DFS: ILS-Vermessung in der Nacht zum 21. Januar

18. Januar 2023
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Wie die Deutsche Flugsicherung (DFS) in Langen gegenüber dem Schulzendorfer mitteilte, führt sie in der Nacht vom 20. zum 21. Januar 2023 Vermessungsflüge am Flughafen BER durch.  Damit wird das Instrumentenlandesystem (ILS) gecheckt. Internationale Bestimmungen verlangen eine Überprüfung alle 180 Tage.

Von hier lenkt die DFS den Flugverkehr vom BER. (Foto: mwBild)

Von hier lenkt die DFS den Flugverkehr am BER. (Foto: mwBild)

Das ILS unterstützt den Luftfahrzeugführer bei der Navigation während des Anfluges. Dies geschieht im Wesentlichen dadurch, dass Sendeanlagen am Boden den Anflugkurs und Gleitwinkel elektronisch definieren. Diese abgestrahlten Signale werden im Flugzeug empfangen und den Piloten im Cockpit angezeigt.

Es ist unverzichtbar für präzise Landungen, besonders bei schlechten Sichtbedingungen spielt es eine außerordentlich wichtige Rolle und muss absolut genau arbeiten.

Ute Otterbein, DFS-Pressesprecherin: „Die Flüge beginnen am späten Abend und reichen in die Nachtstunden hinein. Klappt alles störungsfrei, genügen einige Stunden, so dass am frühen Morgen der Flugbetrieb wieder ganz normal beginnen kann. Eingesetzt wird eine Beechcraft King Air 350, die recht lärmarm unterwegs ist. Das Messflugzeug befliegt die normalen Anflugwege in den üblichen Höhen, die Flugzeuge bei ihren Anflügen nutzen. Betroffen sind diejenigen Gemeinden, die unter den üblichen Anflugrouten liegen.“

16 Responses to DFS: ILS-Vermessung in der Nacht zum 21. Januar

  1. Andreas
    3. Februar 2023 at 10:47

    Nochmal, das Brandenburger Volksbegehren wird nicht ignoriert, die Brandenburger Politik kann es aber alleine nicht durchsetzen. Genau deshalb wurde hier eine Entscheidungsgewalt suggeriert, die es nicht gibt. Der BER und dessen Konzept wurden vor vielen Jahren vom Bundesverwaltungsgericht bestätigt, übrigens mit deutlichen Einbußen für den BER, hier war anfangs noch viel mehr geplant.

    Dass die Leute beim Schallschutz verarscht wurden, kann ich nicht bestätigen. Ich kenne etliche, die viele zehntausend Euros Entschädigung bekommen haben. Damit lässt sich am Haus in Sachen Lärmschutz sehr viel machen.

  2. Oliver
    2. Februar 2023 at 12:55

    “Zumal wenn der Flughafen die Möglichkeit hat, in dieser Zeit Geld zu verdienen.”

    Genau das ist nicht der Wille des Volkes der durch das Volksbegehren Nachtflugverbot von der Bevölkerung kundgetan wurde!

    Das wäre ungefähr so, wenn ich in der Nacht mit der Kettensäge arbeite und wenn Polizei oder Ordnungsamt aufkreuzen um dem ein Ende zu setzen, ich nur sagen müsste aber ich verdiene damit doch Geld…

    “Ja, Lärmschutz ist sehr wichtig, aber er sticht eben auch nicht alle anderen Themen aus, sondern es gibt einen Ausgleich aller Interessen. Darüber hinaus gibt es auch noch ein hunderte Millionen Euro schweres Schallschutzprogramm”

    Ich weiß die anderen Gründe sind wichtig genug um ein Volksbegehren mal eben zu ignorieren…

    Wenn mal die Gelder im Schallschutz landen würden die hunderte Millionen.
    Bis jetzt lief es regelmäßig darauf hinaus, daß die Betroffenen vera… wurden.

    Wir hätten jetzt die Chance wo die Lausitz dringend Zukunft sucht die Sache noch einmal richtig zu machen…
    An einer Stelle wo niemand mehr wohnt und auch die Natur nachhaltig zerstört ist.

  3. Andreas
    31. Januar 2023 at 17:08

    @Oliver: Den Hinweis zur Agitation verstehe ich nicht, eventuell können Sie das nochmal einordnen.

    Ja, der Flughafen liegt in Brandenburg. Davon “betroffen” sind aber auch viele Berlinerinnen und Berliner in Bohnsdorf, Müggelheim, Karolinenhof etc. Allein schon deshalb ist es kein Thema für Brandenburg allein.

    Im Übrigen dient die Politik dem Volk auch, wenn sie eine Anbindung der Hauptstadtregion an die Welt auch in den Morgen- und Abendstunden sicherstellt. Zumal wenn der Flughafen die Möglichkeit hat, in dieser Zeit Geld zu verdienen.

    Ja, Lärmschutz ist sehr wichtig, aber er sticht eben auch nicht alle anderen Themen aus, sondern es gibt einen Ausgleich aller Interessen. Darüber hinaus gibt es auch noch ein hunderte Millionen Euro schweres Schallschutzprogramm.

  4. Oliver
    31. Januar 2023 at 12:38

    Da hat ja die Agitationsabteilung ganze Arbeit geleistet…
    Die Schutzbehauptung der Politiker “wir können ja nicht” wird allgemeines Wissen.
    Der Flughafen liegt in Brandenburg und wenn hier alle Stellen wollten könnten sie die gleichen Zeiten ansetzen die für die Benutzung von Rasenmähern gelten…
    Als Politiker lohnt es sich aber eben gerade nicht dem Volke zu dienen!
    Messflüge vom Nachtflugverbot ausgenommen? Warum? Verständnis habe ich nur für Rettungsflüge. Die Nacht könnte ruhiger sein, aber mit Ausreden ohne Ende wird das wohl nichts…

    P.S. der Wortfetzen LEGITIMIERT ist da nur aus Versehen hin geraten,
    der darf gerne gelöscht werden, so wie dieser Satz dann auch.

  5. Andreas
    30. Januar 2023 at 15:57

    @Oliver: Die Vermessungsflüge sind vom am BER geltenden Nachtflugverbot ausgenommen.

    Das Nachtflugverbot per Volksentscheid gab es nur in Brandenburg. Brandenburg allein kann das aber nicht umsetzen. Es verhält sich somit ähnlich wie der Volksentscheid zur Offenhaltung vom Flughafen Tegel. Denn in beiden Fällen wurdeden Bürgerinnen und Bürgern eine Entscheidungsgewalt suggeriert, die es so nicht gab.

  6. Oliver
    30. Januar 2023 at 13:27

    Es ist völlig in Ordnung sich über diese unnötigen Nachtflüge zu beschweren!
    Wir haben schließlich ein Nachtflugverbot daß es durch Volksentscheid zu Stande gekommen ist!
    Daß die Verantwortlichen Rechtsstaat und Demokratie ungestraft mit Füßen treten können ist ein Skandal, der immer wieder angeprangert werden muß.

    Wehret den Anfängen !!!

  7. Oliver
    30. Januar 2023 at 13:26

    LEGITIMIERT IST

  8. Feigling
    27. Januar 2023 at 21:24

    Lächerlich ! Wer hat von der Hoffmann- Kurve profitiert ? Und dann darf sich Herr Hoffmann noch beschimpfen lassen !

  9. Feigling
    27. Januar 2023 at 20:14

    Lieber User Feigling, Ihr Kommentar wird nicht veröffentlicht. Sie können Ansichten anderer kritisieren. Eins dulden wir hier nicht: Die Verächtlichmachung anderer User.

    Sabrina Rühle
    Der Schulzendorfer

  10. Zeuthener
    27. Januar 2023 at 17:47

    Leute, haltet bitte den Ball flach und hört auf mit dieser Hysterie!!! Ist ja schon wie bei den Günen mit ihre Thema Klima. Da fliegt mal ein Messflugzeug für wenige Stunden über dem BER und dann wird ein TamTam wegen 70 db gemacht. Hilfe, die Welt geht unter.

  11. Marcel A. Hoffmann
    27. Januar 2023 at 11:07

    @ Eichberger
    Über Ihre Beweggründe, weshalb Sie öffentlich kundtun, Ihre Familie habe nichts von dem Flieger gehört, möchte ich nicht spekulieren und bleibe wie gewohnt bei den Fakten:

    FCK511 ist zwischen 23: 26 Uhr und 02:14 Uhr 14 mal mit ~73 dB(A) an der FBB-Messstation Waltersdorf vorbeigekommen. An der FBB-Messstation in Schulzendorf waren es jeweils ~71 dB.

    Angesichts der Messwerte ist Ihre Unmutsäußerung über meinen Beitrag, ich solle die Kirche im Dorf lassen!, auch angesichts des bestehenden Nachtflugverbots allerdings zumindest bemerkenswert.

    Übrigens werden in der kommenden Nacht wieder Messflüge durchgeführt.

    Marcel A. Hoffmann

  12. Feigling
    25. Januar 2023 at 19:19

    @Eichberger Wenn Sie für Ihre Familie sprechen, ist es in Ordnung. Was die Fakten angeht – hierfür gibt es Daten im Internet, sind Sie auf dem Holzweg. Ihre unqualifizierte Aussagen helfen den Betroffen jedenfalls nicht weiter. Die Fragen von Herrn Hoffmann sind jedenfalls berechtigt.

  13. Eichberger
    25. Januar 2023 at 14:48

    @ Marcel Hoffmann: Also meine Familie hat im Eichberg nix von dem Flieger gehört. Bitte die Kirche im Dorf lassen!

  14. Oliver
    25. Januar 2023 at 13:56

    Heute (25. Januar) ist Tag des Umweltschutzes auf dem BER…
    So ist es OK.

  15. Marcel A. Hoffmann
    24. Januar 2023 at 18:51

    Es ist zutreffend, dass das ILS- System des BER regelmäßig auf seine Präzision hin überprüft und erforderlichenfalls nachjustiert werden muss. Dafür sind Messflüge unvermeidlich.

    Vermeidbar wäre es hingegen, solche Messflüge in der Nachtzeit durchzuführen und damit den Flughafennachbarn den Schlaf zu rauben.

    Die DFS ist bekanntlich zum Umweltschutz verpflichtet, wozu auch der Lärmschutz gehört. Nach den bisherigen Erfahrungen mit der DFS dürfte nicht davon auszugehen sein, dass die es die DFS war, die darauf bestanden hat, die Flüge in der Nachtzeit durchzuführen. Bei dem geringen Verkehr auf dem BER-(de facto Regional-)Flughafen könnten die Messflüge problemlos auch am Tage durchgeführt werden, zumal ja alle Sektoren separat vermessen werden. So wird es durchaus auch an viel größeren Flughäfen in Deutschland erfolgreich praktiziert, leider nicht am BER.

    Offen bleibt somit die Antwort auf die Frage, wer darauf bestanden hat, die Messflüge in der Nacht durchzuführen und den Umweltschutz mit Füßen zu treten.

    Marcel A. Hoffmann

  16. Mathias Deppe
    20. Januar 2023 at 18:44

    Die machen doch sowieso was sie wollen ohne Konsequenzen nur die Anwohner sind in den hinteren gekniffen und müssen sich den Lärm gefallen lasse. Wirtschaftliche Interessen sind eben wichtiger als die Gesundheit der Bürger wie immer.

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