Swen Ennullat muss gehen

7. März 2021
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Königs Wusterhausen hat seine (Ab)Wahl getroffen! 63,5 Prozent der Wähler haben sich beim Bürgerentscheid gegen Swen Ennullat entschieden. Für seinen Verbleib votierten 36,5 Prozent. Das nötige Quorum von 7.889 Stimmen, das sind 25 Prozent der Wahlberechtigten, wurde erreicht. Die Wahlbeteiligung lag bei 47,3 Prozent.

Am 11. März tagt der Wahlausschuss und gibt das offizielle Wahlergebnis bekannt. Bis dahin bleibt Ennullat im Amt. Danach übt Vize-Bürgermeister René Klaus die Amtsgeschäfte aus, bis ein neuer Bürgermeister gefunden ist.

5.182 Bürger sprachen sich den Verbleib von Swen Ennullat aus. (Foto: mwBild)

5.182 Bürger sprachen sich für den Verbleib von Swen Ennullat aus. (Foto: mwBild)

8 Responses to Swen Ennullat muss gehen

  1. Dr. Dieter Füting
    9. März 2021 at 16:19

    Was in KW ablief, war ein klassisches Beispiel von Pseudodemokratie. Weder die MAZ , noch der KW – Kurier oder RBB gaben dem Bürgermeister die Gelegenheit für ein Interview oder für Erklärungen. Sie waren alle von Anfang an Partei.
    Propaganda ohne Maß verhinderte eine objektive Meinungsbildung, verunsicherte viele Menschen. Über die Hälfte der Wahlberechtigten blieben verstört und verschreckt zu Hause. Die Frage stand im Raum: Darf man sich überhaupt noch kritisch äußern?
    Viele mögen enttäuscht sein, so wie ich es bin. Doch wir wären nicht nur enttäuscht, wir wären verloren, wenn wir den Drahtziehern eines Bündnisses gegen politische Wahrheit nicht weiter die Stirn bieten würden. Jetzt erst recht. Und gerade jetzt.

  2. Oliver
    9. März 2021 at 12:46

    Als erstes: Alles gute auf ihrem zukünftigen Weg Swen Ennulat.
    Ich kann leider nicht genau sagen was in KW hinter den Kulissen läuft, aber aus den Fakten reime ich mir zusammen, daß es nicht sein kann, daß ein parteiloser und unabhängiger Bürgermeister im Amt ist, wenn die Parteien das nicht wollen !
    Ob KW einen besseren Bürgermeister bekommt ? Die Chancen stehn gar nicht gut. Wenn es ein “überparteilicher” Kandidat wird bedeutet das ja nur, daß er den Filz mehrere Beteiligter unterstützt (bzw. unterstützen muß.)
    Zumindest wollte Swen Ennulat den richtigen Weg gehen und den Menschen den Glauben an Demokratie und Gerechtigkeit zurückgeben.
    In Sachen MAWV haben wir mal diskutiert und er hatte eine ausgewogene Meinung, mit dem Hintergrund, das man an geltendes Recht kein Preisschild hängen darf, in unserem Gespräch äußerte er aber die Vermutung, daß die Genossen das anders sehen und so kam es auch die SVV beschloß, daß der Bürgermeister gegen geltendes Recht zu stimmen hat damit der MAWV “sein Geld” behalten darf.
    Wenn es immer nach diesem Muster ablief kann man Swen Ennulat eigentlich zur Abwahl beglückwünschen, weil er “diesen Haufen” jetzt endlich los ist.
    Alles Gute für die Zukunft Swen Ennulat ! und auch alles gute Königs Wusterhausen, KW wird jetzt viel Glück brauchen !

  3. rappe
    9. März 2021 at 07:40

    Volk stimmt mit den Füßen ab, nicht mit Verstand.

    Wer den KW- Kurier zur Wahl am Sonntag gelesen hat, kann zur Wahl nur eine Einschätzung haben : Fakten können gegen Phasen nichts ausrichten.

    Ca. 9000 sind gegen den BM ,5000 für den BM und 17 000 Wählern ist es scheiß egal, was in der Stadt abgeht. Welch ein Erfolg der Parteien, die es wieder verstanden haben den Wunsch des Volkes zu erfüllen : Sie wollen beschissen werden.

  4. Jörg
    8. März 2021 at 14:18

    @Petra – Auch wenn Ihr Wunsch zum Frauentag vorgetragen wird, Ennullat würde in Schulzendorf noch schneller scheitern. Mücke wird doch geduldet – Und Ennullat – würde keine Tanzstunden geben, hätte eine untolle Verwaltung und die gleichen Feinde in Landratsamt.

    Wir haben es mit einem Theater zu tun, wo eine Krimischreiber nur aufschreiben- aber nicht handeln kann.

  5. Gesine und Wolfgang Almus
    8. März 2021 at 13:14

    @Dr. Füting
    Mit diesem Satz sprechen Sie uns wieder einmal aus der Seele: „Das Vertrauen in die Redlichkeit der politischen Parteien war und ist bis ins Mark erschüttert. … Zu ergänzen ist nur noch: Im Großen wie im Kleinen.“
    Die gestrige Abwahlentscheidung der KW-Bürgerschaft trifft ja nicht nur den Menschen Ennullat besonders hart, sie ist äußerst deprimierend für alle, die von der Funktionsfähigkeit eines demokratischen Systems prinzipiell überzeugt sind. Sie muss deprimieren, weil bei Wahlentscheidungen –wie gestern geschehen- eben leider nicht Fakten zählen, „im Großen wie im Kleinen“. Ob Mauscheleien in Schulzendorf und in Wildau, ob Blockade-Politik in KW, ob Wirecard-Skandal, Bekämpfung der Corona-Pandemie, gravierende Mängel in der Bildungs- und Gesundheitspolitik, persönliche Bereicherung von Mandatsträgern, Erschleichung von akademischen Graden etc. etc.: Wo ist das Gefühl unserer Politikerinnen und Politiker für Anstand geblieben? Warum versagt unser Staatswesen?
    Natürlich wird KW irgendwann einen neuen Bürgermeister haben, und es wird irgendwie „weitergewurschtelt“ werden. Irgendwie wird es auch mit Kungel-Schröter und seinen konspirativen Spießgesellen Hanke, Marx, Lummitzsch, Wippold, Rei-mann, Dreher, Scheetz und Dorst weitergehen, aber eben ohne Beachtung moralischer Prinzipien!

    Der „Souverän“ hat in KW gestern entschieden, das ist zu akzeptieren. Verloren hat nicht nur Herr Ennullat, verloren hat die Demokratie!

    Die deutliche Abwahlentscheidung wird den Menschen Ennullat besonders hart treffen und schmerzen. Wir wünschen ihm und seiner Familie sehr, dass es ihm rasch gelingen möge, die vielen heimtückisch zugefügten Persönlichkeitsverletzungen durch die ach so engagierten Mitglieder des SVV-Mehrheitsblockes in den drei Jahren seiner Amtszeit ad acta zu legen und ein neues, ihn erfüllendes Betätigungsfeld zu finden.

    Der KW-Minderheitsbürgerschaft bleibt nur die Hoffnung, dass sich –wie auch immer- alles zum Besseren wenden möge. Bekanntlich stirbt „Hoffnung“ immer zuletzt.

    Ja, verehrter Herr Dr. Füting, wir alle werden sehen ….

  6. Dr. Dieter Füting
    8. März 2021 at 09:21

    Die erzwungene Abwahl durch das “Bündnis 21″ von Swen Ennullat sollte beweisen, dass die charakterlichen Defekte des Bürgermeisters allein ” Chaos und Stillstand” erzeugt haben. Doch uns allen ist doch über Jahre deutlich vor Augen geführt worden, wo die wesentlichen Schwachstellen des politischen Apparates im Landkreis und in der Stadt liegen. Erst diese Einsicht führte zu der Erkenntnis, dass die Geschicke der Stadt auf andere Art anzufassen sind. So kam es zur echten Gegenbewegung zu dieser eng verflochtenen und uns einengenden Parteienstruktur.
    Die Wahl von Swen Ennullat hätte das missbrauchte Vertrauen vieler Menschen, ihren Lebensmut und ihre Kreativität wieder zurück bringen können. Trotz alledem und alledem. Das wollte das “Bündnis 21” so nicht. Aber das Vertrauen in die Redlichkeit der politischen Parteien war und ist bis ins Mark erschüttert. “Die Politik versagt doppelt – politisch und moralisch”, so die richtige Überschrift im MAZ – Leitartikel am 8. Quarz zu brisanten Ereignissen. Zu ergänzen ist nur noch: Im Großen wie im Kleinen. Im Land wie in der Stadt.
    Jetzt nach der Abwahl reden sie von Versöhnung. Doch was nicht zusammen gehört, wird nicht zusammen finden. Der 7. März ist keine Zäsur. Es wird nicht so werden, wie es vor Swen Ennullat war. Ein neuer Bürgermeister mit lobhudelnden Worten auf den Schild gehoben, wird von vielen Menschen mit Misstrauen, Unmut und Ablehnung empfangen werden. Doch zuerst muss er ja erst einmal gewählt werden. Wir werden sehen.

  7. Alles nur geklaut
    8. März 2021 at 09:01

    Ein bekanntes CDU Mitglied hat heute die Frage gestellt : Wie verblödet ist Deutschland ?

    Trotzdem interessiert mich, Herr Reibel. wie Sie zu dieser Aussage ( 1 ) kommen ?

  8. Hans Reibel
    8. März 2021 at 07:26

    Es wird keinen neuen BM geben. Die SVV wird neu gewählt. Der Zerfleischungsprozeß der Parteien wird sichtbar werden. In der SVV sind keine Fachleute die KW weiter bringen könnten. Sie werden an den Herausforderungen der freien Wirtschaft scheitern und das werden die Bürger sehr schnell merken. Insbesondere die SPD wird es zu spüren bekommen. Der Abwärtstrend ist unaufhaltsam.

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