Politischer Rückblick: Gewinner, Verlierer, Höhenflüge und Abstürze

14. März 2019
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In wenigen Wochen wird in Schulzendorf neu gewählt. Im Gemeinderat ging es in den vergangenen Jahren auf und ab. Der Schulzendorfer stellt in den nächsten Wochen GEWINNER und VERSAGER vor und sagt, wie gut die Fraktionen Politik für uns gemacht haben.

Sie haben in den vergangenen Jahren Politik bestimmt. (Foto: mwBild)

Sie haben in den vergangenen Jahren Politik bestimmt. (Foto: mwBild)

 

Heute: Die drei TOP – Politiker der Gemeinde

 

Dr. Herbert Burmeister (Die Linke)

Burmeister gilt im Gemeinderat als Instanz. Seine Rolle als Chef der Gemeindevertretung hat er mit Perfektion erfüllt. Er findet den richtigen Ton gegenüber Bürgern, versteht es Brücken zwischen verschiedenen Positionen der Fraktionen zu bauen, kontert mit Verstand auf die Polterauftritte von Bürgermeister Mücke. Burmeister war maßgeblich an der Stärkung der Rechte der Gemeindevertretung beteiligt und war ein Bauherr einer höchst ungewöhnlichen, aber erfolgreichen Konstruktion: Der „Stillen Koalition“ aus Bürgerbündnis, CDU und Die Linke. Auch wenn zuletzt Kritik von Bürgern an seiner Haltung zum MAWV und seiner Sicht zur Vorflächenproblematik aufkam – Burmeister hat sich für die Interessen der Bewohner und Vereine stark gemacht und zählt auch deshalb zu den anerkanntesten Politikern im Ort.

Dr. Herbert Burmeister (Foto: mwBild)

Dr. Herbert Burmeister (Foto: mwBild)

 

Andreas Körner (Bündnis 90/Die Grünen)

Körner hatte bei der letzten Wahl 2014 nach eigenen Worten nicht im Entferntesten damit gerechnet, dass er in den Gemeinderat einzieht. Seitdem hat er einen glänzenden Aufstieg hingelegt. Nach dem klanglosen Abgang von Bernhard Thoma (SPD) hauchte er der Wählergemeinschaft SPD/Schulzendorf pur/Grüne neues Leben ein. Im Gemeinderat setzt er sich für Transparenz und vor allem für Bürgerrechte ein. Keine Chance hatte bei ihm ein Investor, der dem Gemeinderat sein Bauprojekt ohne Umweltverträglichkeitsprüfung und Bürgerbeteiligung schmackhaft machen wollte.. Fest steht: Körner hat den Gemeinderat mit seinem Fachwissen und Ideen bereichert. Ein Makel haftet ihm allerdings an: Er setzte die Tradition seiner Vorgängerin und Parteifreundin Andrea Goymann fort. Die kam zu Sitzungen oft mit einigen Minuten Verspätung an.

Andreas Körner (Foto: mwBild)

Andreas Körner (Foto: mwBild)

 

Joachim Kolberg (CDU)

Ob beim Sammeln von Unterschriften für den Bau einer Ampel, der Errichtung einer Straßenlaterne mitten in der Grundstückszufahrt eines Anliegers, der Erstattung von Kita – Beiträgen bei Streik, der Gewährleistung von Sicherheit und Ordnung auf Straßen und Wegen, der Beseitigung von Pfusch am Bau , gerechter Kitagebühren, einer ist an Brennpunkten des Gemeindelebens oft zu finden: Joachim Kolberg. Zahlreiche Vorhaben, wie beispielsweise den Gehwegbau ins Altdorf, die interkommunale Zusammenarbeit mit Eichwalde und Zeuthen hat Kolberg vorangetrieben. Auch wenn sie zuletzt in die Kritik geriet, Kolberg hat wegen seiner Männerfreundschaft zu Dr. Burmeister einen Löwenanteil am Zustandekommen der „Stillen Koalition“, die für die Bürger über einen langen Zeitraum Vorteile brachte. Fazit: Kolberg ist ein Macher.

Joachim Kolberg (Foto: mwBild)

Joachim Kolberg (Foto: mwBild)

(Die Reihenfolge ist alphabetisch gewählt.)

10 Responses to Politischer Rückblick: Gewinner, Verlierer, Höhenflüge und Abstürze

  1. Matze
    20. März 2019 at 21:31

    @Frank: furchtbare Vorstellung :(

  2. Frank Knuffke
    19. März 2019 at 13:13

    Hab gehört,daß halb Neukölln in den Ritterschlag umzieht….und gute Nacht…

  3. Merle
    17. März 2019 at 10:58

    Frank Knuffke richtig!

  4. Frank Knuffke
    16. März 2019 at 10:18

    Nun ja,es ist ja kein Geheimnis,daß ich kein Freund der Groko im Gemeinderat bin,schließlich finden vernunftbegabte Vorschläge immer ihre Mehrheiten….dafür hätte man dieses Bündnis nicht zusammennageln müssen…Es ging von Anfang an um etwas ganz anderes…Herr Burmeister war seit 1994 an eine uneingeschränkte Machtausübung gewöhnt und konnte den Verlust des Amtes nicht verkraften….So zimmerte er sich quasi eine neue Machtoption zusammen,mit sich selbst als Vorsitzenden des Gemeinderates und folgsamen Fusstruppen….Ein ehem.Bürgermeister als Vorsitzender der GV und ein neuer Bm nebeneinander konnte einfach nicht gut gehen…zu groß die Rivalitäten und Interessen…Man kann ja durchaus vermuten,daß nach so vielen Jahren Alleinherrschaft auch weiterhin Interessen oder gar Verpflichtungen? gegenüber Investoren und anderen „Partnern“ bestehen? Die Umwandlung grosser Ackerflächen in Bauland z.B. Ritterschlag bzw. „weisser Fleck“ gehen ohne jeden Zweifel auf die Federführung von Herrn Burmeister zurück….Auch mit dem Altersheim hat Herr Burmeister eine geradezu abenteuerliche Konstellation von wirtschaftlichen und finanziellen Verquickungen geschaffen,welche der Gemeinde nun wie ein Mühlstein am Hals hängen und hohe Risiken bergen….Weiterhin ist bekannt,daß Investoren grosse Flächen am Rand von Schulzendorf aufgekauft haben und nun in der Hoffnung schwelgen,daß einflussreiche „Spitzen des Gemeinderates“ ihnen das in Bauland umwandeln…(mit verheerenden Auswirkungen für den Ort)Herr Kolberg macht da ja kaum ein Geheimnis draus,daß „Entwicklung“ für Schulzendorf,(viel Neubau und Naturzerstörung )seine Prioritäten sind.Vielleicht liegen ja da die eigentlichen verborgenen Antriebskräfte der Groko?

  5. Matze
    16. März 2019 at 08:14

    Schade Frank; hätte gerne deinen Kommentar gelesen…

  6. Schulzendorfer
    15. März 2019 at 23:28

    Schade. Zensiert doch bitte nicht den Herren Knuffke.
    Wie soll man sonst seinen kruden Theorien entgegentreten?

  7. Frank Knuffke
    15. März 2019 at 18:07

    Lieber User Frank Knuffke, gegen überspitzte oder polemische Kritik ist nichts einzuwenden, Schmähkritik wird hier jedoch nicht geduldet. Ihr Kommentar wurde deshalb nicht veröffentlicht. Bitte halten Sie sich an die Nutzungsbedingungen.

    Sabrina Rühle
    Der Schulzendorfer

  8. Marcel
    15. März 2019 at 11:11

    Wenn Spitzenleistungen haben diese Herren den erbracht ? Bitte mal die Straßenbeleuchtung in der Puschkinstraße oder der August – Bebel – Straße mal anmachen, vielleicht sieht man dann mal etwas.

  9. Tim Voigtländer
    15. März 2019 at 11:08

    Herbert ja und Joachim auch ja. Andreas weiß ich nicht. Denke aber auch er wird weitermachen.

  10. KaRo
    15. März 2019 at 07:24

    treten denn diese Bürger wieder zur Wahl für die Gemeindevertretung an?

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