FDP Zeuthen sagt Ja zum Klimaschutz und Nein zum Manager

14. Oktober 2019
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Bündnis 90/Die Grünen haben in Eichwalde, Schulzendorf und Zeuthen nahezu gleichlautende Anträge in Sachen Klimaschutz eingebracht. Kernforderung: Ein Klimaschutzmanager soll die Arbeit in den drei Kommunen aufnehmen und ein Klimaschutzkonzept erarbeiten. Die damit verbundenen Kosten belaufen sich nach Angaben der FDP auf rund 180.000 Euro. Ein großer Teil davon soll durch Fördergelder finanziert werden, den Rest müssten anteilmäßig die Gemeinden tragen.

Karl Uwe Fuchs drängt auf Taten. (mwBild)

Karl Uwe Fuchs drängt auf Taten. (mwBild)

Der Vizepräsident des Kreistages Dahme – Spreewald und Chef der Zeuthener FDP sieht den Vorschlag mit Skepsis: „Es ist nicht die Zeit der Konzepte, sondern der mutigen Handlungen.” Es müssten Maßnahmen für den Klimaschutz ermöglicht werden, die messbaren Wirkungen entfalten. „Hier ist das Geld besser investiert.“, so Fuchs.

Klimaschutz ohne Plan? Natürlich nicht, sagt Fuchs. Das Bundesumweltministerium hat nach seinen Worten professionelle Klimaexperten, die ebenfalls gefördert werden können und Kommunen beraten sowie konkrete Klimaschutzmaßnahmen anfangs auch begleiten.

„Aufgrund der überschaubaren Möglichkeiten in den Gemeinden, ersetzt das auch die Notwendigkeit eines komplexen Klimaschutzkonzeptes.“, so Fuchs.

Nach Überzeugung der Liberalen sollen Fördergelder nicht in ein Amt, sondern in folgende Maßnahmen fließen: Förderung der pädagogische Arbeit in Kitas und Schulen zum richtigen Umgang mit Ressourcen, Förderung von Energiesparmodellen in Bildungseinrichtungen, Einsatz von effizienter Außen- und Straßenbeleuchtung, Verbesserung der Radverkehrs- sowie der Fußwege um klimafreundliche Mobilität sicherzustellen.

In den Gemeindevertretungen und dem gemeinsamen Regionalausschuss am 24. Oktober soll über die Vorschläge von Grünen und FDP debattiert werden.

3 Responses to FDP Zeuthen sagt Ja zum Klimaschutz und Nein zum Manager

  1. Petra
    Petra
    14. Oktober 2019 at 11:17

    Zumindest in Schulzendorf hat man den Eindruck, dass die Grünen den Verstand verloren haben. Erst wollen sie kranke Bäume erhalten und jetzt Geld in Papier statt in Maßnahmen zum Klimaschutz investieren. Ich finde die Position von Herrn Fuchs sehr logisch, schließlich haben wir in ZES keine Industriebetriebe, Kohlekraftwerke etc.wozu dann ein Posten schaffen, auf dem sich ein Weltretter auf Kosten der Steuerzahler profilieren will.

  2. BingeLaden
    BingeLaden
    14. Oktober 2019 at 10:13

    Eine sehr vernünftige Sicht! Nicht Geld in Konzepte, die dann irgendwo im Schreibtisch verschwinden, sondern in Taten investieren. Richtig so Herr Fuchs.

  3. 14. Oktober 2019 at 08:10

    Ich unterstütze das Konzept von Herrn Fuchs,
    dazumal das “Outsourcen” des Themas
    in einen “Klimaschutz-Zuständigen”
    die Sache an sich bürokratisiert und bremst:

    Alle Fachämter und alle Abgeordneten sind zuständig.

    Hinsichtlich KONKRETER Vorhaben möchte ich ergänzen:

    * effiziente Wärme- und Kühlkonzepte für öffentliche Einrichtungen

    * eine “Energie-Agentur” im Sinne der WKW wie sie die Stadt KW hat
    oder im Sinne eines “Stadtwerkes” für ZEWS

    * intelligentes Wassermanagement –
    hier Einflussnahme auf die Strategien des MAWV / Wasserakademie

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