HILFE: So vergammelt unser Steuergeld

26. September 2019
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Nach dem bereits im Frühjahr 2018 die mit Fördermitteln errichtete Holz Brücke über den Ebbegraben in der Lessingstraße wegen schwerer Schäden gesperrt und abgerissen wurde, steht jetzt wohl die nächsten Brücke vor dem Rückbau.

Entscheidungsträger der öffentlichen Hand müssen für die Verschwendung von Steuergeld endlich zur Kasse gebeten werden. (Foto: mwBild)
Entscheidungsträger der öffentlichen Hand müssen für die Verschwendung von Steuergeld endlich zur Kasse gebeten werden. (Foto: mwBild)

Der Übergang über den Ebbegarben in der Münchner Straße ist seit kurzem gesperrt. Spaziergänger kommen hier nicht mehr nach Zeuthen. Grund der Blockade sind wohl Holzschäden, die nach Expertenmeinung auf mangelhafte Wartung und Pflege zurückzuführen sind.

Erst im August 2019 hatte Bürgermeister Mücke (SPD – nominiert) den Rückbau der mit Steuergeldern errichteten Elemente Säule am Selchower Flutgraben angekündigt. Auch hier führte nach Meinung eines Sachverständigen fehlender Wetterschutz am Fußpunkt des Kunstwerkes zu kaum reparablen Schäden.

Es ist zum Haareraufen, wie die öffentliche Hand mit dem Geld der Steuerzahler umgeht!

Holzschutz - Murks: So sehen Teile aus, die unzureichend geschützt wurden. (Foto: mwBild)
Holzschutz – Murks: So sehen Teile aus, die unzureichend geschützt und gewartet wurden. (Foto: mwBild)

9 Responses to HILFE: So vergammelt unser Steuergeld

  1. Dorfschulze
    29. September 2019 at 07:04

    @Petra Prochaska . Ja, es es stimmt, die Holzbrücke wurde mit Fördermitteln im Zusammnehnag der Sanierung der Kreisstraße gebaut, da ein Lückenschluß zum Ortszentrum vorgesehen ist und war. Der Plan war m.E. diesen Weg am Wohngebiet an der Kirche bis zum Flutgraben / August Bebel- Straße entlang zuführen- das Wohngebiet wurde aber von der Landesplanung nicht genehmigt. Und dann wurde am Erschließungsvertrag Ortszentrum herumgepfeilt, mit dem Ergebnis, nur noch den Mückensprung bis zur Zufahrt Kirche zu bauen, damit ein Fahrradfahrer aus dem “Radhaus” dann besser nach Hause kommt.

    Ich bin dafür, dass die Unterhaltungskosten für das vom Volke gewählte Personal gestrichen werden, wenn man sich nicht um Unterhaltung des Eigentums der Gemeinde kümmert. Unterhaltungskosten vom Bürgermeister heißt für mich Gehalt.

  2. Petra Prochaska
    28. September 2019 at 20:01

    Es kann alles nicht war sein.
    Seit 13 Jahren war die Brücke sinnlos.
    Ist nicht ein Lückenschluss Ernst-Thälmann-Str zum Ortszentrum geplant?
    Ohne Brücken wieder sinnlos.
    Irgendwie komme ich mir vor wie bei den Schildbürgern

  3. karo
    28. September 2019 at 07:08

    die nächste gesperrte Fußgängerbrücke: ernst-Thälmann-str. über flutgraben -Sperrung muss man sich ansehen!!!

  4. Holzwurm
    27. September 2019 at 15:31

    @Peter Siegert Wo widersprechen Sie den Herrn Puhle ? Der Pfusch wird bei der Planung gemacht und noch mehr beim Bau. Bei der Planung sind die Wartungs – und Folgekosten bei den “Ablöserichtlinien” zu berücksichtigen und eine Holzbrücke hat eben höhere Unterhaltekosten, als andere Bauwerke. Was beim Bürger haften bleibt sind eben Vorhaben, wie Radbrücke in Wildau / Niederlehme, Brücke zur Hermsdorfer Mühle und bekannte Turnhallenbauten. Und was noch : Um das Eigentum der Steuerzahler kümmert sich die Gemeinde genauso liebvoll, wie um die Belange und Wünsche der Bürger.

  5. Peter Siegert
    Peter Siegert
    27. September 2019 at 14:27

    Herr Puhle, ich lese aus ihrem Beitrag heraus, dass Sie Holzbrücken keine lange Lebensdauer geben. Da muss ich Ihnen widersprechen. Holzbrücken haben sehr wohl eine lange Lebensdauer. In der Ablöserichtlinie geht man von 30 bis 45 Jahren aus. Natürlich ist das stark abhängig von der Pflege und Wartung. Jährlich ein bzw. zweimal müssen Holzfeuchte- und Risstiefenmessungen, Eindringwiderstandsprüfungen u.v.m. vorgenommen werden, um rechtzeitig Auffälligkeiten zu erkennen. Auf dem Bild ist schön zu sehen, dass das Haupttragwerk und der Belag geschädigt sind. Die Widerlager werden nicht viel besser aussehen. Bei gewissenhafter Wartung und Instandhaltung treten solche Erscheinungen nach 20 Jahren nicht auf.

  6. Bernd Puhle
    27. September 2019 at 12:01

    Die 1999 durchgeführte “Renaturierung” des Ebbegrabens war, zu mindestens, was den Teil zwischen Münchener und Braunschweiger Straße betrifft, absoluter Schwachsinn. Der Durchlass, der 1928 gebaut worden ist, war noch völlig intakt. Da man den neuen Ebbegraben um den Hügel herumgeführt hat, ist dieser Durchlass noch weitgehend vorhanden. Nur die Ausgänge und der Revisionsschacht wurden zugeschüttet. Bei dem ganzen Projekt der “Renaturierung” ging es nur darum, Geld auszugeben, das Eichwalde für Ausgleichszahlungen zu leisten hatte. Es ging hier um den Ausgleich für etwa 5000 Baumfällungen in Eichwalde. Die Errichtung der Holzbrücken war dann die Fortsetzung des Unsinns. Wohlwissend, dass das eine zeitlich begrenzte Lösung ist. Hier wurden alle Erfahrungen in den Wind geschlagen, denn die letzte Holzbrücke über den Ebbegraben wurde in den 50er Jahren durch einen Durchlass (Kanalröhre mit beidseitigen Abschlussmauern) ersetzt.

  7. Eichberger
    27. September 2019 at 07:28

    Warum protestiert die GV nicht gegen solche Nachlässigkeiten? Wenn ein Auto keinen Ölwechsel bekommt, dann fährt es nicht lange. Hier in Schulzendorf wird alles auf Verschleiß gefahren. Von nötigen Straßen- und Gehwegreparaturen ist nichts zu sehen. Die Baumpflege wird nachlässig betrieben. Jeder Grundstückseigentümer ist hinterher, dass alles in Schuss bleibt. Die Gemeinde schafft das nicht, aber eine Schulanbau realisieren wollen.@Ulf: Kann Dir nur zustimmen, die GV soll sich um die Probleme Schulzendorfs kümmern und nicht um Konzepte zu Themen, auf die wir null Einfluß haben. AUFWACHEN!!!

  8. ach ja
    26. September 2019 at 19:07

    Schulzendorf – mit seinem Herrn Mücke – ist nicht mal in der Lage das Ortsschild ( u.a Karl- Liebknecht – Straße ) zu ersetzen. Und dann wird erwartet, dass er eine Brücke in den Griff bekommt ?

  9. Ulf
    Ulf
    26. September 2019 at 18:41

    Die Quasselbude im Rathaus sollte nicht über Gretas Klimaschutz palabern, sondern sich mit ernsten Dingen befassen, die uns Schulzendorfer berühren. Zum Beispiel diese Brücke!

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