Eichwalde. Gestern hisste Augenzeugen zu Folge, Bürgermeister Jörg Jenoch höchst persönlich vor dem Rathaus die Regenbogenfahne. Sie gilt weltweit als Zeichen der Verbundenheit mit der LGBTQIA-Szene. Damit sind Menschen mit verschiedensten Orientierungen von Sexualität und Geschlecht gemeint: Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender.
Etwa 30 Anhänger der bunten Bewegung kamen. Aber auch Mitglieder und Unterstützer der AfD aus Schulzendorf, Königs Wusterhausen, Zeuthen und Wildau protestierten gegen die farbige Symbolik und hingen Deutschland Fähnchen entlang der Straße auf und schwenkten Nationalfahnen.
Jürgen Heuchling, AfD-Fraktionschef im Eichwalder Gemeinderat übte scharfe Kritik an Jenoch: „Ein Bürgermeister ist kraft seines Amtes zur Neutralität verpflichtet. “Es ist nicht hinnehmbar, dass er im öffentlichen Raum und vor dem Rathaus die Symbolik einer Minderheit anderen gegenüber aufzwingt.“ Jenoch war dazu für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
Unter den Kritikern war auch der frühere AfD-Bundestagsabgeordnete Norbert Kleinwächter. Der redete Klartext: Die deutsche Fahne, die wir hochhalten, steht für Recht, Einigkeit und Freiheit. Aber diese bunte Fahne ist ein Angriff auf die Werte, für die unsere Bundesrepublik steht. Wir brauchen keine andere Fahne. Die deutsche Fahne umfasst alle, ob hetero- oder homosexuell, ob Mann oder Frau, diese Fahne verbindet uns.“


Da Rechtspopulisten wieder im Aufwind sind ist es gut, sich mit jenen zu solidarisieren, die sie angreifen. Danke an Bürgermeister Jörg Jenoch!
Also da muss ich kein AfD Anhänger sein um diese Meinung zu unterstützen.
Es hat definitiv keine Regenbogenflagge vor öffentlichen Gebäuden zu hängen. Weder vor Polizeigebäuden, Feuerwachen, Gemeindeämtern, geschweige denn vor dem Reichstag.
Wie es schon erwähnt wurde, müssen sie sich neutral verhalten.
Auch keine Parteifahnen oder sonstige Spassflaggen.