Die Antwort von BEAR-Projektleiterin Dr. Miriam Wiese-Posselt klingt zunächst nachvollziehbar: Die in Schulzendorf eemittelten UFP-Messdaten würden als Expositionsdaten in die BEAR-Studie einfließen. Nach Abschluss der Untersuchungen sollen die Daten gemeinsam mit den wissenschaftlichen Ergebnissen ausgewertet und anschließend international veröffentlicht werden.
Doch damit ist die eigentliche Frage nicht beantwortet: Welche Belastungssituation besteht tatsächlich dort, wo künftig Kinder lernen sollen? Das ist keine akademische Luxusfrage.
Niemand verlangt von der Charité, wissenschaftliche Ergebnisse vorwegzunehmen oder aus einzelnen Messwerten bereits gesundheitliche Schlussfolgerungen zu ziehen. Gefragt sind vielmehr die konkreten technischen Messdaten, die in Schulzendorf mit den mobilen Messstationen erhoben wurden.
Das ist deshalb von Bedeutung, weil die Charité Messungen in einem Gebiet vornahm, in dem ein neuer Schulstandort geplant ist. Schließlich haben Schulzendorfs Steuerzahler die Studie mitfinanziert.
Wenn die Messwerte unauffällig sind, könnten sie die öffentliche Diskussion versachlichen. Wenn sie dagegen erhöhte Belastungen zeigen, wäre es umso wichtiger, dass Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit diese Daten kennen, nachvollziehen und handeln können.
Denn am Ende geht es um mehr als um ein paar Zahlen aus Messgeräten. Es geht um das Vertrauen der Bürger in ein Forschungsprojekt, das in unmittelbarem Zusammenhang mit einer Schule steht.
Wiese-Posselts Hinweis auf eine spätere internationale Veröffentlichung greift deshalb zu kurz. Eine wissenschaftliche Publikation irgendwann ist nicht dasselbe wie Transparenz über bereits erhobene Messdaten heute.
Frau Dr. Wiese – Posselt hat sich bei der Vorstellung in Schulzendorf bis auf die Knochen blamiert. Sie kommt aus dem medizinischen Bereich und hat nicht haltbare technische Vorstellungen geäußert.
Man muss allein die Meßgeräte und die Standorte der Messung schon in Frage stellen. Die im Schulzendorfer dargestellten Bilder von den Meßgeräten nährt allein schon den Verdacht, dass die Meßwerte mehr Immersionen durch den Autoverkehr aufzeigen sollen. Ferner hat mich an Ihrem Vortrag gestört, dass immer das Thema Geld in den Vordergrund gestellt wurde.
Es ist somit keine belegbare Studie, die Arbeiten werden ausgewertet, wie der Besteller es wünscht. Wir haben da unsere Erfahrungen z.B. eine Lärmmessung, die genauso behandelt wird.
Vielen Dank für nichts.