Kita Gebühren: Wer profitiert wirklich?

14. Januar 2019
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Seit Monaten diskutieren Gemeinderäte über die neue Kitagebührensatzung. Fast ausnahmslos feilen Abgeordnete an den Gebührentabellen. Aus nahezu allen Fraktionen heißt es, man trete für sozial gerechte Gebühren ein, vor allem untere Einkommensgruppen sollen künftig entlastet oder zumindest nicht mehr belastet werden.

Die Zahl jener Personensorgeberechtigten, die den unteren Einkommensstufen zugeordnet werden, ist deutlich geringer als von vielen gedacht.
Die Zahl jener Personensorgeberechtigten, die den unteren Einkommensstufen zugeordnet werden, ist deutlich geringer als von vielen gedacht.

Doch von wie vielen Personensorgeberechtigten (PSB) nimmt das Rathaus eigentlich Erträge aus den unteren und oberen Einkommensstufen ein? Dieser Frage ging die Redaktion nach.

Dem Schulzendorfer liegt eine Rathaus Ertragsprognose auf der Grundlage des Satzungsentwurfes 2018 vor. Danach rechnet das Rathaus im Fall der Krippe mit Gesamterträgen von insgesamt 127.188 Euro. Es entfallen auf die

  • Einkommensstufen 1 bis 6 (Jahreseinkommen bis 30.499 Euro) 9 PSB mit insgesamt 4.170 Euro, das sind rund 3,6 Prozent aller Krippen Erträge.
  • Einkommensstufen 7 bis 13 (Jahreseinkommen 30.500 bis 47.999 Euro) 25 PSB mit insgesamt 37.548 Euro, das sind rund 29,5 Prozent aller Krippen Erträge.
  • Einkommensstufen 14 bis 20 (48.000 bis 62.999 Euro und darüber) zahlen 29 PSB insgesamt 85.020 Euro, das sind rund 66,9 Prozent aller Krippen Erträge.

In der Betreuungsform Kindergarten prognostiziert das Rathaus Erträge von insgesamt 303.084 Euro. Es entfallen auf die

  • Einkommensstufen 1 bis 6 (Jahreseinkommen bis 30.499 Euro) 29 PSB mit insgesamt 14.628 Euro, das sind rund 4,8 Prozent aller Kindergarten Erträge.
  • Einkommensstufen 7 bis 13 (Jahreseinkommen 30.500 bis 47.999 Euro) 78 PSB mit insgesamt 88.728 Euro, das sind rund 29,3 Prozent aller Kindergarten Erträge.
  • Einkommensstufen 14 bis 20 (48.000 bis 62.999 Euro und darüber) zahlen 96 PSB insgesamt 199.728 Euro, das sind rund 65,9 Prozent aller Kindergarten Erträge.

In der Betreuungsform Hort rechnet das Rathaus mit Erträgen von insgesamt 237.228 Euro. Es entfallen auf die

  • Einkommensstufen 1 bis 6 (Jahreseinkommen bis 30.499 Euro) 65 PSB mit insgesamt 18.165 Euro, das sind rund 7,7 Prozent aller Hort Erträge.
  • Einkommensstufen 7 bis 13 (Jahreseinkommen 30.500 bis 47.999 Euro) 107 PSB mit insgesamt 66.324 Euro, das sind rund 27,9 Prozent aller Hort Erträge.
  • Einkommensstufen 14 bis 20 (48.000 bis 62.999 Euro und darüber) zahlen 126 PSB insgesamt 152.748 Euro, das sind rund 64,4 Prozent aller Hort Erträge.

Krippe, Kindergarten und Horten sollen der Gemeinde Schulzendorf insgesamt 667.500 Euro pro Jahr in die Kasse spülen.

12 Responses to Kita Gebühren: Wer profitiert wirklich?

  1. Tim
    20. Januar 2019 at 13:59

    Ja ist gut Sabrina Rühle. Jetzt ist klar das hier mit zweierlei Maß gemessen wird. Ich schreibe hier garnichts mehr!!!

  2. Tim
    19. Januar 2019 at 18:03

    Lieber User Tim, Ihr Kommentar wird nicht veröffentlicht.Schmähkritik wird hier nicht geduldet. Da Sie bereits mehrfach Spielregeln nicht befolgt haben, werden wir bei einem erneuten Vrstoß gegen unsere Nutzungsbedingungen Ihre Mitgliedschaft löschen.

    Sabrina Rühle
    Redaktion Der Schulzendorfer

  3. Insider
    19. Januar 2019 at 17:22

    @Tim: Streng Dein Kopf selber an, so schwer ist die Aufgabe nicht!

  4. Tim
    18. Januar 2019 at 06:23

    Was ist nun Insider, ich warte……
    Deine Behauptungen ich kenne mich nicht aus ich soll erst nachdenken sind ganz schön schwach wenn du sie einfach so unbegründet im Raum stehen lässt.
    Ich habe einmal die Gemeinde verklagt, eine Zweite ist in Arbeit. Beide wegen des Kitathemas. Ich denke schon das ich erwas im Stoff stehe. Warum machen die wohl eine neue Satzung? Nicht nur wegen der Gebühren, auch weil die Alte rechtlich nicht 100% standfest ist.

    Das Schlimme ist, dass es womöglich andere dann auch noch glauben was du hier gegen mich behauptest :(

    @Chris, nein ich war nie inaktiv, hab nur vergessen meinen Pseudonicknamen einzutragen……ist aber auch egal oder? Ich könnt jetzt auch einfach schreiben unter welchem Namen ich sonst poste, aber der aufmerksame Leser wird es eh wissen. Und die die mich kennen wissen es sowieso.

  5. Tim
    15. Januar 2019 at 09:25

    Wenn du dich so gut auskennst Insider, dann klär mich doch auf anstatt unbewiesen das Gegenteil zu behaupten.
    Woher soll die Gemeinde wissen was auf meinem Lohnzettel steht wenn ich es ihr nicht sage?

  6. Insider
    15. Januar 2019 at 07:38

    “Die Gemeinde kann also garnicht wissen wieviel die Eltern haben und alles über 40.000€ ist reine Spukulation.”
    Doch kann sie! Erst nachdenken und dann losschreiben,@Tim! Das mag zwar Dein Lieblingsthema sein, sonderlich gut auskennen tust Du Dich leider nicht.

  7. Christopher
    14. Januar 2019 at 23:20

    Mensch Tim zum Glück haben wir Dich und Die Linken.
    Kandidierst Du zu den Kommunalwahlen oder weshalb bist Du urplötzlich so aktiv?

  8. Besserverdiener
    14. Januar 2019 at 21:38

    Besserverdienende sollen auch mehr zahlen, das ist okay. Sie jedoch zu melken, ist daneben .

  9. Alice Krämer
    14. Januar 2019 at 20:21

    Wir sollen auf Kosten der Gemeinde abgezockt werden!

  10. Tim
    14. Januar 2019 at 18:46

    Mein Lieblingsthema………

    Und gleich zu beginn muß man einlenken. Es geht hier um eine Ertragsprognose! Progonsen sind die Annahme von etwas das vielleicht so kommen könnte…..vielleicht!

    Und was aus Prognosen in der Gemeinde Schulzendorf wird haben wir schon öfter erlebt…….nach Progonse wurde die Grundschule zweizügig gebaut…….nach Prognose in 2014 sollte die Rücklage in 2019 alle sein….usw.usw.usw.

    Woher soll die Gemeinde wissen wer über 40.000€ hat bzw. im Einzelnen wieviel über 40.000€?
    Die Tabellen bisher gehen bis 40.000€ und wer mehr hat braucht auch keine Einkommenserklärung abgeben und zahlt ganz einfach den aktuellen Höchstebtrag.
    Es gibt auch Eltern die fast 40.000€ haben aber über 40.000€ ankreuzen, einfach um nicht jedes Jahr aufs neue vor der Gemeinde Auskunft über das Einkommen geben zu müssen.

    Die Gemeinde kann also garnicht wissen wieviel die Eltern haben und alles über 40.000€ ist reine Spukulation.

    Hr. Reech gab 2015 an, das 70-80% der Elternschaft (Krippe, Kita und Hort zusammengenommen) ein Einkommen im Bereich von 30-40.000€ hat. Und dabei geht es um bereinigtes Einkommen nach der aktuellen Satzung.
    Und jetzt drei Jahre später sollen ein Großteil davon(nach Prognose) über 48.000€ haben? Halte ich persönlich für sehr unwahrscheinlich.

    Insofern würde ich die Prognose mit sehr viel Vorsicht genießen und es wäre ratsamer den Amtsleiter nach belastbaren Zahlen zu fragen. Nicht wer wieviel genau hat, sondern in welchem Bereich sich aktuell die Eltern bewegen.

  11. Insider
    14. Januar 2019 at 17:42

    Die Antwort ist simpel: Die Gemeinde Schulzendorf ist Profiteur. Unzulässige Gemeinkosten werden in den Gebühren versteckt.

  12. Olivia Krüger
    14. Januar 2019 at 15:19

    Krass, dass eine Minderheit 65,9 % aller Beiträge für die Kita übernehmen muss.

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