Rathaus: Zu dumm zum Geldausgeben?

27. Dezember 2019
Von

Die Gemeinde Schulzendorf hat ein Luxusproblem. Sie wird ihr Geld nicht los!

Zig Millionen Euro liegen auf dem Rathaus Sparbuch. Zig Millionen Euro haben Abgeordnete für Projekte bewilligt.

Die bittere Wahrheit für 8.000 Bewohner: IHR Geld liegt teilweise brach, weil die Investitionstätigkeit der Verwaltung lahmt. Und das in Zeiten, wo es auf dem Finanzmarkt Kredite zum Nulltarif gibt.

Geld

Der Schulzendorfer sagt, wo bewilligte Gelder für 2019 NICHT in Projekte geflossen sind. Nicht getätigte Investitionen unter 20.000 Euro sind unberücksichtigt.

  • 1,5 Millionen Euro für die Schulerweiterung,
  • 393.000 Euro für ein Feuerwehrfahrzeug,
  • 200.000 Euro für Straßenbeleuchtung,
  • 77.900 Euro für Feuerwehr Ausrüstung,
  • 99.000 Euro für den Parkplatz an der Patronatskirche,
  • 66.000 Euro für die Umgestaltung des Friedhofs,
  • 50.000 Euro für eine Machbarkeitsstudie zum Bau einer Turnhalle,
  • 50.000 Euro für die Ausbauplanung des Geh- und Radwegs in der Rosa – Luxemburg -Straße,
  • 40.000 Euro für ein Regenwasserkonzept in mehreren Straßen,
  • 30.000 Euro für die Anschaffung von Stühlen in der Mehrzweckhalle,
  • 20.000 Euro für ein Spielgerät in der Kita Löwenzahn,
  • 20.000 Euro für die Regenwasserableitung in der Waldstraße.

Hoffentlich wird der Segen nicht zum Fluch!

10 Responses to Rathaus: Zu dumm zum Geldausgeben?

  1. Waltersdorf Fan
    30. Dezember 2019 at 12:35

    @ Horst – Ah so, oberflächlich. Beim Lesen Deiner Hinweise, kommt aber auch nichts um die Ecke – obwohl vieles auch richtig ist. Wer hat bzw. hätte Herrm Sonntag denn verhindern können ? Der Bürgermeister vielleicht ? Bauamt und Kasse sind die wichtigsten Posten – wem das egal ist, wird keine erfolgreiche Gemeinde führen. Ein Bürgermeister leitet und hat sich nicht über die Beschlüsse der GV kaputt zu lachen. Wir haben den Eindruck, dass Mücke Schulzendorf egal ist. Kein Herzensblut, keine Ideen- keinen Plan. Als Gemeindevertreter hat er sich bemüht, aber was hat er denn in seiner Amtszeit neu angeschoben : Nichts – alles Projekte aus alten Zeiten. Wenn Dr. Haase in Schulzendorf angefangen kätte, da wäre einiges anders gelaufen. So wird in Schulzendorf nur Geld zum Fenster hinausgeworfen.

  2. Horst
    30. Dezember 2019 at 10:25

    Und genau solche Fragen @Petra Fan lassen erkennen, wie wenig man doch von dem weiß was hier wirklich läuft!!!

    Natürlich ist der BM Schulzendorf hauptamtlich tätig und von seinem “normalen” Beruf freigestellt. Das Ganze für ein Grundgehalt von ca. 62.000 bis knapp 80.000€ je nach Stufe.
    Man muss also in der Regel seinen normalen Beruf aufgeben wenn man BM werden will.
    Da BM Mücke aber vorher Beamter war, könnte er danach auch wieder Beamter sein. Insofern hat er wenig Druck und auch wenn man ihn vom Hof jagen würde, kehrt er ohne Probleme in sein Amt zurück.
    Wird er aber vermutlich nicht, denn m.M. nach wird er nach dieser Runde ganz entspannt in den Ruhestand gehen!

  3. Horst
    30. Dezember 2019 at 10:14

    Deine Betrachtung lieber Fan in allen Ehren, aber mir ist sie eindeutig zu oberflächlich.
    Ja, der Eindruck den du hast mag nach außen entstehen, läßt aber eindeutig erkennen, dass du keinerlei tiefe Einblicke in das Geschehen hast und deine Ansichten nur durch Hören/Sagen entstanden sind.

    Fakt ist, der BM ist nicht dumm. Fakt ist aber leider auch, das er nicht der gebohrene Anführer ist und ihm das Gen mit Führungsqualität fehlt, bzw. es zu wenig ausgeprägt ist. Leider ist er im Amt auch zu sehr Beamter (das merkt man immer wieder ganz deutlich) und zu wenig “Mensch”.
    Und ich werfe ihm nicht mal vor das er kein Top Personal findet, wenn der Markt keins hergibt. Das der Ruf da mit reinspielt ist vollkommen unbestritten.
    Und so bekommt man eben im Amt vorbestrafte Leiter in ein Bauamt. Und da habe ich eine klare Meinung. Wer im Amt betrügt und sich erwischen läßt, der sollte einen solchen Posten nie wieder bekleiden.
    Auch habe ich selber erlebt, dass dieser Mann weder mit den Bürgern etwas zu tun haben will, geschweige denn für diese Einsatz zeigt.
    Der will ganz ruhig seine Zeit bis zur Rente absitzen und das möglichst unauffällig.

    Wo bitte soll also das Top-Personal herkommen, wenn der Markt keines zur Verfügung hat?

    Und das die GV jetzt so viele kleine Grüppchen hat, mag zwar ganz witzig sein, ist aber für eine gute und zielführende Politik wenig zuträglich.
    Es gibt defacto derzeit keine Koalition und keine Opposition. Jeder, und damit meine ich alle Gruppierungen in der GV, versucht aktuell im Schnellschußverfahren irgendetwas zu bewegen. Man schaue sich nur die undurchdachten und wenig sauber recherchierten Beschlußvorlagen an.
    Das kann auf die Dauer nicht gut gehen.
    Jeder eingebrachte Antrag ist zur Zeit ein reines Glücksspiel. Bekommt man Mehrheiten oder nicht. Wenn es überhaupt zu einer Abstimmung kommt, weil man im Laufe der Diskussion dann doch erkennt, dass man einen Beschluss eingebracht hat der so nicht umsetzbar ist.
    Und ja, weil der BM ganz sicher nicht dumm ist, wird der in seinem Zimmer sitzen und sich darüber kaputtlachen.

    In meiner Demokratie kommt man so nicht wirklich weiter!!!

  4. Petra Fan
    30. Dezember 2019 at 08:46

    Volle Punktzahl W’Fan!! So schaut’s hier aus…
    Ist das Amt des BM eigentlich ein Fulltimehob oder geht man da nebenbei noch arbeiten?

  5. Waltersdorf Fan
    29. Dezember 2019 at 21:10

    @ Horst . In Schulzendorf will man einfach nicht, dazu kommt noch Überheblichkeit. Wir haben noch Ortsteile, wo es noch unterschiedliche Interessen und Nöte gibt.
    Ein Bürgermeister gibt die Richtung vor, die Gemeindevertreter haben Wünsche und eine Kontrollpflicht. Bei Euch gibt es nur Selbstbeschäftigung und einen Bürgermeister der keinen Plan hat, gescheige sich um ordentliches Personal bemüht. So verwaltet man sich nur selbst und der Steuergroschen wird nur veratmet. Und die Gemeindevertretung ist ein Teil davon. Und alle direkt gewählt !

  6. Horst
    28. Dezember 2019 at 19:32

    Die GV kann am allerwenigsten dafür. Denen kann man schlimmstenfalls vorwerfen zu wenig nachzuhaken, warum unser Verwaltungsapparat die geplanten Investitionen nicht tätigt.

    Nach meiner Kenntnis ist es zum größten Teil fehlende Kapazitäten. Das Ganze gepaart mit deutscher Bürokratie und dann geht kaum nochwas voran.

    Man kann aber nun nicht anfangen weniger zu planen, den dann würde man am Ende auch weniger einnehmen. Das ist viel zu kompliziert um es hier mit drei Sätzen zu erklären.

    Und neu Schulzendorfer, erstmal schlau machen 😉
    Es müssen keine Strafzinsen gezahlt werden, weil schon jetzt die Rücklage auf div. Konten verteilt ist um eben diese Strafzinsen zu umgehen.
    Der Einzige Vorwurf kann hier nur sein, dass man um diese Konten zu überwachen auch wieder Kapazitäten binden muss, die für wichtigere Aufgaben frei wären wenn das Geld nur auf ein oder zwei Konten liegen würde. Ich hab die Konten gesehen das sind 8-10 (+-2 so genau hab ichs nicht mehr im Kopf).

    Fakt bleibt, dass die im Rathaus sicher nicht dumm sind, doch aber hier und da Hilfe bräuchten die sie nicht haben. Eine handvoll mehr Leute wäre dem Ganzen sicher auch nicht abträglich.

    Und am Ende die Differenzen zwischen GV und BM. Ja, die darf man nicht vergessen. Ohne die würde es ganz sicher auch besser laufen.
    Darauf müssen wir aber wohl noch etwas warten bis…….kann sich jeder selber ausmalen :)

  7. Petra
    Petra
    28. Dezember 2019 at 18:22

    Mich wundert das alles wenig. Der Verwalter ist ein Fernmeldemann, der hat von Finanzen soviel Ahnung, wie ein Elefant vom Mikado. Keine finanzökonomische Ausbildung. “Kämmerer” Reech hat auch keine finanzökonomische Ausbldung. Bei uns stehen zwei Lotsen am Ruder und nicht ein Kapitän und ein 1. Offizier um es im Traumschiffjargon zu sagen. Was soll da anderes rauskommen?

  8. Neu Schulzendorfer
    28. Dezember 2019 at 16:42

    Leute, das ist aber nur die halbe Wahrheit. Es gehören immer zwei zu einer Sache. Das Amt, das Investitionen nur schleppend tätigt und die Gemeindevertretung, die das toleriert. Sie ist Vorgesetzter des Bürgermeisters. Bislang ist nur einer gegen das Versagen vom Bürgermeister energisch aufgetreten. Das war Guido Thieke. Wenn die anderen Gemeindevertreter ihren Mund halten, dann sind auch sie mitverantwortlich, genauso wie der Bürgermeister. Was tun Linke, AfD, CDU, SPD und Grüne? Es ist sträflich, angesichts der gegenwärtigen Zinspolitik, Millionen nicht auszugeben. Das Geld wird immer weniger. Bald zahlt die Gemeinde für unsere Millionen Strafzinsen. In meinen Augen ist das Veruntreuung von Steuergeldern. Es ist unser aller Geld.

  9. Petra Fan
    28. Dezember 2019 at 12:36

    Ja Uwe; das versteht keiner außer die Rentner aus dem Heim! Ganz Schulzendorf zählt schon die Tage, wo dessen Amt endet!!
    Der ist so furchtbar :( :(

  10. Uwe Rappe
    28. Dezember 2019 at 10:32

    In jeder anderen Gemeinde hätte ein Bürgermeister reagiert. Was hat Schulzendorf nur verbrochen, einen derartigen Bürgermeister zu haben, Die aufgeführten Nichtleistungen sind Leistungen von exteren Büros und Firmen. Sperrt die Verwaltung zu, dann kommen für den Bürger nicht noch andere Sorgen hinzu. Es ist einfach unglaublich.

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