Miersdorf: Dauerhaftes Badeverbot verhängt

27. April 2022
Von

Zeuthen/Miersdorf. Diese Nachricht ist ein Schock, nicht nur für das Schulsport Schwimmprojekt der Zeuthener, auch für seine Nachbarn: Das Brandenburger Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg hat für den Miersdorfer See ein dauerhaftes Badesverbot verhängt. Grund: Eine „mangelhafte Qualitätseinstufung“ des Sees.

Heiko Fuchs (FDP), Chef des Anglervereins, der den See umsorgt, ist stink sauer: „Wir haben keine Kloake in Miersdorf. Die Einstufung ist fragwürdig. Das ist eine Frechheit.“

Zeuthens Gemeinderäte erfuhren erst aus der Presse über den Missstand. „Das ist bedenklich.“, urteilte Professor Jonas Reif (Die Grünen). Auch Fuchs zeigte sich enttäuscht, dass der Anglerverein nicht in der Debatte mit dem Gesundheitsamt mitwirken durfte.

Rathaus, Landkreis und Potsdam verhandeln demnächst über das Schicksal des Miersdorfer Sees.

Miersdorfer See

One Response to Miersdorf: Dauerhaftes Badeverbot verhängt

  1. Martin
    28. April 2022 at 08:33

    Ich stelle mir folgende Fragen:

    Wie kommt das Ministerium zu der Einstufung? Sollten geeichte Messungen dieses Ergebnis belegen, dann ist es in jedermans Interesse, dass dort keine Kinder baden. Vielleicht auch, dass die Fische dann nicht auf den Teller kommen, je nach Belastung! Da braucht es dann auch “keine Beteiligung an der Diskussion”, weil es einfach keine Diskussion braucht. Sollte es Werte oder Spuren von Verunreinigung geben, auch wenn sie nicht sichtbar ist, dann folgt ein Handlungszwang.
    Die nächsten Schritte wären dann: Ursache finden, dem Zustand entgegenwirken, Messungen wiederholen und bei Verbesserung der Qualität natürlich: Badeverbot aufheben.

    “Dauerhaftes” Badeverbot kann m.E. doch nur für die Dauer der Beeinträchtigung bestehen. Das geht ja selbst schon aus diesem “Artikel” hervor, dass hier keine jetzt auf die Ewigkeit ausgerichtete Entscheidung getroffen wurde. Immerhin wird (…) demnächst über das Schicksal verhandelt (…).

    Der Informationsweg ist tatsächlich zu kritisieren. Wurden z.B. Anwohner oder die Gemeinde nicht informiert? Kann ich mir doch so gar nicht vorstellen.

    Nun ja, bleibt wohl nur, verlässliche Quellen abzuwarten.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Werbung