„Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung“

8. Mai 2020
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Eichwalde, Schulzendorf und Zeuthen haben heute Vormittag am Ehrenmal der gefallenen Soldaten der Roten Armee in Miersdorf an das Ende des Zweiten Weltkriegs und der Befreiung vom Nationalsozialismus vor 75 Jahren gedacht. Zeuthens Linke hatten die Gedenkstunde initiiert.

Ehrenmal der gefallenen Soldaten der Roten Armee in Miersdorf (Foto: mwBild)

Ehrenmal der gefallenen Soldaten der Roten Armee in Miersdorf (Foto: mwBild)

Gekommen waren die Gemeindeoberhäupter von Zeuthen und Schulzendorf, Sven Herzberger und Markus Mücke sowie die Vize – Bürgermeisterin von Eichwalde, Karolin Langner. Spitzenvertreter nahezu aller Partei aus Zeuthen waren anwesend. Abgeordnete aus Schulzendorf nahmen an der Gedenkveranstaltung, anders als in den zurückliegenden Jahren, nicht teil.

Zeuthens Bürgermeister Sven Herzberger erinnerte in seiner Gedenkrede an die epochalen Worte von Bundespräsident Richard von Weizsäcker, mit denen er sich am 8. Mai 1985 im Deutschen Bundestag an das Volk wandte: „Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung. Er hat uns alle befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.“

Zeuthens Bürgermeister Herzberger und Philipp Martens (Die Linke). Foto: mwBild

Zeuthens Bürgermeister Herzberger und Philipp Martens (Die Linke). Foto: mwBild

Unter Bezug auf von Weizsäckers Botschaft von vor 35 Jahren appellierte Herzberger: „Lasst Euch nicht hineintreiben in Feindschaft und Hass gegen andere Menschen, gegen Russen oder Amerikaner, gegen Juden und Türken, gegen Alternative oder Konservative, gegen Schwarze oder Weiße.“

Rund 13 Millionen Soldaten der Roten Armee verloren im 2. Weltkrieg ihr Leben. Er schaffte es 1945 bis nach Berlin: Major der Artillerie Andrej Antonowitsch Filipow aus Moskau. (Foto: mwBild)

Rund 13 Millionen Soldaten der Roten Armee verloren im 2. Weltkrieg ihr Leben. Er schaffte es 1945 bis nach Berlin: Major der Artillerie Andrej Antonowitsch Filipow aus Moskau. (Foto: mwBild)

(weitere Bilder unter Facebook/Der Schulzendorfer)

6 Responses to „Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung“

  1. Petra
    Petra
    10. Mai 2020 at 22:43

    Aha, coronabedingtes Nichterscheinen in Zeuthen. Wusste gar nicht, dass Wildau coronafreie Zone ist. Rede hin, Rede her. In meinen Augen ist es beschämend, dass bis auf den Verwalter (wie auf den Bildern zusehen trug er eine Maske) kein Gemeindevertreter unter Einhaltung der 2 Meter Abstandsregel an der Veranstaltung teilgenommen hat. Kritiker als “Nörgler” abzustempeln , sowas gab es zuletzt 1989 im SED Regime unter Tapeten Kutte. Da waren die Mitglieder des Neuen Forums auch alles Staatsfeinde und vom Klassenfeind gesteuert. Nachtigall, ick hör dir trapsen, Jens Wollenberg!!!

  2. Günter Kleinert, Zeuthen
    10. Mai 2020 at 15:58

    Herr Wollenberg, es ehrt Sie, Fehlverhalten Ihrer Parteigenossen schönzureden. Jeder mündige Bürger wird Ihre Propaganda durchschauen. Es geht es nicht um Wildau,nicht um eine Rede von Herrn Burmeister in Wildau und auch nicht, ob die Rede gut oder nicht gut war.Sie verfehlen das Thema. Es geht um Zeuthen Ich war dort selbst anwesend und habe weder Herrn Burmeister von den Linken, noch Herrn Kollberg von der CDU, noch ein anderen GV aus Schulzendorf gesehen. Warum waren Sie denn nicht in Zeuthen?

  3. Klaus Schmidt
    10. Mai 2020 at 11:46

    Danke Jens Wollenberg für die Offenlegung der Defizite einiger ewig Gestriger. Ich hatte fast schon resigniert, aber Deine Worte zeigen, dass nicht nur Nörgler den Schulzendorfer lesen.

  4. Jens Wollenberg
    9. Mai 2020 at 12:40

    our comment is awaiting moderation.

    an BingeLaden
    Normalerweise antworte ich nicht auf den Injurienschwall eines BingeLaden oder anderer sich ungerechter Weise äußernder “Kritiker”. Zur Beteiligung von Dr. Herbert Burmeister am “Tag der Befreiung” schon. Zeuthen hat coronabedingt auf die übliche Tradition der Veranstaltung zum 8. Maiverzichtet und hat darum gebeten, dass nur kleine Gruppen zum Ehrendenkmal kommen. Das ist auch geschehen. Stattdessen fand in Wildau eine größere Veranstaltung (begrenzt auf 40 Personen) statt. Diese sehr stimmungsvolle Veranstaltung erfolgte unter
    größter Sorgfalt und Vorsicht.
    Als Redner dieser Gedenkveranstaltung hat sich D. Herbert Burmeister bereit erklärt, trotz persönlicher Verpflichtungen. Seine Rede war von hohem Verantwortungsbewusstsein und gedanklicher Schärfe gekennzeichnet und fand bei allen Anwesenden große Zustimmung.
    Auch Bürger*innen wie BingeLaden (oder seinesgleichen) haben die Verpflichtung, sich zu informieren, bevor sie unhaltbare Außerungen in die Öffentlichkeit setzen.
    Jens Wollenberg,
    ehem. Vorsitzender der LINKEN in Schulzendorf
    Herausgeber der Monatszeitung “Der UHU”

  5. Schulzendorferin
    9. Mai 2020 at 08:56

    Was erwarten Sie von einem CDU Politiker, der sich entgegen dem Beschluss seiner Partei von der AfD zum Vorsitzenden der Gemeindevertretung wählen lässt?

  6. BingeLaden
    BingeLaden
    8. Mai 2020 at 22:44

    Herbert Burmeister nahm als Vorsitzender der Gemeindevertretung immer an dieser Gedenkfeier teil. Dass nun gar keiner mehr aus Schulzendorf erscheint, ist eine Mißachtung der historischen Leistungen des Sowjetvolkes.

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