Berliner Staatsschutz: Berserker ist keine „rechte Band“, singt aber Lieder mit „aggressiven Texten“

13. April 2017
Von

Sabrina Rühle

Die SG Schulzendorf ist mit der Totenkopf Trikotwerbung für eine Neuköllner Bar in die Kritik geraten. Ihr Inhaber, Steffen Schröder, gleichzeitig Sänger der Band Berserker Berlin, steht mit ihr offenbar unter Beobachtung des Berliner Staatsschutzes.

Der Berliner Polizeipräsident heute gegenüber dem Schulzendorfer: „Bei der deutschen Musikgruppe „Berserker Berlin“ handelt es sich zwar um eine Band, deren Lieder teils aggressive Texte beinhalten. Nach Bewertung des Staatsschutzes beim Landeskriminalamt Berlin handelt sich bei „Berserker Berlin“ jedoch nicht um eine „rechte Band“.“

Schröder wird vorgeworfen, er würde in seiner Bar Konzerte mit „rechtsoffener“ Musik organisieren. Sein Lokal soll Anfang des Jahres zum Anschlagsziel linksgerichteter Kräfte ausgemacht worden sein.

Frank Niemann, bis vor kurzem als Verantwortlicher in der SG Schulzendorf aktiv, ist Mitglied im Offiziellen „Berserker Berlin Supporters Club“. 2013 war er dort für die Mitgliederbetreuung verantwortlich.

Der ehemalige SG Schulzendorf Funktionär zu den Liedtexten der Berserker Berlin: „Ihre Texte sind in keinster Weise politisch motiviert, sondern richten sich gegen Krankheit und Tod. Sie besingen Lebensmut und Freude.“

SG – Präsident und stellvertretende SPD Vorsitzende in Schulzendorf, Bernhardt Thoma, schweigt bislang zu den Vorgängen.

8 Responses to Berliner Staatsschutz: Berserker ist keine „rechte Band“, singt aber Lieder mit „aggressiven Texten“

  1. Geht dich garnicht,s an
    19. September 2018 at 19:50

    Schöne Grüße an Arabella,
    bin seit ca. 25 Jahren Deutschrock-Fan.
    U.a. auch Berserker Berlin. Hab mich auch schon mit Schröder mehrfach unterhalten.Rechte Tendezen sind so was von…an den Haaren herbeigezogen. Der Kommentar war recht eindeutig, jedoch völlig falsch.Das Land braucht wohl dumme Menschen.

  2. Maksimilian Stefani
    18. April 2017 at 07:42

    @ Knuffke
    Ob die Musik rechts sein könnte, dürfte sich als Frage erledigen, wenn man sich einige „You Tube“-Videos der Berserker ansieht bzw. -hört. Da der Schulzendorfer (wohl zu Recht) längere Textzitate nicht schätzt, möchte ich aber doch auf die Kommentare der YouTubeFollower von Berserker verweisen! Vielleicht sollte der Vorstand der SGS da auch mal reinschauen, um sich etwas schlauer zu machen.

  3. Arno Nühm
    17. April 2017 at 11:05

    @Knuffi: :) :) :) :) :)

  4. Frank Knuffke
    16. April 2017 at 19:23

    Damit die ganze Unsicherheit ob nun irgendwelche Musik evtl. irgendwie „rechts“ sein könnte,oder ob Totenköpfe auf Trikots erlaubt,gestattet,oder verboten sind,schlage ich die Erweiterung des Ordnungsamtes um 2 hauptberufliche Gesinnungswächter vor. Diese können selbstverständlich nicht immer nach Recht und Gesetz handeln,denn so flexibel wie manche Gedankenverbrecher sind,kommt man da nicht hinterher.Was machen wir,wenn die SG plötzlich braune Trikots gesponsert bekommt? Dann hätten wir ja sozusagen wieder „Braunhemden“ in Schulzendorf.Nein,die Gesinnungswächter müssen nach „Ermessen“ entscheiden können und auch Strafen verhängen dürfen,wie wärs mit einem Pranger im Ortszentrum?Oder Auspeitschen? Demnächst streichen sich einige Schulzendorfer noch ihre Zäune braun,das ginge ja gar nicht.Wir brauchen dringendst Gesinnungswächter incl.freiwilliger Helfer,einige Kommentatoren scheinen mir dafür gut geeignet.

  5. arabella
    14. April 2017 at 22:42

    Berserker Berlin unterlegt seine Videos mit Bildern von Hitler, Kzs,Hinrichtungen des IS und dem „Führer“ persönlich. Der Text dazu könnte kritisch gemeint sein, erscheint mir aber eher als Hymne für die Fans, die Brutalität des Gezeigten zu genießen. Wenn das nicht politisch motiviert ist, weiß Herr Niemann offenbar nicht, was Politik ist!

  6. BingeLaden
    BingeLaden
    14. April 2017 at 14:36

    Herr Niemann, Sie müssen hier nichts beschönigen. Die Band steht nicht umsonst unter Kontrolle des Staatsschutzes. Und aggressive Texte haben nichts mit Lebensmut und Freude zu tun. Sie können ja in Ihrer Freizeit tragen, was Sie möchten. Ich bleibe dabei, eine Werbung mit Totenkopf für die Kneipe eines solchen Bandmitglieds hat auf dem Trikot einer Freizeitmannschaft nichts zu suchen. Wenn es schon der Vorstand nicht schafft, dann sollten die Spieler mal ihren Kopf anstrengen und nachdenken, ob das, was sie auf der Brust tragen, Sinn macht.Allen ein schönes Osterfest.

  7. Frank Niemann
    14. April 2017 at 11:20

    Danke das sie nicht nur in eine Richtung recherchieren, auch wenn das mit den rechtsoffenen Konzerten nicht richtig ist aber sie schreiben ja das es ihm vorgeworfen wird, von wem auch immer. Manchmal wünscht man sich, Das besorgte Mütter, Dauerbrenner oder alle Arno Nùhmus genauso der Wahrheit hinterher wären.

  8. Arno Nühm
    14. April 2017 at 09:13

    Ah ja; danke für die Aufklärung…
    Bin mal gespannt wie Herr Niemann darauf reagiert…

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