Jede Medaille hat zwei Seiten – ein Kommentar!

14. April 2010
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Die Mehrheit der Schulzendorfer Gemeindevertreter hat vor kurzem das bestehende Straßenausbauprojekt bestätigt. Die europaweite Ausschreibungsmaschinerie wurde in Gang gesetzt. Die Befürworter des angeschobenen Straßenausbauprojekts begrüßten das Abstimmungsergebnis. Das Projekt sei  ordnungsgemäß auf die Beine gestellt worden. Gerade deshalb wollten sie das Geld, das bereits in das Projekt geflossen ist, nicht in den Sand setzen und noch einmal von der Stunde Null beginnen.

Einige Schulzendorfer Anlieger ließen am Ende der entscheidenden Gemeindevertretersitzung die Köpfe hängen. Der Aktivitäten der Bürgerinitiative Für Bezahlbare Straßen und der Gemeindevertreter, die gegen die Art des Straßenausbauprojekts intervenierten, seien umsonst gewesen, war von ihnen zu hören. Waren sie das tatsächlich? Ich denke keineswegs! Ihre Proteste führten im Sommer vorigen Jahres erst einmal dazu, dass die betroffenen Anlieger intensiv in das Straßenausbauprojekt einbezogen wurden. Es begann ein Dialog, der mit vielen Emotionen geführt wurde. Es ist ein Erfolg der Kritiker, dass in dem ausgelösten Ausschreibungsverfahren, Nebenangebote, also jene Vorschläge der Unternehmer, die auf kostenreduzierende Ausbauvarianten verweisen, zugelassen werden Und schließlich wurde den Machern des Straßenausbauprojekts unmissverständlich klar gemacht: Schulzendorfs Anlieger schauen mit Argusaugen auf das Vorhaben!

Vielleicht kommt es ja so wie von einigen Gemeindevertretern prognostiziert wurde. Die regionalen Unternehmen, die Schulzendorfs Straßen für vier, fünf oder sechs Millionen Euro bauen wollen, setzen sich schlussendlich durch. Spätestens dann werden sich Befürworter und Kritiker wieder einig sein. Doch bis dahin bleibt es spannend im Straßenbaupoker.

Am Ende bleibt aber der Eindruck, dass nicht alle Karten auf dem Tisch liegen und öffentliche Diskussionen seitens der Verwaltung und einiger Gemeindevertreter gescheut werden. Den sollte man sich als Kommunalpolitiker möglichst ersparen. Da hilft es auch wenig, wenn man den Fragenden einen Maulkorb verpassen möchte!

Gerlinde Sauer

(Die Meinung des Verfassers muss nicht mit der von www.schulzendorfer.de übereinstimmen.)

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