Verkehrsströme zum BER sinnvoll ableiten statt Autokollaps

29. Juni 2017
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„Wenn wir in Sachen Verkehrsinfrastruktur nicht handeln, dann werden Waltersdorf, Schulzendorf und Eichwalde mit Eröffnung des BER kollabieren.“, prophezeite kürzlich der Chef des Gemeinderates Schönefeld, Olaf Damm. Er präsentierte Vorstellungen, wie Verkehrsströme sinnvoll gelenkt werden können.

Olaf Damm, Chef der Gemeindevertretung Schönefeld. (Foto: mwBild)

Olaf Damm, Chef der Gemeindevertretung Schönefeld. (Foto: mwBild)

Die in Angriff genommene niveaufreie Querung der Bahn in Eichwalde ist nach Damms Ansicht der richtige Ansatz für einen flüssigen Verkehr. Dennoch sei das Projekt nicht zu Ende gedacht. „Der Landkreis hat ein Kind bekommen und jetzt gibt er es zur Adoption frei. Man hat sich keine Gedanken gemacht, wie der Verkehr durch die infrastrukturelle Entwicklung in Eichwalde vernünftig und für Anwohner vertretbar abfließen kann.“, so Damm.

Für den CDU – Politiker hat die Ertüchtigung der Kreuzungen am Einrichtungshaus IKEA und an der Kirche Waltersdorf höchste Priorität. Derzeit passieren 21.300 bzw. 17.800 Fahrzeuge pro Tag beide Kreuzungen. Aktuellen Berechnungen zufolge werden es nach Eröffnung des BER 39.800 bzw. 27.200 sein. Dabei sind Entwicklungen durch Bebauungen, wie beispielsweise in Schulzendorf, nicht berücksichtigt.

An der Kreuzung Waltersdorf Kirche soll eine Lichtsignalanlage entstehen. Eine Planung ist vorhanden und Gelder für ihren Bau stehen bereit. Doch die Maßnahme ist ins Stocken geraten. Es herrscht Uneinigkeit mit dem Landesbetrieb Straßenwesen.

Wesentlich dickere Bretter müssen die Waltersdorfer Politiker für ihren Plan, eine Ortsumfahrung zu bauen, durchbohren.

Auf den Tisch kam diese Option durch Pläne eines Investors, der in Kiekebusch ein großes Gewerbegebiet bauen möchte. Zwangsläufige Folge: Der sich daraus ergebene Verkehr wird auch über Waltersdorf abfließen, was erst durch eine Umfahrung vertretbar gelingen kann.

Von der jetzigen L 400 soll noch vor dem Flutgraben eine Straße mit Kreisverkehr die Schulzendorfer Straße queren und in das Gewerbegebiet Lilienthal führen. „Es macht für Schulzendorf viel Sinn über diese Option nachzudenken. Man kann die Ernst – Thälmann – Straße um das Altdorf herum, auf die neue Umgehungsstraße führen. Das wäre eine Entlastung für Alt – Schulzendorf und Waltersdorf.“, so Olaf Damm.

Größtes Problem: Die Flutgrabenaue ist ein Naturschutzgebiet. Gleichartige Vorstöße in den letzten Jahren sind daran stets gescheitert. Doch Damm gibt sich optimistisch: „Es gibt vorsichtige Gespräche, dass man sich das vorstellen kann.“ Dazu müsste die Straße ab dem Baustoffhandel Wendorf umgewidmet werden. Nur Fahrräder und Fußgänger dürften noch entlang. Und die neu zu errichtende Straße müsste auf Stelzen gebaut werden.

Den mit der Inbetriebnahme des BER anfallenden Verkehrs allein über die bestehende Autobahnabfahrt Waltersdorf abzuleiten ist nach Damms Ansicht unmöglich. In zwei Jahren soll deshalb die Abfahrt Hubertus gebaut werden. Waltersdorfer Gemeinderäte verfolgen Pläne für eine weitere Abfahrt in Kiekebusch. Um technische Parameter zu erfüllen, soll die Autobahn vom Schönefelder Kreuz bis zur Stadtgrenze zur Stadtautobahn mit Tempo 80 umgewidmet werden.

Olaf Damm wirbt bei Schulzendorfer Abgeordneten und Bürgern um Unterstützung für die Pläne gegenüber dem Land Brandenburg und dem Bund. Die wird er auch gebrauchen können.

3 Responses to Verkehrsströme zum BER sinnvoll ableiten statt Autokollaps

  1. Sabine A.
    21. August 2017 at 14:04

    Es ist doch eh schon eine Lachnummer es müssten viel mehr Straßen um und nach Schulzendorf gebaut werden allein die Kreuzung bei IKEA ist doch ein Witz … Fang mal an sonst ist der Flughafen doch schon offen und ihr quatscht noch…

  2. Anwohnerin
    30. Juni 2017 at 07:46

    Am 12.Juli 18.30 uhr ist gemeindevertreter sitzung
    Kommen!!!!!

  3. Uwe Kober
    29. Juni 2017 at 17:43

    Ich glaube da muss man kein Experte sein.
    Wer Donnerstag oder Freitag aus Richtung Berlin kommt
    ab 15:00 Uhr! Der ganze Flughafen ist eine Fehlkonstruktion!

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