Schulzendorfer Urgestein feiert Geburtstag

25. März 2009
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Ein Urgestein aus Schulzendorf feierte vor kurzem seinen 70. Geburtstag. Viele Schulzendorfer kennen ihn, den proffesionellen Philatelisten, den begeisterten Gartenfreund, den Wegbereiter der Partnerschaft zwischen Schulzendorf und der polnischen Gemeinde Kargowa, den Organisator vieler Schulzendorfer Feste und den herzensguten Menschen: Herbert Bütow ! Mit ihm sprachen wir.

Zunächst alles Gute zu Ihrem Geburtstag, die Anzahl Ihrer Gäste die zur Geburtstagsfeier erschienen sind lässt darauf schließen, dass Sie recht bekannt sind. Liegt das daran, das Ihre Wurzeln in Schulzendorf liegen?

Nein, aber so gut wie. Ich lebe seit 1948 in Schulzendorf und habe mit meiner Elli gemeinsam unsere vier Kinder hier großgezogen. Elli, mit der ich über 50 Jahre verheiratet war, kann bei der Feier leider nur noch auf Fotos dabei sein, sie starb vor 3 Jahren. Neben der Großfamilie sind auch Gäste aus Berlin von den Berliner Philatelisten und der Vorsitzende vom Landesverband der Kleingärtner Königs Wusterhausen da und mein bester Freund aus der Schulzeit. Was mich besonders freute war, dass auch unser Bürgermeister unter den Gratulanten war. Und nicht zu vergessen ist die Tatsache das ich Gründungsmitglied im Kultur Klub Schulzendorf e.V. bin.

Was haben Sie beruflich gemacht?

Ich war die längste Zeit, genau genommen 30 Jahre lang bei der Transportpolizei der Bahn und denke auch gern an die Zeit zurück. Leider musste ich mit 60 Jahren in den Vorruhestand gehen.

Das hatte doch bestimmt auch seine guten Seiten?

Auf alle Fälle. Ich hatte nun mehr Zeit für meine große Leidenschaft, die Philatelie. Die ist wie ein Virus, wenn man sich einmal angesteckt hat wird man ihn nie wieder los. Seit vielen Jahren bin ich im Rahmen der Bundesphilatelie aktiv, habe viele Ausstellungen besucht und auch bestückt. Sogar in der Butze habe ich schon ausgestellt. Seit 1974 leitete ich eine Arbeitsgemeinschaft an der Schulzendorfer Schule. Mit meinen Jungen Philatelisten haben wir seit 1985 in jedem Jahr eine Ausstellung gemacht, immer zu unterschiedlichen Themen, zahlreiche Ehrungen habe ich dabei auch erhalten.

Handelte es sich dabei ausschließlich um fremde Kinder?

Nein natürlich nicht, alle meine Kinder und teilweise auch die Enkel mussten durch die Schule der Philatelie gehen. Und Thomas, der auch sonst in meine Fußstapfen tritt, wird die Jungen Philatelisten weiterleiten wenn ich mal nicht mehr kann. Er ist erst 19 und wird warten bis ich das Zepter weiterreiche. Auch im Verein der Gartenfreunde und Eigenheimbesitzer e.V. mischt er schon kräftig mit.

Moment mal, Verein der Gartenfreunde, dort sind Sie auch aktiv?

Ja klar, in diesem Jahr werden es 26 Jahre und zum Vorsitzenden wurde ich 1991 gewählt.

Hatten Sie schon irgend wann mal ans aufhören gedacht?

Ja, damals als meine Elli starb. Aber die Gartenfreunde und auch die Kultur Klub Leute sind wie eine große Familie und alle haben mir zugeredet es nicht zu machen und heute bin ich froh darüber.

Was macht denn diese große Familie so?

Wir als Gartenfreunde nehmen alljährlich seit vielen Jahren mit unserer legendären Rosenbowle am Rosenfest in Eichwalde teil. Gemeinsam mit dem Kultur Klub sind wir ständige Mitgestalter bei Sommer- oder Kinderfesten in Schulzendorf. Das Kürbiswiegen gibt es, glaube ich seit 1995.

Trotz Ihrer 70 Jahre sind Sie noch voll im Geschäft. Was ist Ihr Rezept?

4 Kinder mit Partnern, 7 Enkel oder sind es schon mehr und sogar Urenkel, wenn man es genau betrachtet, intensives Engagement in der Vereinsarbeit, viele Reisen mit den Gartenfreunden und ab und zu mal ein schönes Bierchen. Das ist es wohl!

Das Interview führte Cornelia Gronau.

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