Rückblick 2020: Das sind unsere Gewinner und Verlierer

30. Dezember 2020
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2020

Selten war ein Jahr so stürmisch wie 2020. Trotz oder wegen dem globalen Schock Corona gab es im Ausnahmejahr 2020 Gewinner und Verlierer, die uns im Gedächtnis bleiben werden:

Die Gewinner:

Ärzte, Schwestern und Pfleger: Respekt – Sie arbeiten seit Monaten in Krankenhäusern und Einrichtungen der Altenpflege am Anschlag. Sie waren zum Teil unterbesetzt und schruppen deshalb Überstunden. Allein in Brandenburg sind zwischen 20 und 30 Prozent des medizinischen Personals in Krankenhäusern mit Corona infiziert oder befindet sich in Quarantäne. Bleibt nur zu hoffen, dass die Politik nicht nur warme Worte spendet. Sie muss dafür sorgen, dass die Knochenarbeit des medizinischen Personals finanziell honoriert wird.

Corona.

Volleyball-Drittligist SVS/Netzhoppers KW: Erst ein Spitzenplatz in der Regionalliga Nordost, dann der Saisonstart in der dritthöchsten Volleyball Liga Deutschlands – Der SVS repräsentiert mit Stolz das kleine Schulzendorf in Städten wie Pinneberg, Magdeburg, Dessau und Kiel.

Der SVS schlug sich in der dritthöchsten Volleyball Liga für 8.000 Einwohner der Gemeinde brilliant. (Foto: SVS)

Der SVS schlug sich in der dritthöchsten Volleyball Liga für 8.000 Einwohner der Gemeinde brilliant. (Foto: SVS)

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Marcel Hoffmann: Seit Eröffnung des BER hat Hoffmanns scharfe Rechtskurve bei Starts in Richtung Osten den Beweis erbracht, dass sie eine Lärmminderung für tausende Bewohner aus Eichwalde, Schulzendorf und Zeuthen bringt.

Marcel Hoffmann (Foto:mwBild)

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Jonas Reif (Bündnis 90/Die Grünen): Gut 18 Monate hatte Reif den Vorsitz im Gemeinderat Zeuthen innegehabt. Schwierige Themen mussten behandelt werden, Verhandlungsgeschick war gefragt. Reif sorgte für eine sachliche Arbeitsatmosphäre im Gemeinderat, er hatte maßgeblich Anteil an der Erhaltung der kommunalpolitischen Handlungsfähigkeit in der Corona-Zeit. Zeuthener stellen ihm ein gutes Zeugnis aus.

Prof. Jonas Reif (Foto: mwBild)

Prof. Jonas Reif (Foto: mwBild)

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Feuerwehr Schulzendorf:  Schulzendorfs Lebensretter haben in den 365 Tagen wieder einmal bewiesen: Bürger können sich in allen bedrohlichen Situationen auf sie verlassen: Bei Gebäude- und Fahrzeugbränden, bei Unfällen, Ölspuren, Türöffnungen oder der Tierrettung. Und alles trotz dem armseligen Rathaus Geschrei um Einsatzzeiten.

Feuerwehr: Tag der offenen Tür

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Swen Ennullat (Bürgermeister): Seit Monaten stehen das Stadtoberhaupt von Königs Wusterhausen und de facto auch seine Verwaltung unter dem zweifelhaften Beschuss einer Koalition der Besserwisser. Ennullat stellt sich den Auseinandersetzungen, darf sich aber öffentlich nicht zu Details äußern. CDU-Stadtratschefin Lazerus hat ihm ein Maulkorb verpasst. Im Fall seines von den Linken angezettelten Rauswurfs erhielt er Rückendeckung vom Verwaltungsgericht: Das ausgesprochene „Verbot der Ausführung der Dienstgeschäfte … erweist sich als mit überwiegender Wahrscheinlichkeit rechtswidrig.“ Anhaltspunkte für Verfehlungen Ennullats konnte das Gericht nicht erkennen. Mit seiner Verwaltung setzt Ennullat derzeit das größte Bauinvestitionsprogramm der Nachwendezeit um.

Der Bürgermeister der Stadt Königs wusterhausen: Swen Ennullt (Foto:mwBild).

Karl Uwe Fuchs (FDP): Ein VolksVERTRETER, der den Namen verdient, weil er seinen Worten Taten folgen lässt. Ob beim Thema Rückzahlung von Beiträgen an Altanschließer, dem Schandfleck in Miersdorf oder der Unterstützung von Gewerbetreibenden während der Corona-Seuche, Fuchs steht an Brennpunkten  an der Seite der Bürger. Das kann nicht jeder Abgeordnete der Region von sich behaupten.

Karl - Uwe Fuchs setzt auf Professionalität und Kompetenz der Mitarbeiter in der künftigen Vergavestelle. (Foto: mwBild)

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Christine Dorn: Die Bohnsdorferin stand und steht auch mit Eröffnung des Hautstadtflughafens in der ersten Reihe der BER-Lärmgegner.  Dorn und viele Bürgerbündnisse mussten mit der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg GmbH (FBB) um die Einforderung der Rechte von Fluglärm Betroffenen jahrelang zäh ringen und teilweise vor Gericht streiten. Die Umsetzung des Lärmschutzes hinkt gewaltig hinterher. Von 13.733 Anträgen im Tag- und Nachtschutzgebiet sind erst in  7.344 Wohneinheiten Lärmschutzmaßnahmen relisiert.

Bürgerrechtlerin Christine Dorn, hier auf einer Infoveranstaltung in Schulzendorf, wird über das Thema Leistungsverzeichnisse beleuchten. (Foto: Wolff)

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Sven Herzberger (Bürgermeister): Er zählt über die Grenzen von Zeuthen hinaus zu den beliebtesten Politikern. Erste Wahlversprechen aus dem Jahr 2017 hat er eingelöst. Im Corona Schreckensjahr steuerten er und seine Verwaltung die „MS Zeuthen“ mit 10.000 Passagieren an Bord sicher durch stürmisches Fahrwasser.

Zeuthens Bürgermeister Sven Herzberger

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Die Verlierer:

Tobias Schröter (SPD): Sein Versuch, vor dem Landgericht Cottbus eine Strafaktion gegen Meinungs- und Pressefreiheit durchzupeitschen, endete mit einer Bruchlandung.

Tobias Schröter

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Frank Freese: Dem früheren Direktor der Grundschule Schulzendorf stellt das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport ein schlechtes Zeugnis aus. In einem Report stellten Inspekteure fest: „Der Schulleiter (gemeint ist Frank Freese – die Red.) nimmt seine Rolle als Führungskraft nicht ausreichend wahr.“

Frank Freese

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Joachim Kolberg (CDU): Wegen seiner „Wendehals-Politik“ in Sachen Altanschließer, der Duldung einer Geheimberatung zum öffentlichen Haushalt und seinen Versprechen, aus denen teilweise nichts geworden ist, gerät der Gemeinderatschef in der Öffentlichkeit zunehmend mehr in die Kritik. Kolberg hat sich ins Abseits manövriert.

Joachim Kolberg

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Angela Homuth (SPD): Wildaus Bürgermeisterin geriet in das Visier von Brandenburgs höchstem Korruptionsjäger, Oberstaatsanwalt Winter von der Staatsanwaltschaft Neuruppin. Grund: Verdacht der Bestechlichkeit. Für Schlagzeilen sorgte sie, weil die stadteigene WiWO GmbH ein illegales Bauprojekt realisiert hat.

Angela Homuth

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Andreas Zander (Bündnis 90/Die Grünen): Teile der Grünen in Schulzendorf stehen offenbar mit der Presse- und Meinungsfreiheit auf Kriegsfuß. So ging Zander mit juristischen Mitteln gegen eine Medien Veröffentlichung vor, wollte einen Maulkorb verteilen und bei seinem Plan den Rechtsstaat ins Boot holen. Von der Staatsanwaltschaft erhielt er allerdings einen Korb.

Zander

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Bauamt Schulzendorf: Auch 2020 realisierte das Amt beschlossene Bauinvestitionen nur zu einem Bruchteil und wenn, dann im Schneckentempo. Der Startschuss und der Fertigstellungstermin für den dringend benötigten Schulanbau musste gecancelt werden. Die Hürde einer nahezu reibungslosen Realisierung großer Bauprojekte konnte das Rathaus im letzten Jahrzehnt nie nehmen.

Bauamt

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Thomas Drescher:  Der ehemalige Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Jugend und Sport erlitt im Kreistag Dahme-Spreewald eine Abstimmungspleite. Er sollte den Posten des Beigeordneten im Bereich Soziales, Jugend, Gesundheit und Kultur in Dahme-Spreewald: übernehmen. Doch eine Mehrheit wollte ihn nicht.

Thomas Drescher

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Claudia Mollenschott (Die Linke): Partei Propaganda statt Sachpolitik – Von diesem Motto ließ sich die Politikerin ganz offensichtlich in der Debatte zur Trägerschaft der geplanten Schulzendorfer Kita leiten. Sie war gegen freie Träger, weil Erzieher bei ihnen bis zu 1.000 Euro weniger verdienen würden. Einen Beweis für ihre Hypothese blieb sie der Öffentlichkeit schuldig.

Claudia Mollenschott (Foto: mwBild)

2 Responses to Rückblick 2020: Das sind unsere Gewinner und Verlierer

  1. Insider
    30. Dezember 2020 at 11:21

    Auffällig ist, dass kein Gemeindevertreter aus Schulzendorf bei den Gewinnern ist. Offen gestanden fällt es mir auch schwer einen zu finden. Herr Körner war bislang mein Favorit. Seit seiner Abstimmung zu den Altnschließern und der Entlassung in der Feuerwehrangelegenheit ist das nicht mehr der Fall.

  2. Lärmgegner
    30. Dezember 2020 at 08:26

    Die Aufzählung ist nicht vollständig :

    Gewinner : Alle Menschen, die täglich für ihre Familien kämpfen, gesund und munter durch die Belastungen des Alttages zu kommen

    Verlierer : Wir alle, weil wir zu blöde sind, den Politikern den Marsch zu blasen mit der Forderung – sich für die Menschen einzusetzen, statt die Politiker – Günstlinge zu hätscheln und deren möchtegern Ego zu pflegen. Und Schulzendorf generell : Der BER wird die Gesundheit und die Existenz von vielen Menschen gefährden, zu gunsten von Lohnsklaven aus der ganzen Welt und sämtlichen Ego -Schwätzern – die etwas anderes behaupten.

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