Alarmruf: „Die Kommunen sind am Limit!“

22. Juni 2026
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Zeuthen/Eichwalde/Schulzendorf. Es ist ein Hilferuf, der kaum deutlicher ausfallen könnte: Die Bürgermeister von Zeuthen, Eichwalde und Schulzendorf schlagen Alarm und warnen vor einem finanziellen Kollaps der Kommunen. Beim bundesweiten Aktionstag der kommunalen Spitzenverbände machten Martens, Jenoch und Witteck gemeinsam mit Landrat Sven Herzberger auf die dramatische Lage aufmerksam.

Die Botschaft ist eindeutig: Die Kassen sind leer, die Aufgaben werden immer mehr und die Kommunen wissen nicht mehr, wie sie das alles bezahlen sollen.

v.L.: Landrat Sven Herzberger, Jörg Jenoch, Philipp Martena, Markus Witteck (Foto: Pressestelle Zeuthen)

v.L.: Landrat Sven Herzberger, Jörg Jenoch, Philipp Martena, Markus Witteck (Foto: Pressestelle Zeuthen)

Straßen, Kitas, Jugendclubs: Was jetzt auf dem Spiel steht

Die Bürgermeister zeichnen ein düsteres Bild. Während Bund und Länder den Städten und Gemeinden immer neue Pflichten übertragen, fehlt nach ihrer Darstellung häufig das nötige Geld, um diese Aufgaben zu erfüllen.

Die Folgen könnten die Bürger direkt vor ihrer Haustür spüren:

  • marode Straßen und Gehwege
  • weniger Geld für Kitas und Horte
  • Einschnitte bei Jugendclubs und Bibliotheken
  • weniger Pflege von Grünanlagen
  • Einschränkungen bei Kulturangeboten
  • weniger Mittel für Ehrenamt, Feuerwehr und Katastrophenschutz

„Unsere Handlungsspielräume werden immer kleiner“, warnen die Rathauschefs unisono. Wer den Staat im Alltag erlebt, tue das vor allem in seiner Gemeinde. Genau dort drohten nun spürbare Einschnitte.

Martens, Witteck und Jenoch schlagen Alarm

Besonders brisant: Nach Angaben der Bürgermeister könnten fast alle Kommunen im Landkreis Dahme-Spreewald bereits in diesem oder spätestens im kommenden Jahr ihre laufenden Ausgaben nicht mehr aus den eigenen Einnahmen decken.

Eine Entwicklung mit Sprengkraft. Denn wenn die Haushalte nicht mehr aufgehen, geraten dringend notwendige Investitionen ins Stocken. Projekte werden verschoben, Bauvorhaben auf Eis gelegt oder ganz gestrichen.

Die Rathauschefs fordern deshalb ein Umdenken bei Bund und Ländern. Wer neue Aufgaben beschließt, müsse auch für deren Finanzierung sorgen.

„Die Kommunen sind am Limit“

Mit ihrer Beteiligung am bundesweiten Aktionstag wollen Zeuthen, Eichwalde und Schulzendorf ein deutliches Signal senden: Die finanzielle Krise der Kommunen sei längst kein Einzelfall mehr, sondern ein bundesweites Problem.

Ihr Appell an die Politik in Berlin und den Landeshauptstädten: Mehr Geld für die Städte und Gemeinden bevor die kommunale Handlungsfähigkeit endgültig an ihre Grenzen stößt.

Denn eines machen die Bürgermeister unmissverständlich klar:

„Die Kommunen sind am Limit.“ Ein Satz, der für viele Bürger schon bald spürbare Folgen haben könnte.

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