FINANZ – SCHOCK: Schulzendorf ist über beide Ohren verschuldet

31. Januar 2020
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„Es ist bedenklich, dass wir den Entwurf für das schon laufende Haushaltsjahr erst jetzt Ende Januar, statt im September 2019, vorgelegt bekommen.“, kritisierte jüngst Grünen – Chef Andreas Körner die Arbeitsweise von Bürgermeister Mücke (SPD – nominiert) und seinem Finanzverwalter Reech.

Schulzendorfs Millionen Haushalt hat kein Hochschul Ökonom in den Händen. (Foto: Bürgermeister Mücke, mwBild)

Schulzendorfs Millionen Haushalt hat kein Hochschul Ökonom in den Händen. (Foto: Bürgermeister Mücke, mwBild)

Was viel schlimmer ist: Die Pro Kopf Verschuldung von Schulzendorf beträgt 695 Euro! Zum Vergleich: In Zeuthen liegt sie bei 56 Euro, in Eichwalde bei 268 Euro.

6,3 Millionen Euro wollen Mücke und Reech 2020 für Personal ausschütten, pro Einwohner sind das 768 Euro! Zum Vergleich: Die Personalkosten in Eichwalde betragen 2020 rund 5,94 Millionen Euro. Sind Schulzendorfs miese Zahlen etwa der Grund dafür, dass Abgeordnete in geheimer Runde am 15. Februar den Haushalt beraten werden?

Warum erfolgt eine Debatte über den Haushalt unter Aussperrung der Öffentlichkeit? Abgeordnete würden sich in öffentlichen Sitzungen anders artikulieren und positionieren, als in geheimen Sitzungen, lautet ein Argument aus dem Gemeinderat.

Der Schulzendorfer meint: Es ist kreuzgefährlich, wenn sich Volksvertreter mit zwei Stimmen artikulieren, einer öffentlichen und einer geheimen!

14 Responses to FINANZ – SCHOCK: Schulzendorf ist über beide Ohren verschuldet

  1. Frau Müller
    4. Februar 2020 at 09:10

    Wozu Personalkosten debattieren? Das Personal ist da und wird gebraucht. Und wenn man sieht was an Investitionen umgesetzt wird, dann ist es sogar noch zu wenig um alles zu schaffen.
    Bezahlt wird nach TVöD und da kann es sein wenn man viele altgediente, langjährige Kollegen hat, das die in ihrer Stufe am Anschlag sind.

    Ob das Rathaus so sein musste sein dahin gestellt. In dem kleinen Altbau Otto-Krien-Str. wäre es sicher nicht mehr lange gut gegangen.
    Und nicht vergessen, dass Gebäude besteht nicht nur aus Rathaus, da lassen sich viele blenden, da ist auch noch das ein oder andere Geschäft mit drin.

    Was mich aber brennend interessiert, Insider, wo hat die Gemeinde Schulden durch den Straßenbau? Kannst du das mal bitte mit Zahlen belegen, wie hoch die Schulden sind und wie sie bezahlt werden.
    Ich glaube nämlich dass das eine Falschaussage ist, denn was die Gemeinde aktuelle an Schulden/Krediten hat, habe ich weiter unter aufgelistet.
    Würden da noch Straßenbauschulden dazu kommen, wäre die pro Kopf Verschuldung ja noch höher.
    Du scheinst zu vergessen, das ein Großteil die Anwohner bezahlen mussten und der Rest kam aus dem laufenden Haushalt.

  2. icke
    4. Februar 2020 at 08:14

    @ Insider Stimme Ihnen nicht zu. Eine Investition in die Infrastruktur heißt Zukunft. Die Schulzendorfer haben außerdem noch nie kapiert, dass die Bürgermeister noch nie etwas fürs Volk gemacht haben. Die Ego- Bürgermeister haben sich immer an die Spitze einer Bewegung gestellt und dann alle ausgebremst. Das nun eine Bruchlandung folgt , war schon zu erwarten – und man wird wahnsinnig, was das Personal an Zeit und Nerven und Geld des Bürgers aufrißt.

  3. Insider
    3. Februar 2020 at 21:44

    @Bobo: In der Ära vor Herrn Mücke haben die Linken den Bürgermeister mit Dr. Burmeister gestellt. In dieser Zeit kamen Verträge zustande, die sich hinterher als fehlerhaft erwiesen, wodurch der Gemeinde (also wir Bürger) Verluste in sechsstelliger Höhe machte. Dazu kam der millionenteure Protzbau Rathaus. Das Straßenbauprojekt wurde auch in der Linken Ära angeschoben. Herr Mücke hat es fortgesetzt. Und wieder Millionen Schulden, anstatt Step by Step die Straßen zu sanieren, so wie es Zeuthen macht. Herr Siegert hat völlig Recht, Konsum auf Pump ist das, was uns heute teuer zustehen kommen kann.

  4. Heinz-Hubert
    3. Februar 2020 at 06:56

    Ich kenne die Personaltableaus der Gemeinden Schulzendorf, Eichwalde und Zeuthen nicht. Ich erkenne aber, wenn Äpfel mit Birnen verglichen werden.

    Der Vergleich der Gesamtpersonalausgaben von Gemeinde zu Gemeinde ist unsinnig. Wenn Gemeinde A mehr Personal beschäftigt als Gemeinde B, sollten die absoluten Kosten bei B geringer sein als bei A. Sind sie es nicht, heißt das aber auch nicht automatisch, dass das Personal zu hoch vergütet wird. Es könnte ja auch sein, dass B besonders viele hochbezahlte Kräfte bezahlen muss, während A eher gering vergütete Kräfte beschäftigt. Wenn man schon vergleichen möchte, liebe Redaktion, dann zieht das vernünftig auf. Ich beschwere mich ja auch nicht, dass meine Heizkosten sehr viel höher im Brandenburgischen sind als bei Freunden auf Gran Canaria.

  5. Bobo
    2. Februar 2020 at 22:14

    Hallo. Was hat den die linke damit zu tun? Mücke ist doch von der SPD. Kann mir jemand die Kommentare erklären wo über die Linken gewettet wird? Danke :)

  6. Marcus D.
    2. Februar 2020 at 16:08

    Ich sehe es ebenso wie Herr Siegert.

    Auf Grund der Personalführung hat in der Verwaltung keine Fachkraft unsere Finanzen im Griff. Da wundert es auch nicht, dass der Haushaltsentwurf wieder mal zu spät erscheint.

    Sicherlich sind durch Investitionen in benötigte Baumaßnahmen Schulden entstanden. Was aber nicht verschwiegen und ausser acht gelassen werden darf, sind die ungeplanten Mehrkosten bei jedem Bauvorhaben. Auch hier sehe ich die Ursache im Fachkräftemangel in unserer Verwaltung.

    Den Haushaltsplan erstmal heimlich zu diskutieren, ist für mich ein klares Signal, dass da was im Busch ist. Das sollten die GVs, die im Sinne der Schulzendorfer handeln sollten, nicht billigen.

  7. Schwarzer Peter
    2. Februar 2020 at 11:15

    Die Linken hatten noch nie richtig Ahnung, mit Geld umzugehen. Und zur Wahrheit gehört auch, dass unter der Herrschaft von Dr. Burmeister ein schlechter Vertrag zum Ritterschlag mit dem Investor zustande kam. Dadurch sind uns Bürgern 1 Million DM !!! verloren gegangen.Und Herr Mücke tritt voll in Burmeisters Fußstapfen. Er mag Ahnung von der Vermittlung Arbeitsloser haben, aber nicht von Finanzen.

  8. Frau Müller
    1. Februar 2020 at 14:51

    Peter, ich kann deine Erklärung absolut nicht nachvollziehen und sie entbehrt jedweder Logik.

    Womit soll man Projekte sonst finanzieren als mit Krediten? Diese Kredite haben Laufzeiten und Zinsbindungen.
    Aktuell laufen die Zinsbindungen aus und werden zum April hin neu verhandelt.
    Durch die aktuell niedrigen Zinsen, werden die Kredite sogar früher abbezahlt sein können, da man jetzt keine 5-7 oder nochmehr % bezahlen muss

    Sollten die Zinsen in Zukunft wieder anziehen, kann das den Krediten dann egal sein, weil sie Zinsgebunden sind. Sollte die Zinsbindung vor dem endgültigen abbezahlen auslaufen, ja dann wäre eine Steigerung nochmal möglich.

    Spätestens wenn Zeuthen eine neue Schule baut, dann werden auch die Zeuthener das fina zieren müssen und mit etwaigen Krediten die pro Kopf Verschuldung erhöhen.

    Schlimm ist wie die Schulden entstanden sind?
    Hätten deiner Meinung nach Schule/Halle, Hort und Rathaus nicht gebaut werden sollen bzw. wo hätte man das Geld sonst dafür hernehmen sollen?

    Klar man kann einfach auch nichts im Ort machen und alles so lassen wie es ist. Dann gibts keine neuen Schulden und alle sind glücklich oder wie?

    Dann gäbe es heute noch Zinks Einkaufscenter in der Wellblechbaracke, das Rathaus wäre Otto-Krien-Straße und könnte mangels Platz noch weniger leisten, die Vereine könnte auf dem Feld draußen turnen und die Kinder fahren nach KW in Schule, Kita und Hort…….

    Das nicht alles optimal läuft ist aktuell vollkommen unbestritten. Aber deine Erklärung Peter ist mit Verlaub….Quatsch.

  9. Petra
    Petra
    1. Februar 2020 at 13:53

    Kann AfD Fan nur zustimmern. Kein Geld für Projekte, die der Gemeinschaft dienen, aber ein Parkplatz für wenige Privelegierte an der Patronatskirche für sechststellig bauen. Ich verstehe nicht, warum Gemeindevertreter das Prestigeprojekt der Linken unterstützen und das Geld nicht für Projekte der Gemeinschaft einsetzen. Kein Wunder, wenn über solche Projekte unter Ausschluss der Bürger diskutiert wird. Armes Schulzendorf.

  10. AFD Fan
    1. Februar 2020 at 12:59

    @Zeuthener: wir hatten ja auch mal eine Finanzerin aber weil Mücke bockig wie ein kleines Kind war; hat er Frau Meskat durch Reech ersetzt… :( :(
    Das Geld wird nur falsch verteilt; Parkplatzausbau vor Patronatskirche braucht kein Mensch!!

  11. Peter Siegert
    Peter Siegert
    1. Februar 2020 at 11:09

    Was schlimm ist am Schuldenabbau? Das möchte ich versuchen Ihnen zu erklären, @Frau Müller.

    Schlimm an diesem Schuldenabbau ist, dass er halbherzig erfolgt. Schlimm ist zunächst, dass Schulden in diesem Ausmaß überhaupt entstanden sind. Das Konsumieren auf Pump kann den Bürgern sehr teuer kommen. Die EZB hat schon eine Straffung ihrer Finanzpolitik angekündigt. Wenn die Zinsen an den Kapitalmärkten wieder anziehen, bedeutet das für den immensen Schuldenberg von Schulzendorf eine enorme Mehrbelastung. Was wäre die Folge von höheren Finanzierungsaufwendungen? Um sie zu finanzieren müssen freiwillige Leistungen gestrichen und im schlimmsten Fall auf die Rücklage zugegriffen werden. Von diesen Szenarien sind wir Bürger betroffen. Diese Sorgen hätte Zeuthen mit 56 €/pro Kopf nicht. Finanzierungsbedingungen sind ein erhebliches Haushaltsrisiko, jeder, der von Finanzen etwas versteht, wird Ihnen das bestätigen.
    Schauen Sie in das Statistische Jahrbuch. Schulzendorf ist in LDS eine der am höchsten verschuldeten Kommunen. Fairerweise muss man sagen, dass der Schuldenberg in der Ära von Herr Burmeister und nicht von Herrn Mücke entstanden ist. Dennoch haben Herr Mücke und Herr Rech in ihrer Zeit und meiner Kenntnis nach nichts Nachhaltiges zur Konsolidierung des Haushaltes zustande gebracht. Genau das ist ganz schlimm. Wenn man Schulden abbauen will, muss man struktuelle Korrekturen vornehmen, sonst erfolgt der Schuldenabbau halbherzig.. Ihr Argument, der Schuldenberg geht doch zurück, ist deshalb für mich schwach. Dass beiden nichts Nachhaltiges gelungen ist, liegt meiner Überzeugung nach auch an ihrer fehlenden finanzökonomischen Ausbildung. Herr Mücke war auf dem Arbeitsamt und Herr Rech ist, wenn ich richtig informiert bin, Jurist. Nun ist es auch nicht schlimm, wenn beiden keinen Hochschulabschluss in Finanzökonomie haben. Den Vorwurf, den sie sich gefallen lassen müssen, ist folgender. Sie hätten sich Sachverstand einkaufen müssen.
    Ihnen allen ein schönes Wochenende.

  12. Zeuthener
    1. Februar 2020 at 09:27

    Für mich ist noch viel mehr “bedenklich”, als für Herr Körner. Dass zum Beispiel GV zwei Gesichter haben, eins für die Öffentlichkeit und eins außerhalb der Öffentlichkeit. Und keiner steht auf und sagt was. Wenn ich es richtig gelesen habe, dann hat Herr Mücke eingeladen. Ich würde als GV da gar nicht hingehen. In Zeuthen wurden ausnahmlos alle !!! Diskussionen zum Haushalt öffentlich geführt. Aber die Schulzendorfer haben sich ja schon immer als etwas Besonderes gefühlt. Dass Zeuthen in Finanzen besser dasteht wundert mich nicht. Bei uns hat eine gelernte Finanzerin das Sagen.

  13. Frau Müller
    31. Januar 2020 at 19:38

    Die Zahl zur Verschuldung ist faktisch richtig.
    Der Artikel sagt aber leider nicht woraus die Schulden resultieren!!!

    Die Schulden ergeben sich aus den Krediten für
    Schule/Halle 1.152.400€
    Rathaus 2.712.895,09€
    Hort/Kitaneubau 1.849.768€

    Auch ist die Summe pro Kopf seit Jahren rückläufig, weil die Kredite ja abbezahlt werden
    2017 874,49€
    2018 821,55€
    2019 750,22€
    2020(geplant) 695,09€

    Und selbst die Zahl 695,09€ stimmt nicht mehr, da sie auf der Einwohnerzahl 8222 vom 31.12.2018 basiert und es in 2019 schon durch den Ritterschlag einen kräftigen Zuwachs gab. Wenn wir jetzt 8500 sind, dann ist der Betrag noch 672,36€ Tendenz abnehmend. Er wird aber in diesem oder dem kommenden Jahr vielleicht noch einmal zunehmen, wenn ein neuer Kredit für den Schulanbau aufgenommen werden sollte, oder wenn andere Großprojekte realisiert werden die Kredite erfordern die nicht aus der Rücklage finanziert werden.

    Was nun daran schlimm sein soll, dass man seine Schulden abbezahlt und die pro Kopf Verschuldung verringert/abbaut, entzieht sich meiner Vorstellungskraft.

    Das die Haushaltsdebatte unter Ausschluß der Öffentlichkeit stattfinden soll, stößt mir auch sauer auf und hat wenig mit Transparenz zu tun.

  14. Jörg
    31. Januar 2020 at 16:29

    2 Euro pro Tag und Nase in Schulzendorf, dann kann man ja nur billiges Theater erwarten. Man wird mit dem Staunen über Sonntag Mücke einfach nicht fertig.

    Was ist denn eigentlich aus der 10 Millionen Schadenersatzsklage aus dem Ritterschlag geworden, lieber Schulzendorfer . de ? – Beim Lau ist das doch noch nicht eingerechnet !.

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