Schulzendorf. Die Fraktion Gemeinsam für Schulzendorf (GfS) schob 2025 die Messung von toxisch wirkenden ultrafeinen Partikeln (UFP) am geplanten Schulstandort in der Miersdorfer Straße an. Und das aus gutem Grund:
2025 veröffentlichte das Umweltbundesamt (UBA) die Ergebnisse einer mehrjährigen Untersuchung zum BER. Das zentrale Ergebnis lautet: Der Einfluss des BER auf die Konzentration ultrafeiner Partikel im Umfeld ist nachweisbar. Die Belastung ist in Flughafennähe erhöht.
Flugzeuge stoßen beim Starten massenhafte UFP aus. Genau in dieser Nebelfahne wird die neue Schule von der Gemeinde Schönefeld errichtet. Nur einige hundert Meter vom künftigen Schulstandort entfernt, an der südlichen Rollbahn des BER, registriert eine Messstation der Flughafengesellschaft die gefährlichen Partikel. Regelmäßig werden dort zwischen 40.000 und 70.000 Partikel/cm³ im Einstundenmittel registriert. Am 10.September waren es sogar 108.058 Partikel/cm³. Als „hoch“ gelten bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach ihrer Good-Practice-Empfehlung mehr als 20.000 Partikel/cm³ im Einstundenmittel.
Die BEAR-Studie der Charité untersucht mögliche Auswirkungen von ultrafeinen Partikeln aus dem Flugbetrieb am Flughafen BER auf die körperliche und geistige Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Schulzendorfs Steuerzahler finanzieren die Studie mit.
UFP-Daten wurden in der BEAR-Studie in Schulzendorf bislang nur auf der Grundlage computerbasierter Modelldaten ermittelt. Die von Projektleiterin Dr. Wiese-Posselt öffentlich präsentierten computergenerierte Daten besitzen jedoch in der Wissenschaft so lange keinen endgültigen Beweischarakter, bis sie durch echte, reale Messdaten bestätigt werden. Genau deshalb empfiehlt die WHO bei UFP ausdrücklich Echtzeitmessungen und die Betrachtung von Partikelanzahlkonzentrationen.
Die fanden ab dem 7. August bis Mitte September auf dem Gelände der Rettungswache im Altdorf statt.
Die Ergebnisse der Messungen werden vor der Öffentlichkeit vorerst geheim gehalten. Dr. Wiese-Posselt dazu: „Die UFP-Messdaten gehen als Expositionsdaten in unsere Studie ein. Nach Abschluss der Untersuchungen der Kinder und Jugendlichen werden die gewonnenen Gesundheitsparameter in Bezug auf die Expositionsdaten statistisch analysiert. Nachfolgend werden wir die Studienergebnisse international publizieren.“
Bis dahin bleibt die Situation ein wissenschaftliches Rätsel mit politischer Brisanz: Es wurde gemessen, aber die Ergebnisse bleiben zunächst hinter verschlossenen Türen.

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