Diese 4 Probleme muss Markus Mücke 2021 endlich lösen

2. Januar 2021
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In den zurückliegenden Jahren hat Bürgermeister Markus Mücke (SPD-nominiert) seine eigene Welt erfunden, um Fehler zu verschleiern. Das ist nicht nur eine Gefahr für die 8.000 Bewohner, sondern auch für die Demokratie.

Bürgermeister Mücke

.

Der Schulzendorfer sagt, welche Baustellen Mücke in diesem Jahr anpacken muss:

Baustelle Bauamt

Jedes Jahr der gleiche Notstand: Abgeordnete beschließen umfangreiche Investitionen in die Infrastruktur des Ortes. Am Ende wird aber nur ein Bruchteil davon realisiert. Das Wenige, was umgesetzt wurde, war fast immer von Pannen, Pech und Pleiten begleitet.

Baustelle Haushaltsplan

In den letzten Jahren hat Mücke dem Gemeinderat das Jahresbudget regelmäßig zu spät präsentiert. Es wurde daher mit monatelanger Verspätung beschlossen. Die Folge: Die Finanzen unterlagen in den ersten Monaten einem Nothaushalt. Nur die Gehälter der Rathausmitarbeiter und allernötigste Ausgaben für Pflichtaufgaben durften getätigt werden. Ordentliche Haushaltsführung sieht anders aus.

Baustelle Transparenz

Das Vertrauen der Bürger in die Arbeit der Verwaltung ist in den letzten Jahren brüchig geworden. Rathaus Entscheidungen konnten kaum noch überprüft werden, weil wichtige Informationen unter Verschluss gehalten wurden. Über den öffentlichen Haushalt der 8.000 Schulzendorfer ist in einem geheimen „Arbeitsgespräch“ verhandelt worden. Es ist unübersehbar, dass Mücke ein gestörtes Verhältnis zu Transparenz hat. Er begrüßte, dass Bürger grundsätzlich von Sitzungen des Großen Dialogforums ausgeschlossen sind. Denn nur so könne man sich schließlich offen und ehrlich zu Fragen der Flughafenregion austauschen.

Baustelle Personal

Dem Rathaus laufen Mitarbeiter davon, frei gewordene Stellen konnten lange Zeit nicht neu besetzt werden, es fielen beachtliche Ausfallzeiten durch Krankheit an. Hoher Arbeitsdruck und Personalknappheit sind die Hauptbegründungen, die Bürgermeister Mücke für Verzögerungen bei der Erledigung von Aufgaben anführte. Wege, die aus der Misere führen, hat Mücke bislang nicht auf den Tisch gelegt. Handeln statt jammern!

10 Responses to Diese 4 Probleme muss Markus Mücke 2021 endlich lösen

  1. B. Hartenstein
    4. Januar 2021 at 11:08

    Was soll sich hier in Schulzendorf schon ändern ?????
    Die Angestellten halten die Klappe, sie sind schließlich kündbar.
    Mücke und Sonntag sind beamtenmäßig abgesichert, also die Zeit absitzen, bloß nicht politisch oder verwaltungsmäßig auffallen, immer schön im Fahrwasser von Loge schwimmen ….., aber vielleicht mit Elan die Zeit danach planen. Sowas soll ja kein Einzelfall sein.
    Und was können die Bürger tun ??? Sehr wenig, wenn man das Kommunalgesetz intensiv liest. Die Wahlperiode ist fast wie ein Gesetz.
    Helfen könnte nur eine grundlegende Reform oder Veränderung der Kommunalpolitik. Wie z.B. doch eine Landkreisreform bis in die Gemeindestrukturen, wie es ja mal angedacht war. Da gab es auch die Idee der Zusammenlegung von mind. Eichwalde/Schulzendorf bzw. noch Zeuthen dazu.
    Vielleicht würde das etwas Leben in die verfahrene Kiste bringen.
    Oder man plan und strebt oberhalb der Landesgrenzen die Zusammenlegung der Bundesländer Berlin und Brandenburg an – mich würde das nicht wundern …..
    Also liebe Alt- und Neubürger von Schulzendorf, es heißt Ruhe bewahren und Augen auf machen bei der nächsten Wahl !!!!!

  2. LaLeLu
    3. Januar 2021 at 21:10

    @Eichberger:
    Am 28.4.2015 hat die Gemeindevertretung der Einstellung von Herrn Sonntag zugestimmt. Das ist nachprüfbar und objektiv.
    Die Vertreter/innen hätten auch ablehnen können, so wie der Kandidat Drescher beim Kreistag abgelehnt wurde.
    Was Ihnen „bekannt ist“, weiß ich nicht. Ich bleibe lieber bei den Fakten.

  3. Eichberger
    3. Januar 2021 at 20:40

    Ihre Darstellung ist eine Halbwahrheit @LaLeLu. Herr Mücke hat Herrn Sonntag nicht nur eingestellt, sondern auch als Kandidat ausgewählt. Soweit mir bekannt ist, spielte bei der Kandidatur auch Parteinähe eine Rolle.

  4. LaLeLu
    3. Januar 2021 at 17:49

    @Insider:
    Es ist richtig, dass bei gutem Arbeitsklima die Bezahlung nebensächlich sein kann. Aber es ist echt schwer, gutes Personal zu finden und dauerhaft bei der Stange zu halten. Auch ist der Stellenmarkt derzeit so, dass sich gute Leute aussuchen können, wo sie für wie vile Geld einen Versuch wagen. Das Bezahlsystem im öffentlichen Dienst macht es nicht leichter, attraktiv für gute Leute zu sein.
    Herr Sonntag wurde zwar vom BM eingestellt, jedoch mit ausdrücklicher Zustimmung der Mehrheit der Gemeindevertreter/innen.
    Für die Besetzung anderer Stellen sah die Bewerberlage wohl noch viel bescheidener aus, weshalb im Rathaus teilweise nicht die besten Leute arbeiten, von denen sich zu trennen schwierig ist.
    Ob das Arbeitsklima im Rathaus gut oder schlecht ist, weiß ich nicht und ich stelle darüber auch keine Vermutungen an.
    Dass eine größere Gemeindefusion illusorisch ist, ist mir auch klar. Aber ich würde es mir sehr wünschen, um unseren Wohnort so attraktiv zu machen, wie Herr Dr. Füting es beschreibt.
    Wer kleingeistig denkt, wird auch kleingeistig handeln und als Kleingeist in Erinnerung bleiben.

  5. Bürger zweiter Klasse
    3. Januar 2021 at 17:18

    ich hab da noch eine Baustelle: Schulcloud und wie fördere ich meine Schüler.
    Im Gegensatz zu Schlunzendorf wird in Eichwalde der digitale Unterricht gefördert und praktiziert. Bei uns gibts Augaben in der Cloud und fertig ist. In Eichwalde gibts Telefonkonferenzen und die Schüler müssen ihre Aufgaben uploaden. Bei uns kennt sich wohl keiner aus oder hab keine Lust auf nix.

    Frohes Neues Jahr, oder Prost Mahlzeit

  6. Dr. Dieter Füting
    3. Januar 2021 at 14:16

    “Der Schulzendorfer” ist eine der wenigen Online – Zeitungen in unserer Region, in der alle politischen Probleme offen und direkt angesprochen werden können. Das aktuelle Thema der “Vier Baustellen” in Schulzendorf lässt sich gut auf andere Kommunen übertragen.
    So weit, so schlecht.
    Besonders ist der Mut der Kommentatoren, sofort neue Ideen vorzutragen.
    LaLeLu z. B. skizziert umgehend eine Idee der neuen Stadt Utopia.
    Es gibt viele Ideen darüber, wie wir leben, wohnen und arbeiten sollten. Das Schaffen von Zukunftsräumen begeistert viele Menschen. Viele denken an Städte
    – mit besseren Kultur- und Freizeitangeboten,
    – in denen wir sicher leben können, mit Schutz vor An- und Übergriffen,
    – in denen wir gesund leben können,
    – in denen die Netz- und Infrastruktur kommunal bleiben,
    – mit guten Schulen und exzellenten Studiermöglichkeiten; wo die Talente nicht wegziehen, sondern gute Startbedingungen für Ideen finden usw.
    Also, eine Stadt als Heimat, als Zuhause, die Talente und Innovationen auf allen Gebieten anziehen.
    Alles schön und gut sagen die (Kommunal)Politiker, aber…
    Und sofort müssen wir erkennen, das alles ideologisch wird, das alles im Ansatz stecken bleibt. Nicht einmal die Hauptbaustellen werden so bearbeitet, wie sie bearbeitet werden müssten.
    Ob wir so in LDS unsere Zukunft gut gestalten werden?

  7. Made in Schulzendorf
    3. Januar 2021 at 10:41

    Bild paßt wie die Faust aufs Auge :

    Da haben wir die Brille uff

    08 – 15 ( Brille – sicherheitshalber angemerkt) –

    Alter grauer Mann was nun ?

  8. Jörg
    3. Januar 2021 at 09:24

    @ Insider Gute Zusammenfassung. Nur wir sind wie auch als ( Aus ) Lachdorf über die Landesgrenzen bekannt.

  9. Insider
    2. Januar 2021 at 22:02

    LaLeLu: Ihre Interpretation teile ich nicht ganz. Ich glaube auch nicht, dass die von Ihnen vorgeschlagene Fusion realistisch ist. Und es gibt kleine Gemeinden, wo die Bauämter gut funktionieren, da braucht man gar nicht lange suchen. Es kommt auf den Menschen an, der an der Spitze der Gemeinde steht. Hat er Führungsqualitäten, nutzt er die Spielräume, die er bei der Bezahlung hat, sorgt er für ein gutes Arbeitsklima, dann gibt es auch nicht die Probleme, die Bürgermeister Mücke hat. Sein Personal hat sich Markus Mücke selbst ausgesucht, ich nenne hier mal zwei Namen, die in meinen Augen völlig überfordert sind bzw. waren. Jörg Sonntag und Irma Klausch. Schulzendorf hat keinen gelernten Kämmerer, keinen „Hunter“ mit Visionen, wie eine moderne Verwaltung aussehen könnte und welche Bereiche mit anderen Kommunen zusammen betrieben oder an Dritte abgegeben werden könnten. Hinzu kommt, dass mit ganz wenigen Ausnahmen, die jetzige Gemeindevertretung eine der schwächsten in der Geschichte Schulzendorfs ist.
    In einem stimme ich Ihnen völlig zu, dem jetzigen Bürgermeister geht es nur darum, seinen Posten so lange wie möglich und egal wie zu behalten. Das trifft auch auf andere Amtsinhaber in der Gemeinde zu.
    Allen ein gutes neues Jahr!

  10. LaLeLu
    2. Januar 2021 at 15:49

    allesnurgeklaut hat am 22.12. einen schönen und passenden Kometar zum Beitrag: “Verkalkuliert: Kosten für Schulerweiterung explodieren” abgegeben. Alles soll billig sein, die Personalkosten im Rathaus müssen niedrig (billig) sein. Möglichst keine neuen Mitarbeiter einstellen und wenn, dann mit möglichst niedrigen Gehältern.
    Diese Misere kann der beste BM der Welt nicht lösen.
    Jede kleine Gemeinde leistet sich ein eigenes schlecht besetztes Bauamt und steht in direkter Personal-Konkurrenz zu den Bauämtern der Nachbargemeinden. Jede kleine Gemeinde leistet sich einen eigenen Waserkopf.
    Wenn Schönefeld, KW, Schulzendorf, Wildau, Zeuthen, Eichwalde und Bestensee fusionieren würden, würde am südöstlichen Rand vom Berlin eine Großstadt mit echter Macht und sicher sehr gut bestückbaren Ämtern entstehen. Der oder die Bürgermeisterin hätte gegenüber dem Kreis und dem Land echte Macht und etwas zu sagen, wie zum Beispiel die Verlängerung der S46 über KW hinaus nach Bestensee oder noch weiter oder einer Verlängerung der S-Bahn oder U-Bahn vom Flughafen über Schulzendorf nach KW oder einer Straßenbahnlinie oder ein ganzes Straßenbahnnetz in der neuen Großstadt, um den Individualverkehr zu senken und die Umwelt zu schonen.
    Da aber die Bürgermeister/innen der kleinen Gemeinden gern Bürgermeister/innen von kleinen Gemeinden bleiben wollen, wird das nichts und wir müssen weiter mit den Missständen leben. Wie allesnurgeklaut treffend dichtete.

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