihm am 30.10.20 bei der PArty zur Flughafeneröffnung und bei der Geburtstagsparty von Flughafenchef am 31.10.20. Wir sind uns sicher, dass dieser schwache Bürgermeister auch kein Wort über die Betroffenheit der Schulzendorfer verlieren wird. Eher wird er sich freuen, den Preis übernehmen zu können- nehmen B/ M nun die am schwerst betroffene Gemeinde in Deutschland von Fluglärm, zu sein- auch Dank der Würdigung von einem O Gott Dieter- der Fakten von Meckern nicht unterscheiden kann.

  12. Jörg
    3. Oktober 2020 at 06:41

    Wenn Mücke sich als Bauleiter betätigen müßte – wie dargestellt- wäre er längst arbeitslos. Bauleiter müssen wir Kapitäne arbeiten, denn ohne Koordination von ihnen verläßt kein Schiff einen Hafen. Auf dem Bau würden Mücke alle Leute weglaufen, weil seine Vorgaben für die Tonne sind.

    Der vorgelegte Vorschlag ist nicht neu, denn die Bürger haben keinen Anlaufpunkt in dem Bunker mit Schießscharten. Hier liegt eine Fehlplanung in der Vergangenheit vor- zwar kein Fehler von Mücke, aber wieder ein typischer Fehler in der Politik in Schulzendorf.

  13. Besserwisser
    Besserwisser
    2. Oktober 2020 at 20:12

    Warum wird der fast ungenutzte Tresen nicht genutzt? Die Planung für den neuen Tresen macht die Architektin, die auch das Rathaus geplant hat. Sie plant sozusagen ihren eigenen Plan um. Das Ganze ist reif für das Schwarzbuch vom Bund der Steuerzahler.

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