Was soll der Geiz!? – ein Kommentar von Gerlinde Sauer.

8. Februar 2011
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Die Situation in den Kommunen gleicht sich vielerorts. Ihre Kassen sind begrenzt, Zuschüsse werden gekürzt und bereits in Aussicht gestellte Gelder werden gestrichen.

Es sei kein Geld da, verkündete Bürgermeister Markus Mücke, wenn Wünsche von Vereinen und Initiativen für alltägliche Dinge oder Investitionen für die Schulzendorfer an ihn herangetragen wurden. Ein Argument das schwerlich auszuhebeln ist. Schließlich ist es einleuchtend, dass man nur das ausgeben kann, was man in der Geldbörse hat.

Doch plötzlich sind  35.500 Euro da! Die will Bürgermeister Markus Mücke für neues Personal in seine Verwaltung investieren. Die Notwendigkeit dafür begründet er einerseits mit der Überforderung der Verwaltungsmitarbeiter, die zu Fehlern und Versäumnissen führt. Andererseits damit, dass Schulzendorf dem Ansehen als moderne und weltoffene Gemeinde gerecht werden muss.

Schulzendorfs Kernverwaltung wächst und wächst! Während die rund 8.000 Einwohner zählende Großgemeinde Werneuchen in der Kernverwaltung mit drei Stellen !! pro Eintausend Einwohner auskommt, sind es in Schulzendorf weit mehr als vier. Und nun sollen es noch mehr werden. Was soll der Geiz!?

Da wäre eine kritische Analyse über die Organisation und Struktur der Verwaltung angebrachter, anstatt die vielen ehrenamtlich tätigen Mitgliedern der SG Schulzendorf, die für ein gut funktionierendes Gemeinschaftsleben im Ort sorgen, in eine unsägliche Gebührendebatte für ihren Faschingsabend zu verwickeln.

Es ist unerträglich, dass einerseits engagierte Schulzendorferinnen in ihrer Freizeit mit Blechbüchsen durch die Gemeinde ziehen und ein Benefizkonzert organisieren, um Gelder für die Jugend und ihr neues Domizil zu sammeln und ortsansässige Unternehmen Vereine unterstützen, damit  Kinder und Jugendliche zuverlässig zu ihren Veranstaltungen gelangen.  Und andererseits sollen zig Tausend Euro in den Verwaltungsapparat versenkt werden!

Aber, was soll der Geiz!?

5 Responses to Was soll der Geiz!? – ein Kommentar von Gerlinde Sauer.

  1. Uwe
    9. Februar 2011 at 13:00

    Die Aufgabe der Verwaltung besteht nicht darin, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Die Stelle des Bauamtsleiters in Storkow z.B. gibt es nicht mehr.. Heidesee hat gegen Bestensee geklagt, weil infolge der Gemeindegebietsreform 2 Stellen überhagnig waren – und Bestensee erklärt hat mit dem bisherigen Personal auszukommen. Heidesee hat verloren !

    Alle Gemeinden erfüllen Ihre Aufgaben- Gegenüber kleinen Gemeinden mit mehren Ortsteilen, ist der Schulzendorfer Verwaltungsaufwand sehr bescheiden . Diese bekomen nicht mehr Personal, sie können es sich auch nicht leisten. 30 000 € für eine Teilzeitstelle – wegen Überlastung – in SD und die Gemeinde ist nicht gewillt in befestigten Straßen ” Löcher ” zu stoppen, bei der Bauhof das aus Gewährleistungsgründen nicht darf.

    Mückes Sprachspagat ist mehr als unglaubwürig- Reicht nicht als Motivierung der Grieche mit seiner Amtskarte !

    Eine echte Einsparung wäre, die Gemeindeverwaltung aufzulösen und Schulzendorf auf die anderen Orte aufzuteilen ! Kommt sowie sehr bald, denn das Land kann solche Verwaltungen aus geldlichen Gründen nicht länger dulden.

    Und zu 1 ) Entweder sind sie mit einem Mitarbeiter verwandt oder haben einen Orden bekommen – Es gibt sehr wenige Mitarbeiter in der Gemeindeverwaltung, die auf dem Flur das Wort ” Guten Tag ” kennen – und so würde meine Kritik nur anfangen.

  2. Gently
    9. Februar 2011 at 09:39

    @007 Das man im Schulzendorfer Leitmedium jede Woche über Herrn Mücke lesen kann, sollte kaum als Argument taugen.

  3. 007
    8. Februar 2011 at 15:19

    Also stolz bin ich nicht unbedingt auf unseren “Pannen” Bürgermeister. Jede Woche hört und liest man wieder etwas über ihn, und leider nicht unbedingt etwas Gutes.
    Eine Verwaltung muss schon gut funktionieren, da gebe ich Ihnen Recht, nur man muss auch überprüfen, ob tatsächlich alle Reserven ausgeschöpft sind. Ich kann nicht sagen wo man eventuell was einsparen kann, dazu kenne ich die Verwaltung nicht. Andererseits zu sagen, bei uns ist alles optimal, kann meiner Überzeugung nach auch nicht sein, denn einsparen läßt sich immer etwas.

  4. Petra
    8. Februar 2011 at 09:11

    Tut mir leid @aus Schulzendorf, ich sehe das anders.

    Es darf doch erlaubt sein zu fragen, warum in anderen Gemeinden weniger Personal benötigt wird als in Schulzendorf. Und dann soll sich Herr Mücke bitteschön nach Werneuchen begeben und mit dem Bürgermeister dort in einen Erfahrungsaustausch treten. In Unternehmen der freien Wirtschaft ist es ganz üblich, das jeden Tag die Personalstruktur hinterfragt wird. Warum soll das im Amt nicht auch so sein? Es darf keine Tabus geben.

    Übrigends finde ich die Begründung mit den Überstunden (siehe Beitrag von Nobis im Aretikel zuvor) absolut lächerlich. Mein Chef erwartet von mir, dass ich UNBEZAHLTE Überstunden schiebe. Da kann das Schulzendorfs Verwaltung auch! Schließlich haben sie dafür sichere Arbeitsplätze!

    BRAVO Frau SAUER!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  5. aus schulzendorf
    8. Februar 2011 at 07:06

    Hallo, solche Investitionen sind völlig berechtigt und mit Sicherheit auch wohl überlegt ! Endich ist mal jemand in der Gemeindeverwaltung, der ein eingefahrenens Verwaltungssystem aus dem Dornröschenschlaf holt , wachküsst und mit viel Ideen und Engagement zum Leben erweckt. Nur mit einem guten und offenen und bürgernahen Verwaltungssystem kann Schulzendorf für uns und alle anderen interessant werden. Herr Mücke ist da auf dem richtigen Weg, ich bin stolz auf seine Arbeit.

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