Machen Denkfehler der GroKo Bewohner zu Verlierern?

10. November 2022
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Schulzendorf. Die Gemeinderäte der GroKo, Claudia Stölzel, Andreas Zander, Andreas Körner (alle Bündnis 90/Die Grünen), Tim Kolbe, Kerstin Schwerin (beide SPD), Tim Voigtländer, Claudia Mollenschott und Winnifred Tauche (alle Die Linke) haben sich gestern in einer Grundsatzentscheidung für die Entwicklung des „Natur- und Gewerbeparks Rosengarten“ auf der 21 Hektar großen Ackerfläche entlang der Ernst-Thälmann-Straße ausgesprochen. Eine Minderheit aus AfD, Bürgerbündnisses und CDU stimmte dagegen.

Ansicht von 228 Bürgern übergangen

Die GroKo fegte damit einen Appell der Interessensgemeinschaft Altanschließer Schulzendorf und 228 Bürger vom Tisch, der vor einer Entscheidung über das Projekt, eine Abwägung von Für und Wider verlangte. Denn, ob überhaupt ein Bedarf besteht, ob überhaupt Gewerbesteuern eingenommen werden und welche Auswirkungen das Gewerbegebiet auf Infrastruktur, Natur und Umwelt hat – alles ist völlig unklar.

Hört sich konfus statt rational an. (Foto: mwBild)

Hört sich konfus statt rational an. (Foto: mwBild)

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Mit der Entscheidung sind finanzielle Risiken verbunden. Etwa 140.000 Euro Steuergeld müssen anfangs für Vorplanungen bereitgestellt werden. Wird das Projekt ein Flop, ist das Geld aus dem Fenster geworfen. Und was geschieht, wenn der „Natur- und Gewerbepark“ fertiggestellt ist und die Kosten für seine Bewirtschaftung über den Gewerbesteuereinnahmen liegen?

„Ich bin pappesatt von den Grünen“

Guido Thieke Appell an die Vernunft der GroKo verhallte. (Foto/Archiv: mwBild)

Guido Thiekes Appell an die Vernunft der GroKo verhallte. (Foto/Archiv: mwBild)

Der CDU-Finanzexperte Guido Thieke rief seine Kollegen auf, sich bei der Abstimmung der Stimme zu enthalten. Vor einem Votum müsse zunächst ein Meinungsaustausch im Gemeinderat darüber geführt werden, was auf dem Areal entstehen soll. Ein Bürger appellierte, auch Bewohner am Dialog über das Projekt zu beteiligen.

Thieke warf den Grünen Doppelmoral vor, sie sind Antreiber des Vorhabens. Sie lehnten die Bebauung der Waldsiedlung im Februar 2022 wegen der immensen Bodenversiegelung und den negativen Folgen für Natur und Umwelt ab. Beim Projekt „Rosengarten“ gelten diese Sorgen offenbar nicht.

„Ich bin pappesatt von den Grünen“, komentierte Petra P., Einwohnerin aus der Fritz-Reuther-Straße, die grüne Politik der wehenden Fahnen.

Bürgermeister Mücke (SPD-nominiert) dazu: „Ich stehe dem Vorhaben skeptisch gegenüber und werde mich deshalb bei der Abstimmung der Stimme enthalten.“

Die Bankrotterklärung der Grünen

Die Verknüpfung von „Naturpark“ und „Gewerbepark“ ist für Klaus Schmidt (AfD) offenbar nicht ganz plausibel. Deshalb fragte er Andreas Körner, wo im Land Brandenburg vergleichbare Projekte existieren. „Ich weiß es nicht.“, antwortete der Grünen Chef. Körner weiter: „Keiner kann sagen, wie es (gemeint ist der „Natur-und Gewerbepark Rosengarten“ – Red.) aussieht“, so Körner. Seine Kollegin Stölzel ergänzte: „Wir müssen heute nicht wissen, was hinkommt.“

„Was die GroKo beschloss, hat mit ehrlicher Politik nichts zu tun. Sie regiert nach Gutsherrenart“, resümierte ein Besucher nach der Sitzung.

12 Responses to Machen Denkfehler der GroKo Bewohner zu Verlierern?

  1. Peter Schulze
    20. November 2022 at 15:34

    @Erdbewohner: die waren ja auch zum Schmunzeln gedacht. Aber Sarkasmus verstehen ist das ja so eine Sache habe ich gehört.

    @Hartenstein: Lächerlich. Ersparen Sie mir diesen Unfug. Ich dachte Sie wären über diese Tonart erhaben.

  2. B. Hartenstein
    20. November 2022 at 12:54

    Oh , oh werter Peter Schulze.
    Die Tonart kommt mir sehr bekannt vor.
    1933, 1945, 1989, 2021 …….
    Parteinamen ändern sich, die Fahnen auch, aber das Motto bleibt !
    “Jetzt sind wir dran !!!!”

    Vielleicht kennst du auch folgende Worte:

    “……Sie sang das alte Entsagungslied,
    das Eiapopeia vom Himmel,
    womit man einlullt, wenn es greint,
    das Volk, den großen Lümmel.

    Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
    ich kenn auch die Herren Verfasser;
    ich weiß, sie tranken heimlich Wein
    und predigten öffentlich Wasser …………”

  3. Erdbewohner
    20. November 2022 at 12:04

    Jo Peter; schmunzel nur über deine Worte :)

  4. Peter Schulze
    20. November 2022 at 10:20

    Eine anonym schreibende Orgelpfeife versucht hier wie an anderer Stelle auf dicke Hose zu machen. Es wird der Tag kommen, wo solches Verhalten seinen Tribut fordert. Ich freue mich darauf.

  5. Erdbewohner
    19. November 2022 at 14:34

    @sowas Peter, ich hab es noch nett formuliert. Wollte es eigentlich unfreundlicher.

  6. Peter Schulze
    19. November 2022 at 09:42

    @Erdbewohner: ´sowas´? Merkste selbst, ne…

  7. Erdbewohner
    18. November 2022 at 18:21

    @PeterSchulze: dein letzter Absatz ist ja wohl nur zum fremd schämen; oh man ey…
    Und sowas darf jeden Mittwoch auf die Straße… :(

  8. Peter Schulze
    18. November 2022 at 10:15

    @Zeuthener: Davon kann man wohl ausgehen.

    Schon weil Schulzendorf dafür bekannt ist so selbstständigen-freundlich zu sein wie kaum ein Ort in Deutschland. Jeder bekommt hier problemlos jedes Gewerbe angemeldet und nicht wie überall sonst noch Steine in den Weg gelegt.

    Auch sind die regelrecht als Lockangebote zu bezeichnenden Mietpreise der Örtlichkeiten ein Garant für wenig Fluktuation und einen florierenden Handel. Siehe Gewerbegebiet am Altenheim und die vielen, vielen Kleingewerbetreibenden die Millionen in die Haushaltskasse spülen.

    Ich blicke in eine rosarote Zukunft und bin stolz wie nie, ein geborener Schulzendorfer zu sein – und froh, dass so viele Zugezogene ihren wichtigen Input von außen einbringen und alles zum Besseren entwickeln.

  9. Zeuthener
    17. November 2022 at 21:04

    In Kürze werden mehrere Gewerbetreibende in Eichwalde und Zeuthen ihre Geschäfte aufgeben. Warum bloß? Wollen die alle nach Schulzendorf in den Gewerbepark? Dann werden ja hunderttausende Euro in Kasse fließen.

  10. Bürger zweiter Klasse
    16. November 2022 at 20:11

    Demokratie ist mit den Grünen nicht vereinbar.
    @B.Hartenstein, dem ist nichts hinzuzufügen

  11. B. Hartenstein
    11. November 2022 at 16:23

    Bei aller Verzweiflung über dieses Verhalten als “Volksvertreter” , hat es auch ein Gutes.
    Seit die Grünen an der “Macht” sind zeigen sie ihr wahres Gesicht …. den Wolf im Schafspelz.
    Nur durch die Wahl wurden sie gezwungen, sich öffentlich darzustellen und…. zu demaskieren.
    Also … das nächste Mal reichen die zuckersüßen Worte und Krokodilstränen nicht mehr aus . Hoffentlich !!!!!

  12. Etti
    10. November 2022 at 16:38

    Ich gehörte zu den Personen, die Unterschriften gesammelt hatten. Ich hatte mit jedem einzelnen Schulzendorfer Bürger ein längeres Gespräch. Von allen kam spontan eine Ablehnung zum geplanten Projekt. Wie können die sogenannten Abgeordneten der Einheitspartei gegen die Meinung der Bürger stimmen? Schämt
    euch! Aber: wie gewählt so erhalten! Nächstes Mal sollten wir aufpassen, wem wir unsere Stimme geben!

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