Klimaschutz: Ja, Klimahysterie: Nein

9. Oktober 2019
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Die Sorge um das Weltklima ist in Schulzendorf offenbar in eine Klimahysterie umgeschlagen. Bündnis 90/Die Grünen befinden sich in einem Untergangsrausch, anders können ihre jüngsten Auftritte nicht eingeordnet werden.

Dahinter steckt kein böser Wille, keine Verschwörung, sondern eher eine Art vorauseilender Gehorsam aus guter Absicht.

Fraktionschefin Stölzel witterte Rodungen im Wald rund um den Helgolandplatz, die es in Wirklichkeit nie gab. Mit der Unkerei mussten sich Gemeinderat und Revierförster befassen.

In den letzten Wochen haben sich in Schulzendorf Panik - Attacken in Sachen "Klimaschutz" gehäuft.

In den letzten Wochen haben sich in Schulzendorf Panik – Attacken in Sachen “Klimaschutz” gehäuft.

Mit der Begründung, dass „unser Ort grün bleibt“ und es eine „Frage der Lebensqualität und des Klimaschutzes“ sei, setzten sich Bündnis 90/Die Grünen und SPD für den Erhalt kranker Bäume ein, die mitten in einem neu zu errichtenden Gehweg standen. Sein Verlauf wurde zuvor im Gemeinderat beschlossen. Die Aufhebung einer bereits erteilten Fällgenehmigung wurde gefordert.

Jetzt überbietet sich Bündnis 90/Die Grünen selbst mit einer neuen Klimaschutzmaßnahme:

Ein Klimaschutzmanager soll im Rathaus die Arbeit aufnehmen und ein Klimaschutzkonzept erarbeiten. Jährliche Personalkosten: 110.000 Euro. Vorzugsweise soll er auch in Eichwalde und Zeuthen tätig werden, die Kosten würden sich die drei Kommunen teilen. Er soll kommunale Aktivitäten koordinieren und Vereinbarungen rund um den Klimaschutz auf regionaler Ebene umsetzen.

SPD und Die Linke wollen dem nur dann zustimmen, wenn tatsächlich in Aussicht gestellte Fördergelder sprudeln – eine zwielichtige Position.

Abgeordnete aus den Reihen von FDP und CDU plädieren dafür, Fördergelder lieber in konkrete Maßnahmen zum Klimaschutz, wie beispielsweise in LED – Straßenbeleuchtung, statt in Personalkosten eines Klimamanagers zu stecken.

Dass wir Menschen einen ordentlichen Beitrag zum Ausstoß von CO2 leisten, soll nicht schön geredet werden. Und dass der CO2 Ausstoß pro Kopf in Deutschland höher ist als in China, auch nicht. Doch diese Tatsachen taugen nicht, um eine Klimahysterie auszulösen und das Klima für 70 Jahre vorherzusagen. Schließlich fällt es schon schwer, relativ sicher das Wetter für die nächsten fünf Tage zu prognostizieren.

4 Responses to Klimaschutz: Ja, Klimahysterie: Nein

  1. OSSI
    9. Oktober 2019 at 17:01

    Ich appelliere an alle Abgeordneten der Gemeindevertertretung Schulzendorf, sich den Plänen von Frau Stölzel nicht anzuschließen. Ein Klimaschutzmanager oder besser gesagt “Potemkinsche Dörfer” brauchen wir nicht. Die Grünen spinnen.

  2. Erdbewohner
    9. Oktober 2019 at 15:36

    Unfassbar, hier wird Geld zum Fenster heraus geschmissen… sollen das Geld mal lieber in d. Infrastruktur oder Hort/Kita stecken!!!!

  3. Marcus D.
    9. Oktober 2019 at 14:22

    Klimaschutz ist schon das Unwort dieses Jahrzehnts. Aber Klimaschutzmanager und Klimaschutzkonzept sind nun völlig sinnfrei. Das zeigt deutlich, wer so etwas fordert, hat leider keine Ahnung von dem, was er fordert.Man kann es mit blindem Aktionismus bezeichnen.

    Mit etwas Sachkenntnis und gesundem Menschenverstand können wir hier in Schulzendorf auch ohne Manager und sinnlosen Ausgaben genügend bewegen.

    Es wäre erfreulich, wenn Grüne, Klimaschützer, Greta usw. sich einfach mal belesen, was man unter Klima versteht. Das sind doch von Menschen, man nennt sie Meteorologen, festgelegte Parameter, statistisch ausgewertete Durchschnittswerte. Die Gesetzmäßigkeiten des Klimas kann man doch nicht schützen.

    Ich kann auch nur davor warnen, alle hier bei uns anstehenden Aufgaben links liegen zu lassen, um sich ganz dem sogenannten Klimaschutz zu verschreiben. Da erwarte ich anderes von den Gemeindevertretern.

  4. Grisu
    Grisu
    9. Oktober 2019 at 14:01

    Klimaschutzmanager, was soll dieser Unsinn? Gibt es bei uns Kohlekraftwerke, Atomanlagen, Industriebetriebe? Unsere Einsparpotentiale können extern durch Spezialisten auf 50 Seiten ermittelt werden.

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