Kommentar: Charité darf Transparenz nicht auf später verschieben!

25. September 2026
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Die Antwort von BEAR-Projektleiterin Dr. Miriam Wiese-Posselt klingt zunächst nachvollziehbar: Die in Schulzendorf UFP-Messdaten würden als Expositionsdaten in die BEAR-Studie einfließen. Nach Abschluss der Untersuchungen sollen die Daten gemeinsam mit den wissenschaftlichen Ergebnissen ausgewertet und anschließend international veröffentlicht werden.

Doch damit ist die eigentliche Frage nicht beantwortet: Welche Belastungssituation besteht tatsächlich dort, wo künftig Kinder lernen sollen? Das ist keine akademische Luxusfrage.

ChariteNiemand verlangt von der Charité, wissenschaftliche Ergebnisse vorwegzunehmen oder aus einzelnen Messwerten bereits gesundheitliche Schlussfolgerungen zu ziehen. Gefragt sind vielmehr die konkreten technischen Messdaten, die in Schulzendorf mit den mobilen Messstationen erhoben wurden.

Das ist deshalb von Bedeutung, weil die Charité Messungen in einem Gebiet vornahm, in dem ein neuer Schulstandort geplant ist. Schließlich haben Schulzendorfs Steuerzahler die Studie mitfinanziert.

Wenn die Messwerte unauffällig sind, könnten sie die öffentliche Diskussion versachlichen. Wenn sie dagegen erhöhte Belastungen zeigen, wäre es umso wichtiger, dass Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit diese Daten kennen, nachvollziehen und handeln können.

Denn am Ende geht es um mehr als um ein paar Zahlen aus Messgeräten. Es geht um das Vertrauen der Bürger in ein Forschungsprojekt, das in unmittelbarem Zusammenhang mit einer Schule steht.

Wiese-Posselts Hinweis auf eine spätere internationale Veröffentlichung greift deshalb zu kurz. Eine wissenschaftliche Publikation irgendwann ist nicht dasselbe wie Transparenz über bereits erhobene Messdaten heute.

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Aktueller UFP-Wert

+++ Ultrafeinstaub Konzentration am BER, Maximaler Einstundenmittelwert am 23.09.2026 90.777 Partikel/cm³ (Quelle: LUIS Brandenburg). Die WHO betrachtet einen Messwert von 10.000 Partikel/cm³ als „erhöhte Konzentration“. +++

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